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Eusebius
22.11.2011, 22:40
Meine Musikanlage in Kürze:

2 mal Geithain RL 901k
2 aktive Subwoofer Basis 14k
CD-Laufwerk von B.M.C.
DAC von B.M.C.

XLR-Kabel von Vovox
Stands von Dirk Liedtke

Seit dem jüngsten Besuch von Markus Nachtigal (Geithain Einmessdienst für Privatkunden) stehen die Subs nicht mehr neben ihren jeweiligen Haupt-LS, sondern übereinander auf der rechten Seite.
Klingt deutlich besser.
Im Vergleich zu M. Nachtigals erstem Besuch vor zwei Jahren ist der Hörraum dank weiterer Akustikmaßnahmen noch trockener geworden. Im Bereich von 200 bis 4000 Hertz liegt die Nachhallzeit jetzt im Mittel bei nur noch 186 Millisekunden (vorher: 251). Im Bass ist die Wirkung meiner Maßnahmen noch deutlicher zu spüren. 50 Hertz klingen jetzt schon nach 350 Millisekunden ab (vorher: 550)
Für einen Hörraum von gut 100 Kubikmetern ist das extrem niedrig. Aber ich mag es so.
So sieht es bei mir aus:

Franz
22.11.2011, 23:50
Ein optischer Hingucker, der Wirkung hinterläßt. Toll, Rainer. Und das es bei dir wunderbar tönt, davon konnte ich mich bei dir schon überzeugen. Um deinen Raum, so wie du ihn gestaltet hast, beneide ich dich ehrlich.

Gruß
Franz

Sir Tom
22.11.2011, 23:55
Was mich nur wundert, dass es jetzt NOCH besser klingen soll... Kann man himmlisch steigern? Offensichtlich, ja.

Plüschus
23.11.2011, 11:34
Hallo Rainer

Dein Hörraum sieht wirklich toll aus ! Das es bei Dir wunderbar klingt glaube ich ungehört .

Gruß Thomas

wattwuermchen
23.11.2011, 12:30
Moin Moin

Rainer,das gefällt mir ausgesprochen gut:D

Andreas
23.11.2011, 21:38
Hi Rainer, ist das jetzt auch wirklich der aktuelle Stand ? Standen die beiden Subs nicht erst links nebeneinander ?

claus B
23.11.2011, 21:44
Hi Andreas,

hat der Rainer nach "Nachtigals" Besuch geändert.Ich hoffe er wird hier berichten!

Gruß

Claus

Eusebius
23.11.2011, 22:13
Ja, der Markus Nachtigal hat bei mir gemessen. Dabei kam heraus, dass der linke Sub ziemlich ins Leere pustete. War schlicht eine Frage der Raumgeometrie und der daraus resultierenden Bassverteilung. Die Messungen ergaben, dass auch der zweite Sub nach rechts rücken musste, um richtig zur Geltung zu kommen. Zuerst hatte ich beide Basis 14k nebeneinander stehen - nun aber doch übereinander.
Der Vorteil ist, dass ich nun besser an Fenster und Jalousien komme.

Sam
24.11.2011, 00:22
Tja Rainer was soll man sagen für den LS-Freund ein echtes Nirvana was Du Dir da aufgebaut hast . Ich kenne es ja nur ohne sub bei Dir und dies hat mir sehr gut gefallen bin gespannt wie es jetzt tönt...

claus B
24.11.2011, 00:28
Hallo Sam,

kannst Du Dein Avantar Bild mal gegen eine Angel austauschen! Ich wäre Dir sehr dankbar,denn ich kann mich nicht konzentrieren!

Gruß

Claus

Franz
24.11.2011, 00:33
Du fischst doch eh im Trüben, Claus, was willst du dann mit ner Angel. Kauf die lieber ein Fernrohr.;)

Gruß
Franz

wattwuermchen
24.11.2011, 00:58
Bei Claus Motor ist eh der Propeller kaputt :cool:

DARKSTAR
24.11.2011, 09:11
Hi Rainer.....

bringt denn der 2.Sub im huckepack überhaupt noch eine verbesserung der Bassperformence ?

gruß
klaus

Eusebius
24.11.2011, 10:11
Ja, das tut er.
Die Abstrahlfläche ist verdoppelt, der Hub jedes Subs bei gleicher Lautstärke reduziert.

Eusebius
25.11.2011, 16:32
Hier noch einige Detail-Ansichten:

Die Beschwerung des Laufwerks hat schon genug Kommentare geerntet. Ihr dürft sie trotzdem nochmal sehen. ;)

Das Kissen in der CD-Wand neben der rechten Box killt frühe Reflexionen. Dafür habe ich einfach rechteckige Aussparungen in die Billy-Bretter gesägt und das Kissen reingeklemmt.
So kann ich es mit einem Griff herausnehmen, wenn ich die CDs dahinter erreichen möchte.
Denselben akustischen Effekt hat die kuschlige Verkleidung am vorspringende Kamin.
Trotz der Nähe der rechten Wand gibt es von dort keinerlei störende Reflexionen.

Die Rückansicht der 901k zeigt die dunklen Öffnungen für die Bassniere.
An der Laufwerk-Wandler-Kombi von B.M.C. sind die 4 grünen BNC-Strippen der "Superlink"-Verbindung sichtbar.

Die beiden Basis 14k-Subwoofer ruhen auf der 12 mm starken Bodenplatte eines Stands von Dirk Liedtke. Zur Entkoppelung dienen zwei 30 mm starke schwarze "Fallschutzplatten", wie man sie von Kinderspielplätzen her kennt. Praktischerweise sind diese Platten genauso breit wie die Boxen - sie mussten nur an der Rückseite etwas gekürzt werden.
Die Spike-Erhöhungen sind 90 mm lange Metall-Möbelfüße aus dem Baumarkt. Sie haben "Seelen" aus 8-mm-Gewindestäben, die Platte, Rohr und Kegelspike fest miteinander verspannen.

Die grauen Lochkästen (insgesamt 11 Stück im Hörraum) kennen einige von Claus Bücher. Sie dienen als Mittelton-Absorber.

Roli
25.11.2011, 17:21
Hallo Rainer,

Beeindruckendes Power-Paket!

Man kann den Sound fast "riechen"! Toll!

Herzliche Gruesse
Roland

Eusebius
12.12.2011, 21:07
Weil auf der Forengründungsfeier die Frage aufkam: Ja es sind rund 5000 CDs, die da im Laufe eines guten Vierteljahrhunderts zusammengekommen sind.
Aufbewahrt sind sie in Billy-Regalen (mit Zusatzböden) von Ikea.
Sortierung nach Komponistennahmen und Musikgattung (Sinfonik, Kammermusik, Klaviermusik etc). Bisher habe ich noch immer gefunden, was ich suchte.

Dieser beträchtliche Bestand an Silberlingen ist mit einer der Gründe, warum ich den ganzen Computerkram noch nicht mitmache. Ich müsste Jahre an wunderbarer Hörzeit vergeuden, nur um diesen Bestand zu rippen.

Das kleinere Regal gegenüber beherbergt im Wesentlichen SACDs (von denen ich nur noch die CD-Spur höre) und - wild herumliegend - die aktuell gespielten Scheiben.
Langsam wird es da unübersichtlich. Ich müsste mal wieder einsortieren.

claus B
12.12.2011, 21:25
Hallo Rainer,


warum ich den ganzen Computerkram noch nicht mitmache.

Das wollte ich nicht hier lesen!!!!:blue::blue::blue:

Aber ein wenig habe ich Dich schon an der Angel...,wenn ich das lese "noch",habe ich eine kleine Hoffnung!

Lieben Gruß

Claus

Eusebius
12.12.2011, 21:32
Irgendwann kommt sowas auch bei mir, Claus. Da bin ich mir ziemlich sicher.
Spätestens dann, wenn ich ins Altersheim gehe und meine Musik-Sammlung auf der Festplatte unterm Arm mitnehme.

Dann kann Sam mir noch einen ordentlichen Kopfhörer empfehlen, und fertig ist das geriatrische Downgrading.
Dann müssen nur noch die Ohren mitmachen....

claus B
12.12.2011, 21:54
Hallo Rainer,


wenn ich ins Altersheim gehe

gehe ich mit Dir.......

Gruß

Claus:biggrin-new:

Stefan
13.12.2011, 13:44
Hallo Rainer,


Beeindruckende Sammlung die du da aufgebaut hast ! Und alles optisch sehr nett verstaut. Bei mir wirds in recht naher Zukunft auch mal Zeit für Wandregale, sonst wirds zu unübersichtlich.

Wie ich sehe betreibst du die Geithains über die interne Vorstufe des Wandlers. Läuft das bei dir besser als über ne externe Vorstufe ?


Was die Streaming Geschichten angeht so sehe ich da im Moment bei mir auch noch keinen wirklichen Drang dazu.....


Viele Grüße,
Stefan

Eusebius
13.12.2011, 15:02
Hallo Stefan!

Ich finde es sehr praktisch, mit dem BMC-Wandler die Geithains direkt betreiben zu können.
Das hält auch die Signalwege kurz.

Den Drang nach einer externen Vorstufe habe ich nie verspürt. Ich habe auch Zweifel, ob sich der beträchtliche Mehrpreis klanglich lohnen würde.
Die Lautstärkeregelung (auch per FB) des BMC ist sehr komfortabel und feinfühlig.
Sie hat auch eine vernünftige Spreizung im Gegensatz zu manch anderem Gerät, das schon in Stellung 9 Uhr nahezu voll aufgedreht ist. Bin also sehr zufrieden.

Man muss halt das nackte Drehrad des DAC markieren, damit man jederzeit die Stellung ablesen kann.
Das habe ich mit einem schwarzen "Konfetti-Stück" gemacht.

Eusebius
15.12.2011, 19:32
Bei Claus`Forumsfest ergab sich eine Diskussion über Nachhallzeiten.

Deshalb hier noch einmal die alte Messung meines Hörraums von 2009 und die aktuelle vom Oktober 2011.
Wie man sieht, sind die ohnehin schon sehr niedrigen Werte durch weitere Bedämpfungsmaßnahmen noch gleichmäßiger und vor allem im Bass niedriger geworden.

MEG macht das immer mit der T-15-Messung. Laut Herrn Nachtigal sind die Ergebnisse im Wesentlichen mit der T-30-Messung vergleichbar.
Im anderen Forum gab es darüber schon eine längliche Diskussion. Ich denke, wir müssen die hier nicht wieder aufwärmen.

Mittlerweile liege ich mit meinen 186 Millisekunden im Bereich zwischen 200 und 4000 Hertz bereits geringfügig unter der Empfehlung für vergleichbar große Profi-Studios (100 Kubikmeter).
Trotzdem empfinde ich es nicht als zu trocken. Ich mag es so.

Franz
15.12.2011, 19:41
Hallo Rainer,

ich persönlich mag solche Räume. Bei mir verhält es sich recht ähnlich, der Raum wirkt am Hörplatz wie ausgeblendet. Das kommt dem Gefühl des Dabeiseins sehr entgegen.

Gruß
Franz

Andreas
15.12.2011, 19:56
Hallo Rainer,

sehr schön, das paßt :eagerness:

Eusebius
16.12.2011, 11:36
Einige Stationen meines Hifi-Werdegangs in ausgewählten Bildern.
(Begonnen hat es in den siebziger Jahren. Davon habe ich aber kein Bilder)

1984: Mein erster CD-Player hieß Hitachi DA 1000 (der mit der "Käse-Ecke"). Verstärker von Kenwood, Thorens-Dreher mit SME-Tonarm.
Nicht im Bild: Lautsprecher Axiom 1000 von Wolfgang Seikritt

Eusebius
16.12.2011, 11:38
1986: Lautsprecherboxen Revox Symbol B (Mit Passiv-Membran unter dem Tieftöner. Das waren schöne Teile.)

Eusebius
16.12.2011, 11:41
1991: T+A TMR 160 (Bumbumm macht der Bass), Sony 338 (?) CDP, Luxman L 525, AKG K 1000, Onkyo Tapedeck

Eusebius
16.12.2011, 11:45
1993: neue T+A 160er (das andere Extrem: wo war nur der Bass geblieben? Sie klang genauso schlank wie sie aussah.) T+A Verstärker TA 2000 (?)

Eusebius
16.12.2011, 11:48
1998: Isophon Vertigo, Marantz CD 14, Accuphase 406 V (Habe lange gebraucht um zu merken, dass der Accuphase die Vertigo nicht richtig stemmen konnte.)

Eusebius
16.12.2011, 12:02
2004: Jahr der Geschmacksverirrungen: verunstaltete Isophon Vertigo (jetzt zur Gold Signature-Version aufgerüstet) 2x Nubert AW 1000, Vincent SV 238 (kam schon besser mit der Vertigo klar)
plus Vincent SP 993 für Bi-Amping.
(Foto ist nur Scan vom Scan. Ist wohl auch besser so. Genauer muss man die Katastrophe wirklich nicht sehen.)

Eusebius
16.12.2011, 12:31
2007: Vertigo GS plus 2 x Nubert AW 1500, Marantz SA 11 S 1 (später S2) ASR Emitter II Exclusive AKKU (der beste Amp, den ich je hatte. Endlich Power genug für die Vertigo)

Franz
16.12.2011, 12:32
Das klang seinerzeit schon richtig gut, Rainer.:victorious:

Gruß
Franz

Eusebius
16.12.2011, 12:35
2009: Vorstoß zum Wesentlichen: MEG RL 901k, Marantz SA 11 S2, Cambridge Vorstufe. Es folgte dann auch noch eine Primare Vorstufe, bis ich endlich bei BMC gelandet bin.

claus B
16.12.2011, 13:01
Hallo,

aber bald hast Du ja den alten Claus kennengelernt!:victorious:

Und bald geht es aufwärts mit dem Klangfrechfrechfrechfrech

Gruß

Claus

Eusebius
16.12.2011, 14:02
...ja, ja... den alten Verführer.
Bist schon ziemlich raffiniert....

Eusebius
16.12.2011, 20:00
2011: Stand von heute. Rack und Bassturm minimal modifiziert. Ich bin`s zufrieden.

