bugatti66

Bose 901 / zweite Stereoanlage

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Eigentlich wäre ja eine weitere Suche nicht notwendig gewesen.
Ich fing an zu studieren und hatte sowieso kein Geld mehr.

Trotzdem zog es mich zur HiFi-Messe Anfang der 80-ziger nach Düsseldorf.
Und aus irgend einem Grund haben mich die Bose-Leute in ihre Vorführung gelassen.
Ich war überwältigt von dem Sound, diese Räumlichkeit, die Klarheit, die hohe Lautstärke, wirklich, die 901 zaubern die Atmosphäre eines Konzertsaales in dein Wohnzimmer.
Außerdem sollten sie unverwüstlich sein, sogar Netzspannung sollten sie abkönnen, wobei man nicht genau wußte, ob die amerikanischen 110V gemeint waren. Aber welche andere Box hält schon 110V aus?
Und dann hingen sie noch beim Saturn in einem Vorführraum im Fenster.
Da mußte man sich nicht anmelden, man kam auch so rein, und sie wurden sogar eingeschaltet, obwohl ich nicht so aussah, als ob ich mir die leisten könnte.
Ich wußte jetzt, wie meine nächste Stereoanlage aussehen sollte.
Ich bin denn nicht mehr zu HiFi-Messen und HiFi-Geschäften gegangen.
Nur zu Konzerten sind wir gegangen, und später in Diskos, und manchmal tatsächlich benutzten die Leute auch die 801/802 oder 901, sodass der Wunsch nach einer 901 nie vergessen werden konnte.
Selbst heute sieht man sie noch auf Karnevalswagen.

Endlich Studium beendet, Geld verdient, umgezogen, erst Auto gekauft, dann Möbel, dann war aber die HiFi-Anlage dran.

Eine gebrauchte Bose 901 Mk IV mit Equalizer habe ich denn weit entfernt von meiner Wohnung abgeholt. Beim Vorbesitzer war sie schon in den Keller gewandert, weil er schon vorher Geld für etwas noch besseres hatte.
Dann fehlte noch ein Verstärker, und der selbst gebaute Tuner sah auch nicht mehr so gut aus. Ohne die Geräte anzuhören (Muss man sich Verstärker anhören?) habe ich denn ein neue ReVox B285 gekauft und eine Einschleifung für den Equalizer nachträglich eingebaut. Außerdem kam noch ein CD-Wechsler dazu. Der hat am Ausgang eine ziemlich hohe Spannung, so dass das durch den Equalizer verstärkte Signal verzerrte. Da mußte denn noch das Signal vorher abgeschwächt werden.

Außerdem kam noch der beste Cassettenrecorder der Welt hinzu: ReVox B215 (hab ich mir auch nicht vorführen lassen.)

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Hinzufügen möchte ich, dass es strenge Aufstellungsvorschriften für die Bose 901 gibt:
1. Der Equalizer muss unbedingt in die Anlage eingeschliffen werden. Er hebt die Bässe und Höhen bis zu 26dB an gegenüber den Mitten. Der Verstärker muss übersteuerungsfest sein, z.B. 5Vss.
2. Die 8 Chassis strahlen die Wand oder das Fenster an, nur das 9. ist vorne.
3. Es muss eine freie Wand sein, sodass der Schall zurückgestrahlt werden kann.
4. Die Abstände, zueinander, zur Wand, zur Decken muss innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen eingehalten werden.

Dann steht der Konzertsaal-Atmosphäre nichts mehr im Weg.

Weiterhin war es schon eine Multi-Room-Anlage. Stereo-Anlage 1 war im Schlafzimmer und noch ein paar Boxen in der Küche. Alles konnte fernbedient werden durch einen selbst nachgebauten Infrarot-Empfänger und Sender im Wohnzimmer ließ sich alles fernbedienen, außer dem Plattenspieler, aber ich höre ja sowieso nie Platten.
Fernbedienbar ist:
1. der Receiver= Tuner und Verstärker Revox B285
2. der Cassettenrecorder ReVox B215
3. das Tonbandgerät mit einem zusätzlichen Infrarot-Empfänger ReVox A77
4. der CD-Wechsler

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Aktualisiert: 05.02.2017 um 10:39 von bugatti66

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