• Die Legende des Chicago Blues: Junior Wells - Hoodoo Man Blues [Vinyl 45rpm]

    Anhang 12594

    Junior Wells stammt aus Memphis und kam im Alter von 12 Jahren nach Chicago. Das Mundharmonika Spiel lernte er von Junior Parker und Sonny Boy Williamson. Als „Little Walter“ blies er die Blues Harp für verschiedene Künstler bis er schließlich in der Band von Muddy Waters landete, mit der er auch die ersten Schallplatten aufnahm.

    1965 nahm er sein Debütalbum auf, das zu einem Markenzeichen und Meilenstein des Chicago Blues werden sollte: Berühmt waren seine Live Auftritte in kleinen Blues Clubs bei dener Junior Wells sein Publikum scheinbar hypnotisierte und mit einer tough guy Pose über die Bühne stolzierte.

    Hoodoo Man Blues ist eines der wahrhaft klassischen Blues Alben der 60er; es gelang die Atmosphäre eines rauchigen Blues Lokals im Studio einzufangen. Junior Wells spielt die Blues Harp und singt, begleitet wird er von dem legendär Buddy Guy an der Gitarre, Jack Myers am Bass, sowie dem Drummer Billy Warren. Veröffentlich wurde es auf dem Delmark Blues Label, dessen Gründer Bo Koester auch Produzent des Albums war; Junior Wells bestand darauf seine Band selbst zusammenzustellen; da er auf Buddy Guy, einen guten Freund an der Gitarre bestand, der allerdings einen exklusive Vertrag bei Chess Records hatte, wurde bei den ersten Ausgaben getrickst: So erscheint der Gitarrist „Friendly Chap“ auf der Playliste - "A buddy is a friend, a guy is a chap". Bei Neuauflagen wird inzwischen Buddy Guy als Gitarrist hervorgehoben – Koester war im übrigen erstaunt, dass keinem auffiel, dass das Gitarrenspiel nach Buddy Guy klang…

    Das Album sollte zum meist verkauften Album des kleinen Delmark Labels werden.

    Hoodoo Man Blues ist eines der wahrhaft klassischen Blues Alben der 60er; es gelang die Atmosphäre eines rauchigen Blues Lokals im Studio einzufangen. Junior Wells spielt die Blues Harp und singt, begleitet wird er von dem legendär Buddy Guy an der Gitarre, Jack Myers am Bass, sowie dem Drummer Billy Warren. Veröffentlich wurde es auf dem Delmark Blues Label, dessen Gründer Bo Koester auch Produzent des Albums war; Junior Wells bestand darauf seine Band selbst zusammenzustellen; da er auf Buddy Guy, einen guten Freund an der Gitarre bestand, der allerdings einen exklusive Vertrag bei Chess Records hatte, wurde bei den ersten Ausgaben getrickst: So erscheint der Gitarrist „Friendly Chap“ auf der Playliste - "A buddy is a friend, a guy is a chap". Bei Neuauflagen wird inzwischen Buddy Guy als Gitarrist hervorgehoben – Koester war im übrigen erstaunt, dass keinem auffiel, dass das Gitarrenspiel nach Buddy Guy klang…

    Der geniale Kunstgriff Koesters war die Blues Band im Studio einfach wie bei einem Auftritt am Abend drauf losspielen zu lassen und so gelang ein magischer Moment: Die Jungs spielen Klassiker des Blues mit einer Inbrunst und Schärfe, die ihresgleichen sucht. So wird der Elvis Klassiker „Hound Dog“ zu einem echten Hinhörer… „Good Morning Little Schoolgirl“ wird dreckig und eindringlich gespielt; Blues Harp und Gitarre schneiden messerscharf die Hochtöner und der Zuhörer entschwindet nach Chicago in einen verrauchten Blues Club….

    Noch eine Anmerkung zu den Ausgaben: Digitalies empfehlen die SACD; die neu gemasterde CD enthält wie die SACD zwei Bonustracks gegenüber der Vinylausgabe. Mein Favorit ist allerdings die limitierte Vinylauflage von Analogue Productions, aufwändig gemastert von den Originalbändern mit Analogequiment; sorgfältig gepresst auf 180g Vinyl, 45rpm, das Orginal wurde also auf zwei Alben verteilt. Old fashioned? Maybe, aber dieser Klang ist unvergleichlich.

    Aufmerksam auf dieses Album wurde ich durch den Krimi von Wolfgang Schorlau: "Hoodoo Man Blues", der Amos Blackmore, so der "richtige" Namen von Junior Wells zu einem heimlichen Helden eines Krimis macht. Tolle Beschreibung eines Junior Wells Auftritt... Aber davon anderswo mehr!

    Track listing[edit]

    1. "Snatch It Back and Hold It" (Junior Wells) – 2:53
    2. "Ships on the Ocean" (Wells) – 4:07
    3. "Good Morning Schoolgirl" (Sonny Boy Williamson) – 3:50
    4. "Hound Dog" (Jerry Leiber, Mike Stoller) – 2:12
    5. "In the Wee Wee Hours" (Junior Wells) – 3:42
    6. "Hey Lawdy Mama" (uncredited - composition rights typically given to Buddy Moss) – 3:10
    7. "Hoodoo Man Blues" (Wells, Williamson) – 2:49
    8. "Early in the Morning" (traditional) – 4:44
    9. "We're Ready" (Buddy Guy, Wells) – 3:33
    10. "You Don't Love Me, Baby" (Willie Cobbs) – 2:58
    11. "Chitlin Con Carne" (Kenny Burrell) – 2:12
    12. "Yonder Wall" (Elmore James) – 4:10
    13. "Hoodoo Man Blues (alternate take)" (Wells, Williamson) – 2:50 (CD re-issue bonus track)
    14. "Chitlin Con Carne (alternate take)"(Burrell) – 3:20 (CD re-issue bonus track)

    Kommentare 6 Kommentare
    1. Avatar von RillenZebra
      RillenZebra -
      Zitat Zitat von Sir Tom Beitrag anzeigen
      hab'ch. Vermute du hast eine gute Platte vorgestellt. Hör' ich mir nachher in Spotify an.
    1. Avatar von Sir Tom
      Sir Tom -
      Jep, und keine Sekunde bereut, obwohl ich mir von den "Normalplatten" oder gar den CDs das Wohnzimmer zu dem Preis tapezieren lassen könnte... Aber was solls.... DIESE Scheibe wars mir wert!
    1. Avatar von RillenZebra
      RillenZebra -
      Hier ein Schnappschuss aus Spotify, mit einem Ausschnitt des Angebot.
      Weil Buddy Guy Gitarre spielt, ist das fast unverzichtbar.
      OK, 45 Umdrehung/min kann Spotify nicht.
      Aber wenn spotify mich anmachen sollte, könnte ich mir ja immer noch was von den Beiden bestellen.

    1. Avatar von Sir Tom
      Sir Tom -
      Jep, es gibt noch einige interessante Scheiben von Junior Wells, die erste ist für alle Blueser unverzichtbar!
    1. Avatar von Franz
      Franz -
      Eine, die ich von ihm empfehlen kann, ist auch diese:

    1. Avatar von Sir Tom
      Sir Tom -
      Jeep, die hab ich auch noch auf meinem Schirm!