RillenZebra

Charlie Christian

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Charlie Christian - war der erste, der mit einer elektrisch verstärkten Gitarre, einer Gibson ES-150, einer vollakustischen Jazz-Gitarre, mit einem Single-Coil-Tonabnehmer gespielt hat.



Zitat Zitat von Arrigo Polillo
Sein Gitarrenstil war völlig originell. Seine langen und widerhallenden Phrasen mit einstimmiger Melodieführung deren Klang elektronisch verstärkt und verlängert wurde, gründeten sich auf Prinzipien, die den Blasinstrumenten, genauer gesagt den Saxophonen, eigen waren. Sie unterschieden sich deshalb sehr von den leichten Einzelphrasen der Pioniere der Jazz-Gitarre wie Lonnie Johnson oder Eddie Lang. Wenn ein geistiger Vater für Charlie Christian gefunden werden soll, muss er mithin unter den Saxophonisten gesucht werden, und wahrscheinlich ist er in Lester Young zu sehen.
Die Aufnahmen meiner Charlie Christian Schallplatten wie auch der die ich jetzt aufgelegt habe, natürlich nur ein Reissue, sind am Beginn der 40er Jahre in NewYork in Mintons Playhouse aufgenommen. Der Sound der elektrischen Gitarre ist überdeutlich.

Obwohl die sicher ursprünglichen Mono Aufnahmen in Stereo Rillen gepresst sind, hört sich die Musik wie ich eben wieder mal feststellen konnte, unter einer Mono Nadel einfach besser an. Das Klangbild wirkt in sich geschlossener und die Töne, vor allem die der Trompeten, aber auch die der elektrischen Gitarre klingen sauberer.

Der Phonopre ist diesmal n i c h t der Monk, obwohl der das auch sehr gut kann, sondern der Monophonic, dessen variable Möglichkeit der Anpassung einfach das Tor monophon hören zu können, sehr weit öffnet.

Klar ist natürlich, Aufnahmen aus 1940 oder 1941 klingen irgendwie anders als 2011. Dieser geile elektrische Gitarrenklang, auch die Trompete von Joe Guy im Moment, das wird alles sehr klar und ausdrucksstark abgebildet. Hier macht eine Stereo Nadel leider nix besser.

Mein erster unbefriedigender Versuch auf dem DUAL am Monk zeigte, obwohl ich den Monk auf Mono gestellt hatte und der das ja auch bestens kann, daß vor allem wohl eine Stereo Nadel hier nix bringt. Habe drei verschiedene ausprobiert. 2 x Jico und einmal Shure. Zuerst ärgerte mich die unsaubere Abbildung der Trompete. Ich dachte noch: "ach, iss ja auch alt die Aufnahme" und wechselte dann die Nadel. Das brachte an der gleichen Stelle in der Rille, im gleichen Stück "Stardust" wieder nix. Dann wechselte ich nochmal die Nadel unter der DUAL Headshell, keine Chance, die Abbildung blieb unsauber, so als ob die Rille kaputt wäre oder die Aufnahme unerwartet schlecht gemacht. Ich wusste aber, nein, die ist sehr gut.

Also die Platte auf den Kenwood KD 7010 unter das AT-Mono3/LP gelegt und mit dem Monophonic verbunden. Der Monphonic blieb genau wie der Monk zuvor ebenso neutral eingestellt. Ich senkte die Mononadel ungefähr an der gleichen Stelle im Track Stardust vorsichtig in die Rille, an der mich die Abbildung der Trompeten gestört hatte. Und nun - hör an hör an - alles so wie es sein soll. Sauber. Die Aufnahme bleibt von 1941, alles klingt nach wie vor nicht so als ob 2011, aber, es tönt nun klar aus den Lautsprechern ohne verzerrt zu klingen. So will ich das haben und hören. Diese alte swingende Musik, nein, das ist schon Bebop, die erste elektrische Gitarre, bemerkenswert auch der Track der beschreibt was sich damals in der Musik vollzog, der Weg: From Swing To Bop Leider ist Charlie Christian früh verstorben. Er wurde nur 25 Jahre alt.
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