Eusebius
20.12.2011, 14:57
Hier ein Schrieb, der zeigt, wie ich den Frequenzgang meiner MEG RL 901k an meine Hör-Präferenzen anpassen kann.

Der Graph zeigt die Wirkung zweier Höhenfilter:
1) Der starke Abfall aller drei Kurven zum Ende hin rührt vom Höhenfilter der 901k, der hier zurückgenommen war. Mittlerweile habe ich den wieder angehoben.
Dieser Abfall der obersten Höhen ist also nicht mehr vorhanden.

2) Die dreifach gespreizte Kurve zeigt den Regelbereich eines weiteren Filters ab 2 Kilohertz in der jeweiligen Extremstellung (ca +3 bis -4 dB) und dazwischen die von mir gewählte Kurve.
Dieser breitbandige leichte Höhenabfall entsprechend der mittleren Kurve gefällt mir besser als die lineare Werkseinstellung .

(Der Schrieb entstand übrigens vor der Neuplatzierung beider Subwoofer. Danach wurde der FG im Bass gleichmäßiger.)

Eusebius
09.01.2012, 15:53
Die idealen Nachhallzeiten (vgl. mein Beitrag Nr. 23) fordern natürlich ihren Tribut.

Da ich nur mit Diffusoren und porösen Absorbern arbeite, müssen letztere beträchtliche Ausmaße annehmen, wenn sie auch im Bass wirken sollen.
Den fettesten habe ich hier mal dokumentiert: Ein Kissenklotz aus mehreren gefalteten Gästematratzen, der sich hinter dem Hörplatz 2 Meter weit in den Raum schiebt.
Breite zwischen 70 cm und 1,50 m. Die Höhe variiert zwischen 70 cm und 1,30 m.

Schön ist das nicht, aber immerhin kann der vordere Teil, wie man sieht, auch als Ablagetisch dienen.
Außerdem: Wenn ich sitze und höre, sehe ich das Monstrum eh nicht.
Das ist der Vorteil eines eigenen Hörraums, in dem man schalten und walten kann (fast) wie man will.

Andreas
10.01.2012, 00:06
Hi Rainer,

super, nur viel hilft viel ;-). Hast Du selber mal versucht die Messungen per Notebook / Messmikro / Shareware nachzuvollziehen ? Ich vermute auf dem 50Hz Buckel ist die Mode, die am längsten nachschwingt ? Dein Raum hat ja wirklich erheblich zwischen den zwei Messungen zugelegt. Selber mache ich gerade erste Messungen bei mir, bevor Hr. Nachtigal Anfang Q2 ggf. wieder auf Tour geht und hoffentlich dann auch zu mir kommt. Bin schon echt gespannt, ob dann in etwa das Gleiche rauskommt.

Eusebius
10.01.2012, 00:16
Hallo Andreas!
Nein, selber gemessen habe ich nicht. Habe auch keinerlei Ausrüstung.
(Eben habe ich "Carmen" gehört. Klingt schon klasse.....)

Andreas
10.01.2012, 11:01
Alles klar Rainer, ist auch nicht wirklich wichtig, man könnte nur noch mehr sehen, wie Wasserfall, etc., und ja, es klingt bestimmt erste Sahne, so wie es vom Fachmann eingemessen wurde ;)

Andreas
11.01.2012, 17:43
Hallo Rainer,

noch mal kurz eine Frage. Die "Höhen"-Kurve, der drei, für die Du dich entschieden hast, hast Du diese auf Grund der Konstellation deiner Anlage gewählt, hast Du also alle drei Kurven gehört, als Hr. Nachtigal bei Dir war, die Entscheidung im Zusammenspiel mit dem Klang deiner aktuellen Anlage genommen, oder war Dir die Richtung schon länger bekannt, von einer älteren Anlage vielleicht, oder einer Vorgabe, daß Du in diese Richtung gehen wolltest ?

Eusebius
11.01.2012, 18:26
Hallo Andreas!

Ich habe diesen Regler zufällig entdeckt, als ich mich beim "Spielen" mit den Ortsanpassungsfiltern der MEG 901k schlicht vertan habe.
Erst war ich erschrocken. Dann merkte ich: Hoppla! Das ist ja klanglich gar nicht schlecht.
Nächster Schritt: mit Testtönen die Wirkung "erhört" und dann nach Geschmack eine Einstellung gewählt.
Das ist die mittlere Kurve auf dem Schrieb. Die beiden anderen geben die Wirkungsbandbreite des Reglers an.
Herr Nachtigal sollte meinen gehörmäßigen Eindruck nur messtechnisch überprüfen. Die Messung zeigt, dass ich die Wirkungsweise des Reglers genau richtig eingeschätzt hatte.

Die so einstellbare breitbandige Höhenreduktion gefällt mir klanglich einfach besser.
Ich habe ja schon früher ähnliche Erfahrungen mit dem ATM-Modul von Nubert gewonnen, das den kompletten FG zu den Höhen hin wie eine schiefe Ebene neigt.

(Hier ist die Wirkungsweise beschrieben. Letzt Graphik auf der Seite unten: http://www.nubert.de/index.php?id=111&PHPSESSID=3f6889253068e5eef082676be39f3ebc )

Solche und ähnliche Zielkurven werden häufig gewählt, weil sie für viele Hörer angenehmer klingen. Die üblichen Höhenregler (hat auch die 901k) setzen für meinen Geschmack zu hoch an.
Ein möglichst linearer FG stellt für mich kein Ideal mehr da.

Das auch von Nubert genannte Argument leuchtet mir ein:

"Die leichte Neigung der Frequenzgangkurve mit sanfteren Höhen entspricht den Gegebenheiten in vielen Konzertsälen, wo Hör-Entfernungen bis über 20 Meter üblich sind (was einer Dämpfung der Höhen von z. B. 4 dB entspricht)."

Andreas
11.01.2012, 21:31
Alles klar Rainer.

Ich fragte nur, da ich gerade den Fehlerteufel in meinem Setup habe. Irgendwie ist der Klang bei meiner großen Vorstufe recht hart mit der aktuellen Firmware und ich fragte mich schon, ob ich ggf. auch mal den Hochtöner absenken soll (oder gar einen Hardwarefehler habe), so gut es halt geht. Dann habe ich aber gestern noch aus Frust mal eine alte Backup Vorstufe rangehängt und die Sonne ging auf, bloß die Höhen so linear lassen dachte ich.....göttlich genau so ist es gut.... Da war wieder diese Flüssigkeit im Klang, die ich so liebe, trotz vieler, vieler Details. Von daher dachte ich schon, daß deine Vorstufe / Wandler ggf. eher detailbetont spielt und Du es deshalb ggf. etwas weicher bevorzugst....scheint davon aber unabhängig zu sein ;)

Eusebius
11.01.2012, 23:25
Ist einfach nur persönliche Vorliebe. :)

Eusebius
13.01.2012, 14:52
Noch ein Gedanke zum Thema "abfallender FG klingt angenehmer".

Manche Hörer erreichen dies (bisweilen sogar unbewusst) auf indirektem Wege, indem sie die LS wenig oder gar nicht auf den Hörplatz ausrichten.
Eine parallele Abstrahlung führt ja dazu, dass man außerhalb der Achse hört. Dort fällt dann der FG je nach Abstrahlverhalten und Bündelungsmaß zu den Höhen hin mehr oder weniger stark ab.

Das könnte z.B, auch bei Franz der Fall sein. Aus seinen Forenberichten entnehme ich: Mit Audiovolver standen die Boxen zum Hörplatz hin eingedreht und er hatte sich eine leicht abfallende Zielkurve eingestellt.
Ohne Audiovolver stehen seine Boxen nun parallel. Der Auswirkung auf den Frequenzgang am Hörplatz dürfte in dieselbe Richtung gehen.

Franz
13.01.2012, 15:46
Hallo Rainer,


Das könnte z.B, auch bei Franz der Fall sein. Aus seinen Forenberichten entnehme ich: Mit Audiovolver standen die Boxen zum Hörplatz hin eingedreht und er hatte sich eine leicht abfallende Zielkurve eingestellt.

Das ist richtig.


Ohne Audiovolver stehen seine Boxen nun parallel. Der Auswirkung auf den Frequenzgang am Hörplatz dürfte in dieselbe Richtung gehen.

Möglich wär`s, habe das aber noch nicht überprüft, also seitdem nichts mehr gemessen. Eine interessante Feststellung - natürlich wieder rein subjektiv empfunden - ist auch, daß ich nun mit dem neuen set up, vor allem durch die Ent- und Ankopplung der Lautsprecher an die Basen - das Gefühl habe, daß der Frequenzgang am Hörplatz nun ein anderer ist als damals mit dem audiovolver gemessen. Jedenfalls ist da ein Mehr an Fülle im Grundton und Bassbereich, ebenso wirkt es viel druckvoller als früher. Mit Messungen dazu kann ich nicht dienen, aber viele Besucher empfinden das ganz genau so, vor allem die, die mein set up mit / ohne audiovolver gehört haben. Habe auch andere NF-Kabel mittlerweile dran - es sind Tessendorf-Silber-Replikate - die, man möchte es nicht glauben, besonders im Grundton und Bass diesen Eindruck verstärken. Ich weiß, alles Voodoo, aber der Eindruck ist sicher da und wird auch von eben jenen Leuten geteilt, die meine Anlage kennen.

Gruß
Franz

Eusebius
13.01.2012, 16:08
Danke für deine Erläuterungen, Franz!
Auch wenn ich jetzt mal wieder bei mir habe messen lassen.... letztlich entscheidend ist, was gefällt.

Franz
13.01.2012, 16:15
Ich bin ja keineswegs grundsätzlich gegen Messungen irgendwelcher Art, habe dies selbst mehrfach durchführen lassen. Die Relevanz auf den Höreindruck, bzw. die Korrelation dazu, die genaue Zuordnung, ist schon schwieriger.


letztlich entscheidend ist, was gefällt.

Absolut, denn was nützt mir der schönste Messchrieb, wenn ich die Musik nicht in meinem Sinne genießen kann.

Gruß
Franz

Bruce
13.01.2012, 16:34
Die Relevanz auf den Höreindruck, bzw. die Korrelation dazu, die genaue Zuordnung, ist schon schwieriger.


Ja, für den, der da wenig Erfahrung hat, ist das ziemlich schwierig.

RillenZebra
13.01.2012, 17:06
Hallo, Tach

In meinem Hörraum ist seinerzeit nur anlässlich der Aufstellung des Map1 gemessen worden. Ich meine das war damals inklusive ... und da wollte ich das natürlich auch nutzen. Mein Raum ist ungefähr 9m x 4,5 x 2,5. In der Rückschau war das überflüssig. Auch deswegen, weil ich seitdem dreimal im Raum die Positionen der Lautsprecher gewechselt habe, weil in der Zwischenzeit der Hörraum umgestellt worden ist, mehrere schallschluckende Absorber hinzugefügt worden sind deren Positionen auch gewechselt haben, mein Sitzplatz sich zur Position der Lautsprecher änderte, Geräte ausgewechselt worden sind .... sich die Situation rund um die Anlage dauernd irgendwie verändert. Irgendwo in den Foren war schon zu lesen, das sich die Informationen und Werte bezüglich der Chassis beim messen schon ändern, stellt man das Micro nur ein paar Zentimeter an einer geänderten Position auf. Oder lässt eine Tür offen anstatt geschlossen. Da müsste ich ja bloß ein Bild durchs Zimmer tragen um die komplette Situation der Messung auf den Kopf zu stellen. Im Sweet Spot sitze ich auch selten, bzw nur dann wenn ich TV schaue oder einnicke. Das Regal mit den Schallplatten war zur Zeit der Messung noch nicht vorhanden. An den Wänden standen weniger Regale. Irgendwann bemerkte ich auch ohne zu messen, was mir wann und wo und wie in der Abbildung des Klanges besser gefällt. Ab und zu kann es auch mal eine klangliche Veränderung geben die suggeriert es sei besser, es aber nicht unbedingt ist. Auch die Annahme eine befürchteten Verschlechterung kann sich als falsch herausstellen. Alles in allem sind die Ohren sicher das am besten geeignete Instrument um zu einem stimmigen Ergebnis zu kommen. Ich vermute, auch der Mensch hinter der Technik, der die Hardware zur Messung bedient und seine Interpretation der Ergebnisse, hat großen Einfluss darauf ob es stimmt oder eben nicht. Die Werte und Zahlen sind eine Sache, sich dennoch auf die Ohren zu verlassen sicher auch richtig.
Die vielen Zeilen in den Foren, geschrieben um die richtigen Mess-Werte zu bezeugen, zeigen in vielen Fällen unter Zuhilfenahme auf Musikstücke als Alibi und Mittel zum Zweck, auf eine Welt jenseits der Musik. Ohne nüchterne Berücksichtigung der physikalischen Tatsachen kommt man allerdings sicher auch nur zu einem Ergebnis das sich vielleicht im Moment der Beobachtung als hervorragend darstellt, in Wirklichkeit jedoch nur eine Fata Morgana ist.

Eusebius
15.01.2012, 12:59
Ergänzung zu meinem Beitrag Nr. 44.

Selber berechnen kann man die Höhen-Dämpfung der Luft auf dieser Homepage:

http://www.sengpielaudio.com/Rechner-luft.htm

Wie man sieht, spielt auch die Luftfeuchtigkeit eine Rolle.
Je trockener, desto stärker die Dämpfung.

Eusebius
10.03.2012, 19:46
Wie an anderer Stelle schon zu lesen war, hat mich die Vorführung der La Rosita Alpha in meinem Hörraum ziemlich beeindruckt.
Wie sagte daraufhin Chris so richtig: Es gibt nichts Gutes - außer man tut es.

Der alte Verweigerer Eusebius gibt sich also geschlagen und wechselt auf "Computerkram".
Die Mac-Peripherie ist bestellt oder trudelt schon ein. Zwei WesternDigital-Festplatten à 2 TB sind bereits da.
Das Wichtigste jedoch: Nach einem letzten Quervergleich in der La-Rosita-Familie habe ich bei Claus kurzentschlossen eine La Rosita Omega Connect bestellt. :love_heart:
Wat mut, dat mut....

