• Neil Young - Everybody knows this is nowhere

    Anhang 13286

    Im Mai 1969, nur wenige Monate nach seinem Debutalbum, veröffentlichte Neil Young schon sein zweites Album. Ein bahnbrechendes und wegweisendes Album, nicht nur wegen der Zusammenarbeit mit "Crazy Horse", die das Schaffen von Neil Young bis in unsere Tage - natürlich mit Unterbrechungen - begleiten werden sollten.

    Die Urbesetzung von Crazy Horse war Danny Whitten an der Gitarre (leider allzu früh durch Drogenmißbrauch verstorben), Ralph Molina bediente das Schlagwerk und Billy Talbot bediente den Bass.

    Dieses Album erweiterte Neil Youngs musikalisches Spektrum Richtung Rock ohne seine Folkwurzeln zu verleugnen; die Texte werden skizzenhafter, suggestiver - Kennzeichen werden lange Gitarren - Improvisationen, in Danny Whitten fand Young den MItspieler, der ihn zu mäandernden Soli puschte... Die ideal Musik um im offenen Wagen über die Highways zu cruisen! Diese Scheibe enthält einige der legendären Young Aufnahmen, die bis heute eigentlich bei keinem Auftritt fehlen oder auf jedem Sampler zu hören sind:

    "Down by the River" oder "Cowgirl in the Sand" - beides Songs, die locker an die 10 Minutengrenze heranreichen, also nix für Radiostationen, aber das war dem Alt Hippie schon damals völlig schnuppe, zumal seine Fans ihn gerade wegen dieser langen Improvisationsteile verehren. "Cinnamon Girl" wurde zum Rock Klassiker. Alle drei Songs entstanden übrigens an einem Tag, als Young krank im Bett lag....

    Obwohl Neil Young mit "Heart of gold" nur einen einzigen Nummer 1 Hit hatte, kann er auf sehr treue Fans zählen; wer dies verstehen will, dem sei "
    Everybody knows this is nowhere" ans Herz gelegt. Tolle, phantastische Musik entsteht halt auch jenseits schrille Musikvideos, von Chartdrangsalierungen, Dauerpräsenz im Blödfunk oder aufdringlicher Werbung. Je älter ich werde, desto mehr gefällt mir Neil Youngs Haltung, lässig und entspannt am Baum gelehnt...


    Kommentare 3 Kommentare
    1. Avatar von Sir Tom
      Sir Tom -
      Noch eine Anmerkung zu den verschiedenen Ausgaben: Vinyl ist bei Neil Young nie verkehrt; wenn CD, dann am besten die neue remastered Version, diese ist klanglich deutlich besser.
    1. Avatar von Sir Tom
      Sir Tom -
      Wunderschöne akustische Version von "Cowgirl in the Sand", eines meiner Lieblingslieder von Neil Young!



      Massey Hall, Toronto Canada (2007)
    1. Avatar von Sir Tom
      Sir Tom -
      Und jetzt mit elektrisch scheppernder und verzerrter Gitarre... Go, Neil, go!



      Coburg, August 2008