• Die Deutschlandreise

    Irgendwo

    muß sie ja beginnen - unsere gemeinsame, große Deutschlandreise, die ich schon auf unserer Portalseite angekündigt habe ! Sie beginnt in Gothmund , einer kleinen Fischersiedlung an der Trave bei Lübeck.

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    Es ist Mitte August und herrliches Wetter. Ich bin mit meiner Schwester, meiner Nichte und Karl-Heinrich Bülk einem der letzten Fischer in Gothmund verabredet. Gothmund ist eine kleine Siedlung am Südufer der Trave im Lübecker Stadtteil Sankt Gertrud. Die Siedlung wurde erstmalig im 16.Jahrhundert erwähnt. Die dortlebenden Fischer erhielten zeitlebens eigene Fischereirechte. Im 19.Jahrhundert wurde die Siedlung nach einem verheerenden Hochwasser und einem nachfolgenden Brand fast ganz zerstört. Am Gothmunder Weg stehen heute reetgedeckte Fischerhäuser, die alle unter Denkmalschutz stehen. In dem kleinen, natürlichen Hafen liegen die Fischerboote gut geschützt.

    Als ich leicht verspätet dort ankomme, warten schon alle auf mich, denn es soll mit der Pionier bis nach Travemünde und ein stückweit auf die Ostsee gehen.


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    Mit von der Partie sind sechs Jugendliche aus Bayern, die auf einer Freizeit in Schleswig-Holstein sind. Es dauert nicht lange und Karl Heinrich startet den MAN Schiffsdiesel und legt ab.


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    Nach dem Ablegen erkennt man den natürlichen Schutzhafen sehr gut.


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    Wir tuckern auf der Trave immer ostwärts.


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    Vorbei an Schlutup dem ehemaligen Grenzübergang zur DDR. Heute befindet sich dort ein Naturschutzgebiet. Wir drehen dann nordwärts und fahren am Priwall vorbei. Der Priwall lag trotz seiner exponierten Lage auch vor '89 noch im "Westen". Damals wie heute erreichte man den Priwall mit einer Fähre ab Travemünde.


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    Karl-Heinrich erzählt uns Geschichten, wie er früher nur sehr vorsichtig in der Nähe des Südostufers gefischt hat, immer auf der Hut vor DDR-Grenzern. Die Trave war noch westdeutsch, das Südostufer war aber schon DDR Gebiet. Die Jugendlichen können es kaum glauben, daß dort ein völlig anderer Staat war, dessen Land man nicht ohne weiteres betreten durfte.


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    Nach anderthalb Stunden kommen wir an Travemünde vorbei und geben schon einmal eine Essensbestellung bei der Fischkombüse auf, die Karl-Heinrich vorher schon mit frischem Dorsch beliefert hat .


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    Vorher machen wir aber noch einen kleinen Törn in der Lübecker Bucht !


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    Auf See kommt es halt vor, daß ein Objektiv ein paar Salzwasserspritzer abbekommt. Die Jugendlichen aus Bayern haben sich bei diesem freundlichen Wetter durchaus als "seefest" erwiesen !


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    Nach dem kleinen Ausflug auf die offene See geht es zurück nach Travemünde und anschließend direkt zum Essen.


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    Vom üppigen Dorschessen gestärkt, machen wir uns auf die Rückfahrt vorbei am Fischerei und Yachthafen. Ganz links im Bild sind die großen Fähren nach Skandinavien und ins Baltikum noch zu sehen.


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    Am späten Nachmittag erreichen wir wieder Gothmund.


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    Die Jugendlichen sind inzwischen ganz ruhig geworden und wohl ein wenig erschöpft von der frischen Seeluft und den vielen neuen Eindrücken. Ich bin erfüllt von den tollen Geschichten von Fischer Karl Heinrich und seinen Erlebnissen auf der Trave.
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Die Deutschlandreise - Erstellt von: Plüschus Original-Beitrag anzeigen