So komme ich auf meine alten Tage doch noch schneller ans Rippen, als ich gedacht habe.
Demnächst mehr dazu in diesem Theater.

fledermausohr007
10.03.2012, 19:54
Hallo Rainer!

Dann mal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung sowie viel Spass und maximale Ergebnisse beim Aufbau, Einrichten, Rippen und Hören. ;)

Freu mich auf Deine weiteren Infos zum Thema.

Besten Gruß!
Daniel

claus B
10.03.2012, 20:42
Hallo Rainer,


La Rosita Omega Connect]

es war ja alles am Samstag weder von mir noch von Dir, nicht so geplant!

Ich freue mich natürlich das Du mir einen Auftrag gibst,viel wichtiger ist mir Dein Urteil.

Was habe ich mir alles im Netz zu diesen Produkt anhören dürfen,gebastel aus der Provence war der Höhepunkt des ganzen.

Was ist in der Zwischenzeit alles dagegen gelaufen,garnicht von Vertrieben ,sondern von Besitzern solcher Geräte!

Da war alles bekannte dabei,auch mit sogenannnten hochauflösenden Formaten.

Keiner der Besitzer dieser Geräte, konnten sich im Vergleich zu La Rosita dieser anderen Musikalität entziehen!

Oder die Connect Variante von Wochenende,Aufpreis 700 Euronen oder in Deinen Fall 1100,welche Vorstufe für viel mehr

Geld soll ich dagegen überhaupt noch antreten lasssen,das dies einen Sinn ergibt.



Damit will ich ausdrücken,das die Produkte und vor allen der Mensch der hinter diesen steht etwas ganz besonderes sind.

Das war ja im Oktober für die Besucher die bei mir waren,die Dan kennenlernten das Fazit über ihn!

Jetzt sind wir seit dem, vier Plugins weiter und das ganze ist noch viel weiter gekommen,auch wenn ich geglaubt habe,das mehr einfach klanglich nicht mehr geht!

Und wenn ich den Einstieg ins Wandler Programm von La Rosita"Die Zeta" nehme,denn die liegt mir sehr am Herzen,wäre es Dir damit vom Erlebten am Montag genauso ergangen!

War für mich in Taunusstein so,deshalb habe ich zur Zeit überhaupt kein CD-Player mehr,muss ich aber etwas ändern,das ist für manchen Besucher dann doch zu radikal.

Lieben Gruß

Claus

Franz
10.03.2012, 22:58
Hallo Rainer,

Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Jetzt fängt die Arbeit erst an, aber am Ende wirst du belohnt werden.

Gruß
Franz

Eusebius
10.03.2012, 23:59
Hallo Franz!

Thomas hat mir bei seinem Besuch gezeigt, dass die technischen Hürden doch nicht so groß sind, wie ich befürchtet habe.
Es war einfach mal wichtig, dass mir jemand ZU HAUSE gezeigt hat, wie es geht.
Dafür möchte ich Thomas noch einmal ausdrücklich danken!

Und was Claus betrifft: Er ist wirklich ein alter Fuchs, der weiß, was er tut!
Mit La Rosita hat er etwas ganz Außergewöhnliches aufgetan.
Manche brauchen halt etwas länger, um das zu sehen (und zu hören).
Die Bereitschaft, sich auf etwas ganz anderes einzulassen und vermeintlich eherne Grundsätze aufzugeben, muss man auch erst einmal aufbringen können.

Jetzt sehe ich dem neuen Zeitalter mit großer Vorfreude entgegen.

Franz
11.03.2012, 00:13
Hallo Rainer,


Die Bereitschaft, sich auf etwas ganz anderes einzulassen, muss auch erst einmal zugelassen werden.

Aber sicher. Ich habe auch eine Zeit lang dafür gebraucht.


Es war einfach mal wichtig, dass mir jemand ZU HAUSE gezeigt hat, wie es geht.

Verstehe ich sehr gut. Ging mir nicht anders. Zum Glück habe ich in meinem Sohn jemand hier, der davon was versteht. Gelegentlich hilft er mir, wenn mal kleine Problemschen auftreten. Ich arbeite ja mit WLAn, also mit einem Router, da kommt es gelegentlich vor, daß da softwareseitig etwas hakt. Aber der hat das prima im Griff. Und ich selbst habe auch einiges an Sicherheit im Umgang damit gewonnen. Mit der zeit bekommt man das alles recht gut in den Griff.


Mit La Rosita hat er etwas ganz Außergewöhnliches aufgetan.

In der Tat sehr interessante Geräte, hab mich von der Qualität selbst überzeugen können. Daß ich bei Linn schließlich gelandet bin, hat den Grund, weil ich flac abspielen möchte und hochauflösendes Material, zudem hab ich da in Gert, der mir den Linn modifiziert hat, einen direkten Ansprechpartner, der support geben kann. Das hat mir Sicherheit vermittelt.


Jetzt sehe ich dem neuen Zeitalter mit großer Vorfreude entgegen.

Zurecht. Du wirst deine CDs ganz neu erleben, das sage ich dir schon mal voraus.

Gruß
Franz

Reijo1951
11.03.2012, 09:47
Hallo Franz!

Thomas hat mir bei seinem Besuch gezeigt, dass die technischen Hürden doch nicht so groß sind, wie ich befürchtet habe.
Es war einfach mal wichtig, dass mir jemand ZU HAUSE gezeigt hat, wie es geht.
Dafür möchte ich Thomas noch einmal ausdrücklich danken!

Und was Claus betrifft: Er ist wirklich ein alter Fuchs, der weiß, was er tut!
Mit La Rosita hat er etwas ganz Außergewöhnliches aufgetan.
Manche brauchen halt etwas länger, um das zu sehen (und zu hören).
Die Bereitschaft, sich auf etwas ganz anderes einzulassen und vermeintlich eherne Grundsätze aufzugeben, muss man auch erst einmal aufbringen können.

Jetzt sehe ich dem neuen Zeitalter mit großer Vorfreude entgegen.
hallo,

ich habe auch vor 2 Jahren mit Airport Express angefangen.
Seit Sommer 2011 wurde es mit der ROSI Beta New etwas "HI-END" iger.

Hatte bis dahin alles in MP3 / 320kbit aufgenommen.
In der Hauptsache für den IPOD Touch und Classic.

Nun hatte ich ja mit Rosi, auch neue Ansprüche.

Nach langem GOOGL' n,
fand ich folgende Tools.

1. XLD ( zum Rippen )

2. DiscRotate ( zum reduzieren der Laufwerk-Geschwindigkeit )

3. CoverScout 3 ( zum auffinden von Cover's )

4. TEAC DV-W522GMA "EIDE" ( zum Auslesen der CD's )
hatte vorher das neue von LG "SATA", welches aber Probleme mit überlangen CD's hatte.

Ich habe alles in AIFF und LOSSLESS aufgenommen.
CoverScout findet nur Cover's , wenn der Ordner mit LOSSLESS Format erstellt wurde.

Cover's die nicht gefunden werden, mache ich mit einem Scanner.

Neue Aufgabe ist seit letzter Woche, die Umwandlung der AIFF Dateien in das neue "Mastering von ITUNES" Format.

Habe schon einen Test gemacht, ist aber eine Menge Arbeit.

Die Datei ist auch nur noch 256kbit, statt über 1400kbit.

Man könnte bei Claus mal eine Hörsesson durchziehen, ob sich der Aufwand lohnt. ( ausser einer Menge Speicherplatz ).

Ich persönlich, habe zu AIFF keinen Unterschied festgestellt. gehört mit ---- IPOD Touch , Kopfhörer von RealSound, Dac von Fostex HP-P1 ----.

Das Mastering , könnte ja besser sein???????????

viel Spass

gruß

Reiner

MrFloyd
11.03.2012, 15:35
Hallo Rainer,
na den mal viel Spaß damit und ein besonderes Hörvergnügen mit der La Rosita. Leider hat sich das Streamen bei mir nicht durchgesetzt. Das hat aber nichts mit der Klangqualität zu tun, es liegt einfach an dem ganzen drumherrum was zum Streamen dazugehört wie, Rippen, Kopien, Sicherheitskopien und und und.

Also viel Spass Rainer und lass es uns wissen wie es Dir ergeht.

Gruß
Ralf

Rook
13.03.2012, 14:23
Hallo Rainer,
ganz grossartig finde ich die "Beschwerungsbatterie" auf dem BMC!
Sind das Türstopper?

Gruß,
Rüdiger

Eusebius
13.03.2012, 15:06
Ja,ja...
Die letzten Relikte aus "Tuning"-Zeiten. :)

Rook
13.03.2012, 16:59
Hatte ich auch mal,- deshalb sind Sie mir gleich aufgefallen;)

Eusebius
23.07.2012, 12:40
Der letzte und auf Dauerhaftigkeit angelegt Stand meiner Anlage:

Geithain RL 901k plus 2 Basis 14k Subwoofer
La Rosita Omega Connect auf ehemaligem Sub-Ständer.
Alle Ständer von Dirk Liedtke.

Am CD-Regal in Kopfhöhe Fritz!Box 7390 - jeweils knapp 4 m von der Omega und dem MacMini entfernt.
iPad2 als Komfort-FB der Musikanlage.

Arbeitsplatz hinter dem Hörplatz mit:

MacMini plus externem CD-Laufwerk zum Rippen auf dem Regalbrett in der Mitte.
Mac-Tastatur mit Maus.
Hinter dem MacMini zu sehen der Adapter, mit dem ich meinen alten Medion-Bildschirm an den Mac angeschlossen habe.
Links unter dem Fenster in dem kleinen "Carport" die drei externen Festplatten WD Elements zu je 2TB.
Zwei davon für die Musik bzw das Musik-Backup.
Die dritte speichert das Backup für die interne Festplatte des Mac.

Synchronisation der Musikfestplatten über das von Markus empfohlene "Synkron"-Programm, das kostenlos aus dem Web heruntergeladen werden kann.
(Funktioniert ausgezeichnet!)
Automatische Backups der Mac-Festplatte über die Mac-eigene "Time-Machine".

An der Steckerleiste unter dem Mac sind die drei Festplatten und der Mac angeschlossen.

Alles andere außer der Musik mache ich weiterhin mit dem Notebook im Vordergrund.

PS vom 26.7.: Weil er so unauffällig im Hintergrund werkelt, hätte ich ihn fast vergessen:
Natürlich gehört nach wie vor der E-Trap zur Musikanlage. Mit gezielter Absaugung im Tiefbass sorgt er für das letzte Quäntchen Basspräzision.

be4
25.07.2012, 14:08
RESPEKT!

Grüße
bernd

PS: Lt. meinen Jungs die größte Auszeichnung, die verbal vergeben wird :-)

kappa-limited
26.07.2012, 13:42
Tolle Anlage, alles sehr schöne Komponenten.

Nur warum muss die Fritz!Box 7390 (Router) so hässlich sichtbar an das CD-Regal geklatscht werden.

Der Router kann doch genauso in der Technik-Ecke unsichtbar z.B. hinter dem Bildschirm stehen.
Wenn der Router im gleichen Raum steht wie der MiniMac und die La Rosita Omega Connect sind 4 Meter oder 8 Meter Entfernung doch vollkommen egal bzgl. des Empfangs.

Bei mir steht die Sonos-Bridge in einem anderem Zimmer wie der G-Sonos (auch alles per WLAN verbunden) und ist mehr wie 10 Meter entfernt, keinerlei Probleme mit dem Empfang.

So long, Ralf

Eusebius
26.07.2012, 14:35
Hallo Ralf!
Hast schon recht. Aber mich stört es nicht.
Habe ein kleines App, dass die Empfangsstärke in % anzeigt.
An dieser exponierten Position waren es ein paar % mehr Signalstärke.
Dass es im selben Raum platziert an jeder Position immer weit mehr als ausreichend wäre, steht allerdings außer Frage.
Ist also ein bisschen irrational.

fledermausohr007
26.07.2012, 15:30
Hallo Rainer,

ein sehr, sehr schöner und spannender Thread von Dir! Deine tollen Beschreibungen und schönen Fotos bis zum Stand des heutigen Equipments haben freude beim Lesen bereitet.

Überrascht war ich nicht als ich auch bei Dir einen Accuphase Vollverstärker entdeckt habe ;).

Ich vermute mal, dass es vielen im HiFi Hobby so ergangen ist ... nach Accuphase und Emitter kommt ... AKTIV :onthego:.

Nur an Deinen ersten Satz vom 23.07.2012 glaub ich persönlich noch nicht "Der letzte und auf Dauerhaftigkeit angelegt Stand meiner Anlage" :highly_amused: Wer weiss, wer weiss :confused:

Auf jeden Fall viel Freude beim Beschallen lassen.

Gruß Daniel

Eusebius
26.07.2012, 15:58
Hallo Daniel!

Was die LS betrifft, habe ich auch nach zwei Jahren nicht den geringsten Zweifel, dass ich immer bei MEG bleiben werde.
Ich bin mir sehr sicher, dass es mir mit La Rosita ebenso gehen wird.

Ich habe so viel schöne Musik bei mir zu Hause, die ich nun in einer Qualität erleben darf, die ich noch vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten habe.
Dafür bin ich dankbar und will es nutzen so lange ich es kann.
Ich bin jetzt 58. Mit dem jetzt erreichten Stand fällt es mir leicht zu sagen: Ich will nicht weiter irgendwelchen Neuerungen hinterher hecheln.

Eigentlich ging es mir immer darum, die Musik, die ich im Laufe eines Vierteljahrhunderts in meinem Zuhause angesammelt habe - und das sind nun mal Tausende von CDs - so gut wie irgend möglich wiederzugeben.
Mit La Rosita habe ich da gerade eine wahre Revolution hinter mehr. Jetzt kann mir auch keine der CDs mehr "zerbröseln". Sorgen um die Haltbarkeit gibt es nicht mehr. Das Produkt La Rosita ist wie für mich gemacht.

Mehr will ich nicht - und mehr geht beim "schnöden" CD-Format wahrscheinlich auch gar nicht.
Hochauflösende Sachen habe ich nicht (mehr) und brauche sie nicht.
Dank La Rosita halte ich sie auch nicht für nötig.

openend
26.07.2012, 16:18
Hallo Rainer,

so ist das, wenn man angekommen ist. Für mich würde ich aber nie sagen, dass das jetzt das Ende markiert. Die Erfahrung zeigt, dass es immer weiter geht. Warum sollte man mit dem Hobby einfach Schluß machen und nur noch Musik genießen? Dann hätte man nach der Geburt des letzen Kindes auch den Sex aufgeben können.
Es darf keine Langeweile aufkommen. Wir wollen doch glücklich, zufrieden und erfüllt alt werden.

Grüßle vom Charly

fledermausohr007
26.07.2012, 16:19
Hallo Rainer,

oh bitte nicht falsch verstehen! Vielleicht war es etwas unglücklich formuliert. Sorry!

Ich bin absolut überzeugt davon und glaube Dir, dass Du aktuell die richtigen Elemente zusammengeführt hast. Kein Zweifel!!!

Nachdem ich Deine Wegbeschreibung der letzten Jahre in Sachen "Optimierungen" gelesen habe, dachte ich mir so, vielleicht - aber nur vielleicht - gibt es irgendwann auch innerhalb der MEG und La Rosita Produktpalette noch Steigerungsformen, die sich aus Deiner Sicht lohnen umgesetzt zu werden.

Besten Gruß Daniel

Franz
26.07.2012, 16:21
Hallo Rainer,

ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es ähnlich. Es war schon immer sehr schön, in deinem Hörzimmer Musik zu hören, war ja schon 2 x da. Und freue mich sehr darauf, die neue, gesteigerte Klangqualität bei dir wieder mal erfahren zu dürfen. Auch in optischer Hinsicht ist das alles sehr geschmackvoll umgesetzt. Freue mich schon auf den Besuchstermin im August.

Gruß
Franz

Eusebius
26.07.2012, 18:00
Ja, Franz, freue mich auch.

U.A. werden wir dann der Vorstufensektion in meiner Omega Connect ein wenig auf den Zahn fühlen. Sie dürfte der in deiner kommenden Pi entsprechen.
Bisher habe ich die noch gar nicht richtig genutzt, sondern die Omega immer im Direktbetrieb mittels "Remote"-App auch in der Lautstärke über das iPad geregelt.

Seit zwei Tagen gehe ich nun über die eingebaute Vorstufe und muss sagen: Das Ding ist wirklich gut!

Wenn man bei leisen Stücken (sonst fallen die Ohren ab) itunes voll aufdreht und die Lautstärke der Rosita auf 0 dB stellt, sind die Pegel über beide Wege absolut identisch und man kann knack- und unterbrechungsfrei über den Kippschalter an der Rückwand der Omega hin- und herschalten.
Wenn du da bist, machen wir das mal im Wechsel. Dann kann einer hinter das Gerät gehen während der andere die Ohren spitzt.

rolodex
26.07.2012, 18:45
Überrascht war ich nicht als ich auch bei Dir einen Accuphase Vollverstärker entdeckt habe ;).
Ich vermute mal, dass es vielen im HiFi Hobby so ergangen ist ... nach Accuphase und Emitter kommt ... AKTIV :onthego:.
Gruß Daniel

Na toll, demzufolge steht mir ja noch einiges bevor. :confused:

Gruß, Gerd

Eusebius
26.07.2012, 19:33
Hallo Gerd!

Der Accuphase war ein tolles Gerät - nur kam er mit meinen damaligen, sehr (!) kritischen, Lautsprechern nicht klar.
Das konnte erst der Emitter - immer noch der beste Verstärker für passive Setups, den ich je erlebt habe.

rolodex
26.07.2012, 20:50
Danke Eusebius,

aber wirklich beunruhigt war ich nicht. :)
Den E-406 V hatte ich vor Jahren an Lindemann LS. Aktuell ist es ein E-308 an Artos Audio Rainbow.
Alles im grünen Bereich.

Gruß, Gerd

fledermausohr007
26.07.2012, 21:25
... Aktuell ist es ein E-308 an Artos Audio Rainbow...

Gruß, Gerd

Hallo Gerd,

hatte selbst ein E-308 an passiven LS. Wie Rainer schon schrieb, ein toller Begleiter im passiven Bereich!

Dieses Gerät hat mir im Vergleich zum neueren E-350 weitaus besser gefallen, da das produzierte Klangbild etwas direkter und knackiger war.

Wäre er in meiner Kette nicht überflüssig geworden, würde er sicher heute noch treu seine Dienste tun.

Weiterhin viele Stunden Freude mit Deiner Kombi!

Gruß Daniel

P.S. Und nun zurück zum Thema ;)

Franz
26.07.2012, 23:40
Auf diese Connect-Variante bin ich schon sehr gespannt. Meines Wissens nach agiert da die analoge Ausgangsstufe, die auch in der Cloud 9 verbaut ist. Man hört bisher nur Gutes darüber, so daß ich wirklich gespannt bin, ob ich später auf meine Vorstufe dann verzichten kann. Das wäre ja der Hammer.

Gruß
Franz

Franz
13.08.2012, 19:55
Heute hatte ich nochmal Gelegenheit, bei Rainer vorbeizuschauen und mir seine Anlage noch einmal anzuhören. Gespannt war ich vor allem, wie die La Rosita Omega Connect dort aufspielen würde. Rainer hatte sich in der Vergangenheit ja dahingehend geäußert, daß er nun keinen Wunsch nach Mehr verspüren würde, er wäre irgendwie fertig mit seinem set up und könne sich nun ganz der Musik widmen. Gleich vorweg: Ich kann ihn sehr gut verstehen, das ist in meinen Ohren eine Gesamtanlage, die absolut stimmig aufspielt und einen recht schnell in den Bann der Musik zieht.

Ich hatte mir die Dali-Vorführ-CD Nr. 3 mitgenommen, deren Stücke musikalisch recht abwechslungsreich und aufnahmeseitig auch recht anspruchsvoll sind.
http://www.dali-deutschland.de/de-DE/DALI-CD-Vol.-3.aspx

Das Anhören dieser mir gut vertrauten Musikstücke geriet zu einem wahren Genuß. Nie kam irgendwie das Gefühl auf, als würde da oder dort etwas fehlen, stören oder lästig erscheinen. Mir schien, die Gesamtanlage ist derart stimmig, daß man gar nicht mehr über Geräte redet, sondern nur noch um die Musik. Und so haben wir in den kurzweiligen Stunden auch nur über die Musik gesprochen. Rainer, das war einfach toll, ich kann dir zu allem nur gratulieren, es macht einen Heidenspaß bei dir hören zu dürfen.

Wir haben die Omega über die eingebaute Vorstufe "Connect" gehört, aber auch mal ohne gegengehört. Kaum signifikante Unterschiede, dennoch bevorzugte ich die Connect-Variante, irgendwie etwas offener, transparenter, aber das waren wirklich Marginalien. Die Omega hat mich richtig beeindruckt, die Musik kommt unvermittelt, als wäre man direkt dabei. Dieses Erlebnis läßt mich erfreut auf meine bestellte Pi warten.

Der Tag ging wieder mal wie im Flug vorbei. Ich danke Rainer für seine Gastfreundschaft und lade ihn umgehend zu einem Gegenbesuch ein, wenn meine Pi an Bord ist. Ich hätte stundenlang entspannt weiterhören können. Das gehörte Musikrepertoire war weit gespannt und in höchstem Maße vergnüglich.

Gruß
Franz

Eusebius
13.08.2012, 20:10
Hallo Franz!

Hab Dank für deinen Besuch!
Auch mir hat es sehr viel Spaß gemacht.
Wenn die kurzweiligen Hörstunden bei mir die Vorfreude auf deine Pi womöglich noch gesteigert haben sollten, wäre das ein schöner und gern gesehener Nebeneffekt.
Gern nehme ich deine Einladung zu Gegenbesuch wahr, wenn die Pi bei dir steht.

Was den Unterschied Rosita direkt versus Vorstufe betrifft, habe ich keine eindeutig reproduzierbaren Unterschiede gehört.
In jedem Falle dürfte also feststehen, dass die eingebaute Vorstufe keinerlei Abstriche bei der Klangqualität verursacht.
Seit einem Monat höre ich eh nur noch über den Vorstufenzweig, was den Vorteil hat, dass man die Lautstärke wesentlich feinfühliger verändern kann als über den Schieberegler des ipads.

Gruß!
Rainer

Franz
13.08.2012, 20:28
Hallo Rainer,


Wenn die kurzweiligen Hörstunden bei mir die Vorfreude auf deine Pi womöglich noch gesteigert haben sollten, wäre das ein schöner und gern gesehener Nebeneffekt.

Ja, das ist so.:eagerness:

Und außerdem bin ich echt gespannt darauf, ob sich meine Tessendorf-Vorstufe in meinem set up noch behaupten kann. Im Sinne einer weiteren Signalverkürzung bin ich da wirklich sehr gepannt darauf.

Gruß
Franz

Sir Tom
14.08.2012, 01:07
Da ich Reiners Anlage zum 'Besten, was ich je hören durfte zähle, bin ich eh baff, dass da sich soooooo viel getan hat.... Auch der Tessendorfer ist ja ein Meisterwerk, sollte er wirklich ersetzt werden?! Bin gespannt, wie's weiter geht!

Eusebius
14.08.2012, 11:07
Hallo Sir!

Ja, durch La Rosita ist das Artifizielle weg.
Wie ich schon schrieb, ist der Klang nun von grundsätzlich anderer Qualität als je zuvor.
Verbal ist das schwer zu vermitteln - zumal viele erstmal denken: Na ja... sooo stark können sich diese digitalen Sachen doch eh nicht unterscheiden.
- Und wenn doch, muss es wohl ein Sounding sein! Aber das ist es nicht.

Da hilft nur hören.

Franz
14.08.2012, 11:50
Das, was die La Rosita ausmacht - meiner Meinung nach - ist folgendes: Du hörst die Musik - egal, welches Format - ergreifend natürlich, völlig in einem ungestörten "Fluss", alles paßt zusammen, sei es nun timing, Klangfarben oder Dynamikumfang. Du sitzt da und denkst recht schnell: "Ja, so will ich das hören, so ist es "richtig". Es ist reine Kopfsache. Anscheinend hat Dan Bellity mit seiner angewandten Technik etwas hinbekommen, was dem menschlichen Hören sehr entgegen kommt, den Kopf weniger mit "Arbeit" beschäftigt. Das führt in der Folge auch dazu, daß du völlig entspannt über längere Zeiträume zuhören kannst, was mich in dieser Hinsicht wieder an sehr gute Plattenwiedergabe erinnert. Ich weiß ja nicht, wie Dan das technisch macht, aber der Eindruck, daß er das wesentlich "natürlicher" hinbekommen hat mit seinem digitalen Kram, der stellt sich recht schnell ein und bleibt auch erhalten. La Rosita hört man nicht mal so eben, die fesselt einen, will sagen, du hörst stundenlang gebannt, wenn der Rest auch stimmt.

Und in dieser Hinsicht ist Hören bei Rainer zu einem wahren Genuss geworden. Und um diesen Hörraum habe ich ihn immer schon beneidet.

Gruß
Franz

Sir Tom
14.08.2012, 12:47
Das mit der analogen Wiedergabe hört man in diesem Zusammenhang immer wieder- das käme auch meinen Hörpräferenzen sehr nahe. Wie gesagt, ich denke, ich hätte sicher kein Problem meine digitale Wiedergabe umzustellen, die analoge will ich dagegen nicht mehr missen. Was sicherlich auch emotionale Gründe haben mag.

Aber ich werde mich bei euch beiden sicherlich zu einem Ohrenschmaußtermin anmelden - bei Chris hat mich die Rosita nicht überzeugt, bei Claus hatte ich noch keine Gelegenheit die Rosi in Ruhe zu hören. Aber die enthusiastischen Hörberichte sprechen schon eine deutliche Sprache, zumal sie von Menschen stammen, die schon Ahnung vom Hören haben.

:biggrin-new:

Menkros
10.09.2012, 14:15
Sieht ja sehr gepflegt aus :o Aber stehen die Boxen nicht etwas nah beinander?

Eusebius
10.09.2012, 15:00
Hallo Menkros!

2,84 m zwischen Hochtöner und Hochtöner.
Breiter geht nicht.
Reicht völlig aus.

Gaston
02.10.2012, 20:46
Hallo Rainer,

ich bin der Olaf und habe gelegentlich in OEM geschrieben. Vielleicht erinnerst du dich an mich. Ich werde mich hier auch noch ordentlich vorstellen.....habe aber vorab eine Frage.
Ich habe derzeit eine Beta Connect zu einem Test. Ich bin mit der Performance schon sehr zufrieden aber die integrierte Vorstufe begeistert mich nicht so sehr. Ich wollte wenn möglich auf die Vorstufe verzichten aber daran ist mit der Beta nicht zu denken. Leider konnte ich noch keine Omega oder PI testen, habe das aber vor. Die Verfügbarkeit ist der Grund dafür, bin aber froh eine Beta bekommen zu haben.

Ist die Vorstufe in der Omega oder PI Connect identisch mit der Beta?

Meine Komponenten bestehen derzeit aus einem Einstein The Source, Micromega Airstrem WM10, Octave HP 300 MKII Vorstufe und 901K Lautsprechern.

Meine Idee war, die Vorstufe, den CD Player sowie den Micromega durch ein Gerät zu ersetzen. Ich habe gelesen, dass du die Connect Version der Omega im Einsatz hast und wohl auch mehr als zufrieden bist.

Hast du denn auch mal eine externe Vorstufe probiert?

Sollte meine Frage eher an anderer Stelle stehen, dann hängt mich bitte um.....

Danke vorab und viele Grüße
Olaf

claus B
02.10.2012, 21:39
Hallo Olaf.

da der Rainer in Urlaub ist,erlaube ich mir an seiner Stelle zu antworten.


Ist die Vorstufe in der Omega oder PI Connect identisch mit der Beta? Die Vorstufe ist identisch,aber bei der Omega und Pi waren mehr Umbauten möglich.Ich kann nur sagen,das diese integrierte für das Geld sehr gut ist,im Vergleich zu deutlich teureren die ich im Laden hatte.

Aber es muß Dir ja gefallen. Richtig einen drauf setzt die Vorstufe von La Rosita "Cloud 9),die höre ich gerade mit dem Wandler den Du gerade Probe hörst. Diese wird der Rainer nach seinen Urlaub ausprobieren,wenn seine Omega zwecks Umbau zu V3 aus Frankreich zurück ist.

Du kannst Dir auch mal den Spass machen,die Beta direkt an Deine Geithain anzuschließen und die Lautstärke zum Beispiel über das iPad steuern,so hat das ganze bei mir mit La Rosita angefangen.

Ich nehme mal an das Du das Montain Lion installiert hast,denn das ist ein großer Schritt nach vorne mit der V3.

Gruß

Claus

Gaston
02.10.2012, 23:57
Hallo Claus,

danke für die Info. Dann werde ich in jedem Fall die Connect Version der Omega/PI testen.
Vielleicht reicht es mir ja doch. Wenn nicht, schaue ich mir die Cloud später näher an. Wie sind denn deine bisher gemachten Erfahrungen mit der Cloud? Wo setzt sie einen drauf? Ich finde, das die integrierte Vorstufe z.B. etwas "dünn" klingt und gegenüber meinen Vorverstärker u.a. die Bühne weiter nach hinten rückt etc.... Das finde ich nicht so schön. Nicht falsch verstehen, ist minimal und Leiden auf hohem Niveau....aber wichtig für mich. Direkt am LS angeschlossen ist auch sehr gut aber noch nicht so wie ich es mir wünsche. Mit meinem VV ist es sehr gut! Damit könnte ich dann auch prima leben.

Ja, ML ist bei mir installiert. Schade das das Plugin für den Test noch nicht verfügbar ist, aber das kann ja mit nur noch besser werden. Für mich wird es in jedem Falle eine Rosita, nur welche ist noch offen....

viele Grüße
Olaf

claus B
03.10.2012, 01:10
Hallo Olaf,


Ich finde, das die integrierte Vorstufe z.B. etwas "dünn" klingt und gegenüber meinen Vorverstärker u.a. die Bühne weiter nach hinten rückt etc.... Das finde ich nicht so schön. Nicht falsch verstehen, ist minimal und Leiden auf hohem Niveau....aber wichtig für mich.

Deine Aussage macht mich zufrieden,denn diese Connect Variante war meine Idee,nachdem ich den Vollverstärker "Maverick" hören konnte und ich Dan fragte, dieses meiner Meinung nach sehr gutes Vorstufenmodul ab der Beta als Option mit zwei Hochpegeleingängen anzubieten.

Und ich bin überzeugt,das dies eine Klasse Möglichkeit für viele ist,auch eine sehr gute Vorstufe zu bekommen und deshalb habe ich alle meine Vorstufen bis zu einer bestimmten Preisklasse verkauft,denn ich sah darin keinen Sinn mehr,genauso habe ich seit La Rosita keinen CD-Player mehr im Angebot!

Die Connect Variante hat auch den Vorteil,das ich die Lautstärke viel besser auspegeln kann, als direkt mit dem iPad!


Wie sind denn deine bisher gemachten Erfahrungen mit der Cloud? Wo setzt sie einen drauf?

Banal könnte ich sagen überall!

Zur Vorgeschichte,es gibt keinen Sinn eine Vorstufe anzubieten,wenn der Unterschied zu den Connect Varianten minimal ist.

Mit dieser Vorstufe verhält es sich so,das wirst Du hören,wenn Du Dich später mit der Omega oder Pi befasst,es wird immer mehr holographischer,das Klanggeschehen löst sich immer mehr vom Lautsprecher und die Anlage interessiert immer weniger,sondern man hört Musik!

Ich kann das nicht anders ausdrücken,aber das ist die Fazination von La Rosita für mich.

Ich habe so noch nie mit meinen Anlagen Musik gehört!

Die Beta die bei Dir ist,geht zum Beispiel über die "alte" Pi V2 mit Plugin 4,das hätte ich nie gedacht.

So zieht sich das durch die ganze Reihe durch,die Zeta als Einstieg geht,wenn man wie Du (mit Apple) die Voraussetzung schafft über die Alpha+(V2) mit Plugin.

Die PI"Connect" V3 vom Franz ist in der Reihe das Flagship,das steigere ich dann mit der Cloud VV,mehr geht dann nicht z.Z. bei La Rosita.


Schade das das Plugin für den Test noch nicht verfügbar ist, aber das kann ja mit nur noch besser werden. Für mich wird es in jedem Falle eine Rosita, nur welche ist noch offen....


Das ist das wichtigste,das es Dir gefällt und man versteht,wenn man die Berichte im Netz darüber hört, was an diesen noch in der Breite unbekannten Produkt , die Hörer,die sich ernsthaft damit auseindersetzen in der Regel so begeistert.

Zum neuen Plugin,das wird für Dan durch das neue ML eine harte Nuss werden,auch denke ich,er wartet das neue Itunes ab,nur bin ich mir sicher,das wenn ein Plugin dann kommt,das wir alle staunen werden,so war es in der Vergangenheit,jedes Plugin war für uns Anwender eine"hörbare" Steigerung!

Viel Spass weiter beim hören

Gruß

Claus

Franz
03.10.2012, 12:12
es wird immer mehr holographischer,das Klanggeschehen löst sich immer mehr vom Lautsprecher und die Anlage interessiert immer weniger,sondern man hört Musik!

Ich kann das nicht anders ausdrücken,aber das ist die Fazination von La Rosita für mich.

Das ist exakt das, was auch bei mir die "Faszination La Rosita" ausmacht. Ich betreib sie allerdings an meiner Tessendorf 2 Referenz-Vorstufe. Das ist mit Worten kaum treffend zu beschreiben, was sich da tut. Music, simply music trifft es am besten. Die Connect ist schon hervorragend, da muß man schon ganz schwere Kaliber dahinter schalten, wenn es noch besser gehen soll. Aber das geht schon noch, die Vorstufen, die das können, sind aber an einer Hand abzuzählen und meist sauteuer. Mit der Connect-Variante ist man also bereits allerbestens bedient.

Gruß
Franz

Peter
03.10.2012, 12:22
Das ist exakt das, was auch bei mir die "Faszination La Rosita" ausmacht.

Bei mir macht die "Faszination La Rosita" etwas ganz anderes aus.

Und zwar die Tatsache das ich jeden Tag im Forum nachschaue ob der Claus das Eintreffen der V3-Geräte aus Grasse meldet.

Ich bin schon so gespannt auf meine Zeta, ich komme mir vor wie ein kleiner Bub vormittags an Heilig Abend wenn die Zeit

bis zur Beschehrung einfach nicht rum gehen will.

Und das mir, als sagen wir mal einem`etwas härterem Analog-Freak`. :tongue-new:

Grüße:

Peter.

P.S.: Cla-haus? Wie lange dauerts denn noch???

Eusebius
03.10.2012, 12:57
Hallo Peter!

Ich warte ja auch....
Aber seien wir mal realistisch:
Hintransport war schon 1 Woche und 1 Tag (gestern vor einer Woche sind die Geräte in G. angekommen.
Dann müssen fast zwei Dutzend Geräte aufgerüstet werden - neben dem normalen Geschäft.
Dann der Rücktransport.....

Ich denke, ein wenig müssen wir uns noch gedulden.....

Ich versuche derzeit, die Lebenszeit mit anderen Dingen zu füllen. Obwohl: schwer fällt es schon!

An Olaf:

Dass die Vorstufe "dünn" klingt, kann ich wahrlich nicht sagen.
Für mein Ohren war kein verlässlich reproduzierbarer Unterschied zwischen Omega "nackt" und Omega "Connect" dingfest zu machen. Das entspricht auch meiner Ansicht, dass eine Vorstufe eigentlich gar nichts mit dem Signal machen soll, außer es unverfälscht weiterleiten und vorverstärken.
Allerdings habe ich richtig teure Vorstufen noch nicht gegengehört.

Neugierig auf die Cloud bin ich aber auch.
Schaun wir mal....

Franz
03.10.2012, 13:11
Hallo Rainer,

ich kann dir die Wartezeit auf die Omega V3 vielleicht ein wenig versüßen, wenn ich dir anbiete, bei mir mal die Pi V3 anhören zu wollen. Dann weißt du, was dich in etwa erwarten wird.:D

Gruß
Franz

Eusebius
03.10.2012, 13:18
Danke Franz!

Vielleicht nächste Woche?

Gruß!
Rainer

Franz
03.10.2012, 13:20
Ja, könnte dir den Montag oder Dienstag nächster Woche anbieten, da hab ich 2 freie Tage.

Gruß
Franz

claus B
03.10.2012, 14:03
Hallo,

markus ist heute mal nach Grasse geflogen!

Der gute kann ja mal nach den Geräten schauen!

Gruß

Claus

Peter
03.10.2012, 14:18
Hallo,

markus ist heute mal nach Grasse geflogen!

Der gute kann ja mal nach den Geräten schauen!

Gruß

Claus

Wenn es einer schafft 2 Paletten Elektrogeräte im Handgepäck mitzunehmen, ist das der Markus!!! 6205

Eusebius
03.10.2012, 19:15
Hallo Franz!
Dienstag könnte passen.
Melde mich am So per Tel.
Gruß!
Rainer

Gaston
03.10.2012, 21:44
Hallo Claus,

danke für deine Eindrücke.


Hallo Olaf,



Deine Aussage macht mich zufrieden,denn diese Connect Variante war meine Idee,nachdem ich den Vollverstärker "Maverick" hören konnte und ich Dan fragte, dieses meiner Meinung nach sehr gutes Vorstufenmodul ab der Beta als Option mit zwei Hochpegeleingängen anzubieten.


Das war eine sehr gute Idee. Ich hoffe, dass diese mir bei den Test der Omega bzw. PI ausreichen wird. Das wäre klasse mit einem Gerät auskommen zu können.

Die Connect Variante hat auch den Vorteil,das ich die Lautstärke viel besser auspegeln kann, als direkt mit dem iPad!


Das stimmt!!! Ich habe diese Konstellation ja schon lange mit einem zweiten Micromega in meiner Wohnküche. Da sind mir und den Kindern schon grobe Schnitzer unterlaufen die immer für ein großes Hallo sorgen, wenn der Regler aus versehen voll aufgedreht wird.

Banal könnte ich sagen überall!

Zur Vorgeschichte,es gibt keinen Sinn eine Vorstufe anzubieten,wenn der Unterschied zu den Connect Varianten minimal ist.

Mit dieser Vorstufe verhält es sich so,das wirst Du hören,wenn Du Dich später mit der Omega oder Pi befasst,es wird immer mehr holographischer,das Klanggeschehen löst sich immer mehr vom Lautsprecher und die Anlage interessiert immer weniger,sondern man hört Musik!

Ich kann das nicht anders ausdrücken,aber das ist die Fazination von La Rosita für mich.

Ich habe so noch nie mit meinen Anlagen Musik gehört!


Da bin ich gespannt. Ich hoffe die großen Geräte schnell testen zu können.


Zum neuen Plugin,das wird für Dan durch das neue ML eine harte Nuss werden,auch denke ich,er wartet das neue Itunes ab,nur bin ich mir sicher,das wenn ein Plugin dann kommt,das wir alle staunen werden,so war es in der Vergangenheit,jedes Plugin war für uns Anwender eine"hörbare" Steigerung!


Darauf bin ich gespannt und glaube das uneingeschränkt. Es wird nur auf Dauer anstrengend für die Programmierer. Ich komme ja aus dem Bereich und meine Meinung ist, dass mit der deutlichen Verbreitung von Apple Produkten in den Business Bereich, die Updates/Upgrades an Häufigkeit zunehmen werden und somit die Zyklen neuer Versionen oder Bugfixes (wie bei Windows seit geraumer Zeit) zunehmen wird. Also besser wird es sein, zukünftig ohne PlugIn auskommen zu können. Was ich bis heute hören konnte, ist das auch jetzt schon nicht zwingend notwendig.

Viel Spass weiter beim hören

DANKE, es war heute wieder ein Fest. Emotional, hoch Auflösend einfach toll!!! Respekt !!

Viele Grüße
Olaf

Gruß

Claus

claus B
03.10.2012, 21:59
Hallo Olaf,

Deine Eindrücke freuen mich sehr!

Noch viel mehr,das Du nicht aus meinen Dunstkreis bist,also keiner der meinen Laden näher steht

und durch Deine Aussagen fühle ich mich für meine Arbeit bestätigt!


DANKE, es war heute wieder ein Fest. Emotional, hoch Auflösend einfach toll!!! Respekt !!

Das ist der Grund warum mir sehr viele private Anwender helfen,da Sie alle wie ich,so von La Rosita begeistert sind,da sind Menschen dabei,die nie etwas auf dieser Strecke machen wollten und ihr Entschluss,dies zu ändern kam einfach über das hören dieser Geräte!

Wenn Du später die Omega und PI hörst,wirst Du wie bei Geithain feststellen,das der Familienklang da ist,aber es sich immer mehr steigert,garnicht so in die Richtung,das das "Glöckchen noch besser da ist" sondern die Ganzheit der Musikwiedergabe wird gesteigert!

Das ist die Gefahr für die Geldbörse:triumphant::triumphant::triumphant:

Wir haben hier einen Thread über vermeintlich "schlechte Tonträger",diese machen für mich und den Franz,Sigi eine Stärke dieser Geräte aus.

http://www.hoerspass.net/forum/showthread.php?1131-Fazination-quot-La-Rosita-quot-Heute-Anh%F6ren-von-quot-vermeintlich-schlechten-Tontr%E4gern-quot

Gruß

Claus

Gaston
03.10.2012, 22:12
Hallo Rainer,

danke für deine Antwort.


Hallo Peter!

Dass die Vorstufe "dünn" klingt, kann ich wahrlich nicht sagen.
Für mein Ohren war kein verlässlich reproduzierbarer Unterschied zwischen Omega "nackt" und Omega "Connect" dingfest zu machen. Das entspricht auch meiner Ansicht, dass eine Vorstufe eigentlich gar nichts mit dem Signal machen soll, außer es unverfälscht weiterleiten und vorverstärken.
Allerdings habe ich richtig teure Vorstufen noch nicht gegengehört.

Neugierig auf die Cloud bin ich aber auch.
Schaun wir mal....

Naja dünn war eine vielleicht zu negativ behaftete Beschreibung. Man benötigt vielleicht nicht mehr, aber wenn man einen Vergleich macht so wie ich jetzt, dann kann (für meinen Geschmack) meine Vorstufe das einfach noch etwas besser.

Dann mal viel Spaß mit der Cloud9......bin gespannt wie es für die ausgeht.

Viele Grüße
Olaf

Gaston
03.10.2012, 22:33
Das ist exakt das, was auch bei mir die "Faszination La Rosita" ausmacht. Ich betreib sie allerdings an meiner Tessendorf 2 Referenz-Vorstufe. Das ist mit Worten kaum treffend zu beschreiben, was sich da tut. Music, simply music trifft es am besten. Die Connect ist schon hervorragend, da muß man schon ganz schwere Kaliber dahinter schalten, wenn es noch besser gehen soll. Aber das geht schon noch, die Vorstufen, die das können, sind aber an einer Hand abzuzählen und meist sauteuer. Mit der Connect-Variante ist man also bereits allerbestens bedient.

Gruß
Franz

Hallo Franz,

ich habe deine Entwicklung bezüglich Streaming gerade gelesen. GSonos, GLinn, La Rosita......Ich kenne die Linn Sachen und muss sagen, dass sie mich nicht so beeindruckt haben. Da macht aus meiner Sicht ein preisgünstiger Micromega mehr her. Ich bin bei diesen Aussagen immer in der Apple Welt.
Allerdings kenne ich auch nicht die "G" Varianten.

Ich bin auch der Ansicht, dass man auch ohne weitere Vorstufe glücklich werden kann. Ich würde das gerne auch so umsetzen. Vielleicht gelingt es ja mit einer Omega oder PI. Schauen wir mal....
Ich weiß jetzt nicht was du mit sauteuer meinst, aber seht gut muss die Vorstufe schon sein.....:welcoming:


Viele Grüße
Olaf

Franz
03.10.2012, 23:03
Hallo Olaf,

nun, die G-Varianten der Linn-Geräte heben diese auf ein anderes, weit besseres Niveau. Ohne jeden Zweifel für mich, hab sie ja so ziemlich alle hören können. Aber die La Rosita unterscheidet sich im "musikalischen Fluß", in der Natürlichkeit der Wiedergabe und vor allem in dem Gefühl, als brauche es nichts anderes mehr. Du sitzt davor und denkst permanent: "Wow, so muß das sein!" Du vergißt völlig, daß da Geräte stehen und lauschst nur noch gebannt der Musik. Tonträger, die du vorher wegen vermeintlicher schlechter Aufnahmequalität aussortiert hast, gewinnen plötzlich an Tonqualität, daß du dir nur verwundert die Ohren reibst. Ich bin heute überzeugt, daß das CD-Format völlig ausreicht, um allerbeste Tonqualität genießen zu können, es bedarf keiner technischen Finessen wie upsampling u.ä. Red Book reicht völlig aus, wenn ein Gerät in der Lage ist, den Inhalt eines Tonträgers zu Gehört zu bringen. Und das macht die La Rosita wie kein anderes mir bekannte digitale Abspielgerät. Ich entdecke meine Tonträger in manchen Aspekten neu. Auf "Second Hand News" auf der "Rumours" von Fleetwood Mac ist zu Beginn ein Art Schrubbeln drauf. Das konnte ich vorher erahnen, aber jetzt stellt die Rosita das dermaßen plastisch, deutlich mit Pegel hörbar dermaßen heraus, daß mir die Spucke wegblieb. Und die Aufnahme kannte ich schon seit Jahrzehnten. Es sind diese kleinen Überraschungen, die mich einfach nur noch staunen lassen. Und das Ganze kommt mit einer tonal richtigen Geschlossenheit, mit Kraft, Substanz und Klangfarbentreue, daß ich jeden Tag immer auf`s Neue wieder begeistert bin. Könnte noch viel dazu schreiben, aber hören muß man es. Dann versteht man es.

Gruß
Franz

Franz
04.10.2012, 01:25
Ich weiß jetzt nicht was du mit sauteuer meinst, aber seht gut muss die Vorstufe schon sein.....:welcoming:

Naja, für eine Tessendorf 2 Referenz mußte man seinerzeit schon was hinlegen, so um 12 000 € in der Hochpegel-Version war normal. Dafür hat man dann ein Gerät für den Rest seines HiFi-Lebens. Sowas würde ich - bei aller Wechselbereitschaft, die ich auch grundsätzlich habe, wenn ich was Besseres finde - nie mehr veräußern wollen, wenn man das mal kennengelernt hat. Zudem ist dieses Gerät, da es seit vielen Jahren nicht mehr gebaut wird, heute ein legendärer Klassiker. Es ist jammerschade, daß dieser begnadete Entwickler seine feine Edelschmiede nicht mehr betreibt, außerdem war er Musiker. Da paarten sich kongenial 2 Talente. Und daraus entsteht meist Großes.

Gruß
Franz

Gaston
04.10.2012, 20:33
Hallo Franz,


Hallo Olaf,

Tonträger, die du vorher wegen vermeintlicher schlechter Aufnahmequalität aussortiert hast, gewinnen plötzlich an Tonqualität, daß du dir nur verwundert die Ohren reibst. Ich entdecke meine Tonträger in manchen Aspekten neu. Auf "Second Hand News" auf der "Rumours" von Fleetwood Mac ist zu Beginn ein Art Schrubbeln drauf. Das konnte ich vorher erahnen, aber jetzt stellt die Rosita das dermaßen plastisch, deutlich mit Pegel hörbar dermaßen heraus, daß mir die Spucke wegblieb. Es sind diese kleinen Überraschungen, die mich einfach nur noch staunen lassen. Und das Ganze kommt mit einer tonal richtigen Geschlossenheit, mit Kraft, Substanz und Klangfarbentreue, daß ich jeden Tag immer auf`s Neue wieder begeistert bin.

Gruß
Franz

das beschreibst du perfekt, denn genau das ist mir gestern mehrfach aufgefallen. Bei z.B. Sophie Zelmanis Sing and Dance (sollte es jemand kennen) Album gibt es ein komprimiertes Delay in ihrem Gesang bei dem ersten Stück. Das habe ich vorher nicht wirklich wahrgenommen.....etc..
Ich muss sagen, dass mich die La Rosita was die Wiedergabequalität angeht, absolut abholt.

Sag einmal, konntest du die PI mit der Omega vergleichen bevor du dich entschieden hast?

Gruß
Olaf

Franz
04.10.2012, 20:46
Ja, indirekt schon. Hab die Omega V2 bei Rainer hören können. Ist natürlich ein anderer Raum mit anderen Lautsprechern, die Darstellung in in einigen Punkten etwas anders als bei mir. Aber die überragende Klangqualität zeigte auch schon die Omega bei Rainer, und das war ja noch das "alte" Modell. Der Charakter aller La Rositas ist sehr ähnlich, mit dem Preis steigt lediglich das Ausmaß, die Ausprägung der Selbstverständlichkeit der Darbietung, will sagen, die kleinste Rosita hat schon alle guten Gene drin.

Gruß
Franz

claus B
05.10.2012, 01:07
Hallo Olaf,


Ich muss sagen, dass mich die La Rosita was die Wiedergabequalität angeht, absolut abholt.

Das ist der wichtigste Satz,er beschreibt das was seit jetzt 16 Monaten um das Produkt passiert.

Es beschreibt auch,warum soviele "private Menschen" mich mit Rat und Tat so uneingennützig"unterstützen wenn es um La Rosita geht!

Dein Satz beschreibt auch,wie es mir von Anfang der ersten Begegnung mit "La Rosita" ging! Ich meine jetzt keine"Frau":onthego::onthego::onthego:

Gruß

Claus

Tom
12.10.2012, 11:01
Hallo Rainer,

das sieht ja sehr vielversprechend bei Dir aus und es wird sicherlich auch so reproduzieren.

Eusebius
12.10.2012, 11:51
Hallo Tom!
Danke!
Freundliche Menschen dürfen gerne kommen und lauschen.
Also fühl dich eingeladen!
Allerdings muss erst die umgabeute Omega wieder da sein....

Tom
15.10.2012, 20:18
Nun Rainer, darauf komme ich gerne zurück. Und wenn Du eimal im Rheinland verweilst melde dich ruhig.

Eusebius
12.02.2013, 11:49
Nach langer Zeit wieder ein Bild des aktuellen Stands:

Wie zu sehen ist, habe ich weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Reflexionen von Seitenwänden und Fußboden vorgenommen.
Meine wilden Experimente betr. Bodenabsorber bzw -Diffusoren, über die ich gesondert berichtet habe, haben zu der auf dem Foto sichtbaren verträglicheren Lösung geführt, die ich nicht mehr missen will.
Das Ergebnis ist eine weiter gesteigerte Raumtiefe mit noch exakterer Ortbarkeit und Klarheit.

Die Black Holes von Dan Bellity sind nicht sichtbar, weil hinter bzw in den Geräten montiert.

Bruce
12.02.2013, 11:55
Sieht gemütlich aus, wie groß ist dein Stereodreieck?

Eusebius
12.02.2013, 12:08
Basisbreite von Hochtöner zu Hochtöner: 2,70 m
Abstand LS zu Hörplatz jeweils 3,30 m
LS sind so geneigt und eingedreht, dass sie exakt auf die Ohren zielen.
Raumfläche ca 32 Quadratmeter. Raumvolumen wegen der über den LS bis zu 4,10m durchgängig ansteigenden Decke ca 104 Kubikmeter.

Nachteil der auf die Spitze getriebenen Raum-Maßnahmen: Sie sind exakt auf meinen einen - einzigen - Hörplatz hin optimiert.
Nur da entfaltet sich der Klang in optimaler Weise. Sich mal eben in den Raum stellen und zuhören, klingt auch gut, zeigt aber nicht das ganze Potential.
Dieser Unterschied ist größer als bei allen anderen Hörräumen, die ich kenne.

Franz
12.02.2013, 12:08
Hallo Rainer,

sieht gut aus, find ich auch gemütlich. Melde mich schon mal an für einen kleinen Besuch an, wenn es dir Recht ist. Vielleicht kann ich da den einen oder anderen praktischen Tip mitnehmen. Deine ganz pragmatische Herangehensweise halte ich für erfrischend. Und das man bei dir hervorragend Musik hören kann in diesem wunderschönen Raum habe ich ja schon erfahren dürfen.

Gruß
Franz

Bruce
12.02.2013, 12:19
Hallo Rainer,

das sieht auf dem Foto viel enger aus, so kann man sich täuschen.

Eusebius
12.02.2013, 12:24
Klar, Franz, du kannst jederzeit kommen.
Gilt ebenso für Bruce.

Gruß!
Rainer

Eusebius
12.02.2013, 12:30
Habe kein vernünftiges Objektiv - aber hier nochmal ein Bild, dass die Höhe des Raums zeigt:

Andreas
12.02.2013, 12:48
Hallo Rainer, super set up. Die Boden-Absorber würden mir in weiss oder grau besser gefallen, statt baby-blau :D

Bruce
12.02.2013, 12:51
Klar, Franz, du kannst jederzeit kommen.
Gilt ebenso für Bruce.

Gruß!
Rainer

Vielen Dank für die Einladung. Das werden wir realisieren.

Gruß

Bruce

Eusebius
20.02.2013, 16:38
Ich habe eine Idee von Fujak aufgegriffen, die dieser im Aktiv-Forum beschrieben hat.
Dabei geht es um eine bessere Stromversorgung des Routers.

Meine Fritzbox 7390 hat ein kleines 12V/2A-Steckernetzteil.

Dies habe ich durch das Labornetzteil Peak-Tech 6080 ersetzt, das mit einem Preis von rund 50 Euro recht erschwinglich ist.
Bestellt habe ich es hier: http://www.myvolt.de/index.php?cat=KAT146&lang=DEU&product=P31021-AA
Die Spannung lässt sich stufenlos auf den gewünschten Wert einstellen.

Das Kabel zwischen Fritzbox und neuem Netzteil mit den beiden Laborsteckern habe ich selber gestrickt.
Dazu habe ich von den zwei Messfühlerkabeln eines billigen Multimeters aus dem Baumarkt die Prüfspitzen abgeschnitten und die Kabel samt der benötigten Laborstecker mittels Lüsterklemme mit der Zuleitung der Fritzbox verbunden.
Die Polarität ist mit einem kleinen Symbol auf allen Steckernetzteilen aufgedruckt: Innen ist Plus, außen minus.
So konfektioniert passt das Kabel nun sowohl in den Router als auch in die beiden Frontbuchsen des Labornetzteils.

Ob und was es bringt, muss ich noch in Ruhe feststellen. Jedenfalls ist es schön zu wissen, auch an dieser Stelle der Anlage das Optimum rausgeholt zu haben.
(Übrigens: die Regalbretter sind hinterrücks ausgesägt, sodass die Wärmeabfuhr gewährleistet ist.)

Franz
30.03.2013, 00:06
Heute war ich bei Rainer, um mir seine Anlage nochmal anzuhören, er hat ja noch einiges daran gefeilt, wie man hier in seinem Vorstellungsthread chronologisch nachlesen kann. Um es kurz zu machen: Das ist eine Anlage geworden, die keine Wünsche mehr offen läßt. Hab da einige Stunden gesessen und querbeet durch alle musikalischen Stilrichtungen nur wirklich Großartiges vor die Lauscher bekommen. Glückwunsch an Rainer. Sein Hörzimmer ist ein Ort, an dem nur eines wichtig ist: Die Musik. Und die wird in einer Art und Weise dargeboten, die mich restlos befriedigt hat. Einfach wunderbar. Wer den Weg zu Rainer macht, wird es nicht zu bereuen haben, denn er wird mit einem Musikerlebnis belohnt, das noch lange nachwirken wird.

Well done, Rainer, nochmals mein aufrichtig empfundenes Kompliment an das, was du dir da in all den Jahren aufgebaut und geschaffen hast, auch mit viel Liebe zum Detail. Herausgekommen ist etwas, worum dich viele beneiden dürften.

Es war mir wieder eine besondere Freude, daran teilhaben zu können. Die Liebe zur Musik erkennt man schon beim Eintritt in dieses schöne Hörzimmer, denn da finden sich in den Regalen tausende von Tonträgern.

Fünf Stunden Hören vergingen wie im Flug. Wenn ich eines hervorheben möchte, dann dies, daß hier alles wie selbstverständlich tönt, die Musik, gleich welche, ergreift sofort von einem Besitz und zieht einen in den Bann. Das ist nicht selbstverständlich.

Es war mir also wieder mal ein Vergnügen und denke, wir werden solche Zusammenkünfte noch öfter machen. Wenn ich einen Rat geben dürfte: Änder da gar nichts mehr, es ist großartig.

Gruß
Franz

Eusebius
30.03.2013, 08:34
Danke Franz!

Es war wirklich ein schöner Nachmittag - und dein Kondition hat mich ebenso überrascht wie gefreut.

Ganz aktuell sind meine Berichte hier aber noch nicht gewesen, da ich erst vor drei Tagen noch die Subwoofer-Position (stehen jetzt etwas mehr innen) verbessert und ein geringes Übermaß an Dämpfung der Seitenwände zugunsten einer stärkeren Streuung zurückgenommen habe. Das sei also hiermit nachgeholt.

Ansonsten hat das Plugin 2 von Dan die Sache nun so rund gemacht, dass ich mir selber auch sicher bin, da nichts Entscheidendes mehr verändern zu müssen. Obwohl: Ein wenig Frickelei kann ja auch Spaß machen....
Aber im Wesentlichen geht es um die Musik. Und die genieße ich sehr.

Es hat mich sehr gefreut, mit Franz auch über andere Dinge als Hifi zu reden. Das waren gute Gespräche.
Auch dafür herzlichen Dank!

Gruß!
Rainer

Eusebius
06.05.2013, 13:02
Habe ein wenig umgestellt und für klarere Linien gesorgt.

1) Die La Rosita Omega Connect steht jetzt nicht mehr zwischen den Boxen, sondern auf der Wand-Konsole hinter der Anlage.

2) Die beiden Subwoofer-Stands von Dirk Liedtke wurden wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt.

3) Die beiden Geithain Basis 14K habe ich mittig zwischen den RL 901K soweit wie möglich zusammengeschoben und aus ihnen quasi einen einzigen "2000-Watt-Supersub" gemacht.

Eusebius
07.05.2013, 21:05
Gut, dass wir mal wieder gemessen haben....

Die Freude über die wiederhergestellte Symmetrie der LS-Aufstellung hatte bei mir einen wesentlichen Umstand verdrängt, den der Geithain-Einmessdienst nachgewiesen hatte: Je weiter die Subs nach links rücken, desto mehr "Blindleistung" müssen sie in den Raum abgeben. Sie schaffen dann also zum Teil für die Katz. Das ist der Asymmetrie meines Hörraums zu verdanken. Links neben der linken Box öffnet sich ein kurzes L-Stück, das die akustischen Eigenschaften des Raums beeinflusst.

Bevor ich nun also beide Subs wieder mehr nach rechts geschoben habe, habe ich das mal gemessen.
Wie schon früher beschrieben, liegt die Problemfrequenz meines Raumes bei 32 Hertz - und zwar dergestalt, dass diese Frequenz AM HÖRPLATZ zu schwach ausgeprägt ist.

Hier kommt die aktive Bassfalle Bag End "E-Trap" zum Einsatz. Durch das gezielte Absaugen dieser Frequenz mit Gegenschall bügelt sie die 32-Hertz dergestalt glatt, dass in der Raumecke, wo die E-Trap steht, der Pegel sinkt, gleichzeitig aber am Hörplatz der Pegel angehoben (!) wird.

Auf diese sehr nützliche Eigenschaft der E-Trap kann nicht deutlich genug hingewiesen werden: Die aktive Bassfalle senkt nicht nur Dröhnfrequenzen ab, sondern kann im Einzelfall auch Basslöcher auffüllen!

Auf meiner STEREO-Test-CD sind zufällig genau diese 32-Hertz als Test-Sinus vorhanden.
Mit Hilfe eines Pegelmessers lassen sich Veränderungen dann sehr schön darstellen.

Dabei stellte sich heraus, dass die Position der Subwoofer nicht nur den Pegel an sich, sondern auch die Wirksamkeit der E-Trap beeinflusst.
Bei mittiger Position der Subs war der Bass-Pegel etwas niedriger und die E-Trap konnte das Bassloch nur um etwa 2 dB anfüttern..
Bei der rechten Position der Subs (siehe Bild) waren die 32-Herz per se schon mal um knapp 2 dB lauter.
Wichtiger aber noch: Bei dieser Aufstellung kann die E-Trapp das 32-Hertz-Loch am Hörplatz um sage und schreibe weitere 6 dB (!!!) auffüllen.

Nun bleibe ich also endgültig bei dieser Aufstellung und freue mich, dass still und leise im Hintergrund die E-Trap den Bass noch weiter verbessert.

Eusebius
07.05.2013, 22:25
Um die Wirkungsweise der E-Trap IN BEIDE Richtungen zu verdeutlichen, habe ich mal diese Handskizze gemacht.

ROT sind die Pegelschwankungen meiner 32 Hertz ohne E-Trap.
SCHWARZ mit E-Trap.

Mein Hörplatz ist der Punkt "A" - ich sitze also in einer Senke der 32 Hertz.
Mit E-Trap steigt der Pegel dort von der roten zur schwarzen Kurve um den Betrag X1. Das Loch wird also ein gutes Stück aufgefüllt. Bei mir sind es 6 dB.

Befände sich mein Hörplatz z.B. an der Position "B", läge der Pegel über dem Durchschnittswert und es würde dröhnen.
In diesem Fall würde die E-Trap mit derselben Einstellung den Dröhnpegel um den Betrag X2 absenken.

Klar wird auch, dass Problemfälle immer außerhalb der Knotenpunkte "C" beider Kurven stattfinden. Säße man an einem solchen Punkt (Stern in der Skizze), wäre der Pegel für diese Frequenz optimal (weil genau beim Durchschnittswert) und eine E-Trap nicht nur überflüssig, sondern auch wirkungslos.

Eusebius
16.05.2013, 19:38
Wie schon gesagt, öffnet sich links neben der linken Box ein kurzes "L"-Stück meines Hörraums.
Daher steht die linke Box ziemlich nahe an der entsprechenden Mauerecke, die sie neben sich auch akustisch gerade noch "sieht".
Außerdem ist es dort recht eng. Ich bin beim Vorbeizwängen schon manches mal mit der Schulter angeeckt.
Lange habe ich nach einer Lösung gesucht, wie ich diese rechtwinklige Ecke - auch unter akustischen Gesichtspunkten - "entschärfen" könnte.

Gestern fand ich die Lösung.
Zufällig sah ich im Möbelmarkt einen einfachen Zeitschriftenständer, bestehend aus zwei ineinander zu steckenden, gebogenen weißen Brettern.
Bingo! Das war`s!
4 Stück von diesen sehr preiswerten Dingern gekauft und die Einzelbretter als gerundete Verlängerung an die Wand geschraubt.
Jetzt "sieht" Die Box keine harte Kante mehr, sondern eine Biegung, die sich von ihr wegkrümmt. Außerdem komme ich jetzt besser durch diesen Engpass hindurch.
Bei der Gelegenheit habe ich dann noch einige Dämm-Materialien an den Seitenwänden beseitigt.
Da hatte ich wohl des Guten zuviel getan.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden.

Auf dem Foto sieht man links neben meinem neuen runden "Diffusor" den senkrecht stehenden 10 cm dicken Absorber von MB-Akustik, den ich schon vor einiger Zeit dort angebracht hatte, um frühe Reflexionen von der Seitenwand zu unterbinden. Rechts unten auf demselben Bild ist die linke 901k zu erkennen.
Oben am Bildrand das Hochbett über dem Treppenhaus, dessen Luftraum auch noch mit zum Hörraum gehört.

Bruce
16.05.2013, 19:54
Sehr einfallsreich. Gefällt mir!

Franz
16.05.2013, 22:32
Immer wieder erstaunlich, auf welch praktische und zudem erschwingliche Lösungen du kommst, Rainer. Gefällt mir auch sehr.

Gruß
Franz

Eusebius
17.05.2013, 00:09
Stimmt schon, Franz.
Es macht mir Spaß, Dinge auf eine Art und Weise zu verwenden, für die sie nie gedacht waren.
(Darum ist meine Lieblings-Szene aus Apollo 13 auch die, wo die Besatzung aus irgendwelchen Teilen, die es zufällig da oben gibt, ihre neuen Luftfilter basteln muss.)

Eusebius
22.05.2013, 16:48
Wie früher beschrieben, befindet sich mein Hörraum im Dachstudio unseres Hauses. Das Pultdach steigt durchgehend von 1,80 bis 4,10 m (über den Boxen) an.
Über dem vorgezogenen Hörplatz beträgt die lichte Höhe etwa 2,70m.

Diesmal habe ich versucht, mit einfachsten Mitteln eventuellen Deckenreflektionen beizukommen.
Der Materialaufwand beträgt nicht einmal 50,- Euro. Arbeitszeit: zwei Stunden.
Anhören tut es sich gut. Der WAF ist sicher zweifelhaft.
Wichtig: Es gibt kein einziges Bohrloch. Alles ist in kurzer Zeit rückstandslos zu entfernen.

Was habe ich gemacht?

In der Tapeten- und Farb-Abteilung von Bau- oder Teppichmärkten gibt es Stuck-Applikationen aus Hart-Styropor.
Mir stachen schöne Rund-Leisten ins Auge, mit denen man eigentlich die Winkel zwischen Decke und Wänden abrunden kann.
Die Dinger sind zwei Meter lang, ca 10 cm breit und federleicht. Kostenpunkt: 3,90 €.
Flugs habe ich 10 Stück eingekauft.
Passendes Doppelklebeband gab es auch noch im Sonderangebot.

Die Montage war denkbar einfach: Auf einen Schenkel kommt über die volle Länge das Doppelklebeband, dann die Leiste so an der Holzdecke befestigt, dass der andere Schenkel in den Raum hängt. Die hohlspiegelartige "Öffnung" der Leisten zeigt in Richtung LS.
Das Muster der Holzdecke diente als kinderleichte Orientierung.

Erster Eindruck: Der Klang ist tatsächlich noch etwas klarer geworden

Eusebius
23.05.2013, 00:05
Man hört das tatsächlich: mehr Kraft, mehr Klarheit, mehr Raum.
Wer sich in seinem Hörzimmer austoben darf, sollte das ruhig mal ausprobieren!

Joachim Kiesler hat etwas ähnliches bei unserem damaligen Besuch in Geithain zum Nachbau empfohlen - allerdings schwerer und aus Holz.
Ich erinnere mich an den dortigen neuen Hörraum, von dessen Decke alle 15-20 cm quer montierte Bretter herab hingen.

Auch die Akustikdecken der Hörräume von Claus Bücher in Taunusstein treiben dieses Prinzip auf die Spitze.

Eusebius
24.05.2013, 12:49
Ich muss mich da nochmal zu Wort melden:
Es ist schier unglaublich, was diese Deckenbehandlung bringt!

Ich wähnte mich bei diesem Thema bisher immer auf der sicheren Seite, weil die Holzdecke erstens weit weg und zweitens schräg ist.
So habe ich alle möglichen Raumakustik-Maßnahmen ausprobiert und umgesetzt, die Zimmerdecke dabei aber immer vernachlässigt.
Dennoch lag da wohl noch einiges an Klangpotential verborgen.

Also erneut die unbedingte Empfehlung: ausprobieren!

Eusebius
27.05.2013, 18:59
So, jetzt ist es fertig.
Ich habe überall noch eine Paneele dazwischen gezogen und zu den Boxen hin noch zwei Reihen angefügt.
Für die Deckenstrahler musste ich Halbkreise ausschneiden.

Jetzt habe ich einen steifen Nacken, bin aber sehr zufrieden.

Eusebius
28.05.2013, 19:08
Letzter Stand, was die LS-Aufstellung betrifft.

Solange ich sie nicht zu nah an die linke Box rücke, sind die Subs in ihrem Element.
Habe sie nun endgültig mittig erhöht gestellt, was mich klanglich überzeugt und mir endlich wieder die Symmetrie beschert, die mir einfach besser gefällt.

Prinzip der Seitenwandbehandlung: In vielen Versuchen optimierte Mischung aus Absorption und Diffusion.

Vor allem durch die Behandlung der Zimmerdecke ist der Klang deutlich energiereicher und noch straffer geworden.

Eusebius
03.07.2013, 17:31
Kleines Update:

Für meinen Subwoofer-Turm mit den beiden Basis 14k habe ich mir bei Dirk Liedtke ein dickeres Standrohr mit 21,7 cm Durchmesser bestellt, das das alte 14-er Rohr ersetzt.
So stimmen die Proportionen besser und der Turm steht noch stabiler

Wie immer bei Dirks Produkten war das Teil perfekt gearbeitet und ließ sich problemlos montieren.

Oldie-Werner
04.07.2013, 18:44
Hallo Rainer.


Das sieht bei dir ja richtig Professionell aus!!!! Alle Achtung.Da sieht man das du

mit viel Leidenschaft,dein Hobby und viel Zeit reinsteckst. Gratulation Rainer



Der Oldie.....

Eusebius
04.07.2013, 20:41
hi Oldie!

Das dickere Rohr für die Subwoofer ist nur das Sahnehäubchen.

Angeregt durch Lektüre hier und dort, Hinweise von Besuchern und eigene Neugier habe ich in den vergangenen Monaten den Kurs in Sachen Raumakustik ein wenig korrigiert:
- etwas weniger Dämpfung (sehr trocken ist es allerdings immer noch)
- dafür mehr Streuung
- neue (mittige) Position der Subwoofer
- Behandlung der schrägen Decke, die wohl doch mehr reflektierte, als ich gedacht hatte.

In der Summe ist der Klang durch diese Maßnahmen hörbar frischer, knackiger und präziser geworden.
Der Bass hat mehr Substanz.

Ich bin sehr, sehr zufrieden und freue mich jeden Tag über die Performance meiner Mac-Plugin-Rosita-Musikstrecke.
Für mich ist es die Erfüllung eines Traums, endlich den Inhalt meiner CDs in einer derartigen Qualität hören zu können.

Gruß!
Rainer
(PS: Dein Besuch steht immer noch aus. Die Einladung gilt!)

Eusebius
05.07.2013, 13:34
Die Rahmendaten der endgültigen Aufstellung:

Basisbreite: 2,70 m (von Mitte Hochtöner zu Mitte Hochtöner)
Hörabstand: 3,15 m
Akustische Mitte in ca 1,30 m Höhe. Die 901k sind in ihren Gabelständern entsprechend nach unten geneigt, sodass die Hochtöner auf Ohrhöhe zielen.
Abstand der Haupt-LS zur Wand dahinter: 1,60 m (gemessen bis zur Membranebene)
Abstand des Hörplatzes zur Rückwand des Raumes: ca 2,60 m
Gehäuseoberkante aller drei LS-Türme: 1,54 m.
Abstand des Hörplatzes zu den Seitenwänden: 1,30m (links) bzw 2,10 m (rechts)

Das Hördreieck ist also ein klein wenig in die Länge gestreckt.

Die Boxen und Subwoofer stehen auf einer Kreisbahn, der Subwooferturm also näher an der Rückwand als die 901k.
Das entspricht der oberen Position auf dem Schaubild von MEG.

vierzigo
06.07.2013, 13:45
Hallo Rainer,

hast ja sehr viel geändert, sieht toll aus.
Das mit den Brettern an der Decke, finde ich eine tolle Idee, und doch so einfach. Überlege das auch mal bei mir auszuprobieren.

Viele Grüße

Oliver

Eusebius
06.07.2013, 15:11
Ja, probier es aus!

Entgegen meiner ersten Hoffnung können aber auch die ultraleichten Styroporpanele an der Decke irgendwann der Schwerkraft nicht mehr widerstehen.
Das von mir verwendete Doppelklebeband reicht alleine nicht aus.
Deshalb musste ich die Leisten mit kleinen Schrauben zusätzlich fixieren.

Eusebius
10.07.2013, 18:45
Ein Tipp von Mandelstein (Gerhard) brachte mich auf die ziemlich geniale App "Analyzer", die es für vergleichsweise äußerst sparsame 13,99 € im App-Store gibt.
Das Ding ist ratzfatz auf dem iPad installiert, funktioniert sofort und ist kinderleicht zu bedienen. Man benötigt keinerlei weitere Ausstattung!

Es erlaubt Pegel- und FG-Messungen mit verschiedenen Bewertungesfiltern und Auflösungen, speichert die Messkurven verschiedenfarbig ab, erlaubt Ausschnittsvergrößerungen, ermittelt Durchschnittswerte, Sammelkurven etc.

Das alles wohlbemerkt mit dem eingebauten Mikro des iPad!
Man kann aber auch ein kalibriertes an die kleine Klinkenbuchse anschließen.
Die Genauigkeit ist aber auch so schon für Home-Anwender mehr als ausreichend.
Die Sinustöne der Stereo-Test-CD wurden in der Darstellung sehr genau getroffen.

Einzig bei Rauschsignalen im Tiefbass kommt das eingebaute Mikro offensichtlich an seine Grenzen und liefert nur ungefähre Ergebnisse. Einzeltöne im Bass gehen aber sehr gut.
Ansonsten: Klasse!

Hier mal ein Screenshot von Tiefbassmessungen in meinem Hörraum mittels der besagten STEREO-CD. Es handelt sich um die üblichen Frequenzen im Drittel-Oktav-Abstand: 32, 40, 50, 63, 80, 100 und 125 Hertz.

Man sieht, dass die Bassverteilung recht gleichmäßig ist. Da dröhnt nichts.

Außerdem schön zu sehen: die von mir schon beschriebene Wirkung der aktiven Bassfalle E-Trap zur Auffüllung meines FG-Lochs am Hörplatz bei 32 Hertz.
Die linke Doppelspitze des Bildes zeigt den 32-Hertz-Pegel mit und ohne E-Trap.
Mit der auf 32 Hertz abgestimmten E-Trap ist der Pegel am Hörplatz um rund 7 dB (!) höher und die Senke damit fast ausgebügelt.

Hörzone
12.07.2013, 11:26
Rainer

für die Messapps gibts auch gute Messmicros für das iPhone
http://www.amazon.de/MicW-i436-Standard-Messmikrofon/dp/B00510Y3KC/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1373615983&sr=8-4&keywords=micw
man verzeihe mir das ich das verkaufe ;)

Diffusion halte ich für absolut unterschätzt. Ich empfehle immer die Decken für Diffusion zu nutzen. Man kann da eh nicht zuviel machen, weil die Energie ja im Raum bleibt.

viele Grüße
Reinhard

Eusebius
12.07.2013, 13:23
Hallo Reinhard!

Mittlerweile sehe ich das auch so.

Bis dato war ich eher auf dem Pfad "Dämpfen! Je mehr, desto besser!"
Dabei bin ich wohl auch etwas über das Ziel hinausgeschossen.

Jetzt ist es eine ausgewogenere Mischung aus Dämpfung und Diffusion.
Die Deckenbehandlung hat wirklich viel gebracht.

...und die E-Trap von dir löst sehr effektiv ein kleines Tiefbass-Problem, das mit passiven Mitteln kaum zu beheben gewesen wäre.

Gruß!
Rainer

Hörzone
12.07.2013, 15:09
...und die E-Trap von dir löst sehr effektiv ein kleines Tiefbass-Problem, das mit passiven Mitteln kaum zu beheben gewesen wäre.

Gruß!
Rainer

was mich sehr freut :)

Eusebius
16.07.2013, 20:09
Die Analyzer-App für das iPad ist der Knaller.
Ich habe nun auch noch das externe Mikro i436 geordert und angepasst.

Dann kam mir für die Messungen eine Idee.
Bisher war der FG im Bereich von 200-400 Hertz immer noch recht unruhig. Zuerst gab es eine Senke, darüber eine Überhöhung.
Was tun?

Ich erinnerte mich an meine weiter oben beschriebenen Experimente mit Bodendiffusoren.
Sollten es Bodenreflexionen sein?

Also schnell zwischen jede Box und Hörplatz je zwei zu Klötzen gefaltete Gästematratzen als Würfel aufeinander gelegt und erneut gemessen.

Wow! Das war`s!
Die Senke war plötzlich um 4dB aufgefüllt, der Buckel um 3 dB abgesenkt.
Klasse!

Anbei ein Foto und ein Screenshot des verbesserten FG am Hörplatz in Drittel-Oktaven (obere Kurve) und 24stel-Oktaven-Auflösung. Die Absenkung zu den Höhen hin entspricht meinem Hörgeschmack.
Auf dem Hörsessel sieht man in Ohrhöhe das iPad mit angedocktem Mikrofon. (Ist der kleine silberne Stift, der aus der rechten oberen Ecke des iPad herausragt.)

Für ernsthaftes Hören muss ich die Klötze also wohl ins Zimmer legen.
Naja - immerhin haben sie Trageschlaufen....

Eusebius
16.07.2013, 21:52
PS: Gemessen wurde das Gesamtsystem bestehend aus 901k plus 2 Subwoofern Basis 14k.

Eusebius
16.07.2013, 23:15
Obige Einstellung war mir doch etwas zu dunkel timbriert.
Deshalb habe ich den FG auf 2 dB weniger Gesamtgefälle ausgelegt (untere Kurve).
Das passt besser.

Eusebius
17.07.2013, 00:48
Mit diesem Tool zu hantieren macht unglaublich Spaß.
Es kann verdammt viel!

Mit höherer Auflösung und Vergrößerung des Bildschirmausschnitts habe ich mich an die Feinabstimmung des aktiven Bassabsorbers E-Trap gewagt.
Das ging wunderbar.

Wie auf dem neuen Graphen zu sehen ist, wurde der Tiefbass nach unten hin weiter linearisiert.

Dazu habe ich den zweiten Regelkreis der E-Trap auf 40 Hertz abgestimmt, um die kleine Senke oberhalb von 32 Hertz aufzufüllen..
Würde ich noch näher an den bestehenden 32-Hertz-Kreis heranrücken, würden sich beide im Betrieb nicht mehr richtig vertragen.
Aber so geht es wunderbar.

Ich bin von dieser Analyzer-App restlos begeistert.

Eusebius
17.07.2013, 10:41
Langsam aber sicher biege ich mit dem Feintuning auf die Zielgerade ein.
Die messtechnisch beste und optisch verträglichste Positionierung der "Anti-Boden-Reflexions-Matratzen" ist die auf dem Bild zu sehende "Fischgräten"-Anordnung.

Außerdem wird der FG noch etwas stärker geglättet, wenn der Hörplatz ca 25 cm nach hinten rutscht.
Jetzt sind es 3,30 m bei einer Basisbreite von 2,70 m.

Dabei lasse ich es jetzt mal bewenden.
Irgendwann wird man von der vielen Messerei und dem andauernden Rauschen auch ziemlich gaga.

Zwei Bilder zum neuesten Stand:

Eusebius
17.07.2013, 12:15
Hier ein informatives Video zu App und Mikro:

http://www.sweetwater.com/insync/ios-update-vol-31-analyzer-app-i436-measurement-microphone/

ongaku-zen
17.07.2013, 21:36
habe hier kürzlich was gefunden was die rumprobiererei mit absorbern und diffusoren erleichtern dürfte:

http://www.stereo.de/index.php?id=449&tx_ttnews[tt_news]=1923&cHash=4ebc710c95

hat jemand erfahrung damit?

gruss,
ongaku-zen

Eusebius
18.07.2013, 09:31
Mir erschließt sich der Sinn dieses Beitrags nicht ganz - vor allem hier an dieser Stelle.

Eusebius
20.07.2013, 15:49
Eine letzte Messung will ich noch einstellen.
Sie dürfte für meinen Hörraum und mein Setup die weitgehende Annäherung an das Optimum darstellen.
Wie man sieht, wurden die Amplitudenausschläge noch weiter verringert.

(Obere Kurve wieder mit 1/3 Oktave, darunter 1/24 Oktave Bandbreite. iPad 2 für Messmikro i436 kalibriert.)

Mandelstein
25.07.2013, 11:51
Hallo Rainer,

ich habe noch den folgenden Link gefunden der sich mit der App beschäftigt und mit Deinem neuen Mikro.

http://www.audio.de/ratgeber/messmikrofon-micw-i436-raumakustik-messung-per-iphone-1498726.html

Macht es denn einen großen Unterschied mit dem neuen Mikro ?

Sommerliche Grüsse

Gerhard

Eusebius
25.07.2013, 12:12
Hallo Gerhard!

Danke für den Link.
Schöner Bericht.

Dramatisch sind die Unterschiede zum integrierten Mikro des iPad nicht.
Ohne externes Mikro geht es also schon sehr gut.
Mit i436-Mikro und Kalibrierung weiß man halt, dass es perfekt ist.

Dazu lädt man vom Mac-Store für 8,99 eine Zusatz-App zur eigentlichen App herunter.
Sie dient nur dazu, den individuellen Empfindlichkeitswert des Mikros auf einem Schieberegler einzustellen (Der Wert ist bei jedem Mikro im Beiblatt angegeben.)
Außerdem berücksichtigt die Analyzer-App dann automatisch den FG des Mikros.

Nach sehr vielen Messungen kann ich sagen, dass alles perfekt und vor allem 100-prozentig reproduzierbar funktioniert. Mit Hilfe der "Fingerspreiz"-Lupenfunktion auf dem Touchscreen lassen sich kleinste Details sichtbar machen.
Einfach toll!

Ich nutze übrigens nicht den integrierten Rauschgenerator, sondern Rosa-Rauschen von einer Test-CD, die sich wie meine Musiksammlung auf der Festplatte befindet.

Professionelle Einmessdienste bieten zusätzlich vor allem halt noch die Messung der Nachhallzeit. Das kann die App nicht.

Aber unter Berücksichtigung des aufgerufenen Preises ist die Analyzer-App schlicht als sensationell zu bezeichnen.

Mandelstein
25.07.2013, 12:19
Hallo Rainer!

Danke für die Info. Ich glaube dann braucH ich das Mikro nicht.

Von welcher CD nimmst Du denn das Rosa Rauschen? Und welchen Track genau? Und noch ne Frage: Mit welcher Messauflösung machst Du Deine Messung? Sieht man auf den Grafiken nicht so ganz.

Grüsse

Gerhard

Eusebius
25.07.2013, 12:26
Das Rauschsignal nehme ich von der CD "Audio Super Hörkurs Teil 2" Track 34 sowie 38 und 39 (letztere für linken und rechten Kanal getrennt)
Die CD gab es vor vielen Jahren mal zu einer Audio dazu.

Meine Graphen zeigen immer ein und dieselbe Messung in zwei Auflösungen: oben (glattere Kurve) Glättung 1/3 Oktave, darunter in 1/24 Oktave.

Gruß!
Rainer

PS: Es ging doch noch etwas besser. Vor allem im Bass.
Hier die neueste Messung nach etwas Boxenrückerei. (Jetzt muss ich wirklich aufhören, sonst sehe ich noch weiße Mäuse.)

Eusebius
25.07.2013, 12:44
Mit einem Trick lassen sich die Einzelmessungen noch besser vergleichen:

Ich mache von jeder Messung ein Screenshot auf dem iPad (dazu die leicht vertiefte Haupttaste und die seitliche Einschalttaste kurz gleichzeitig drücken. Aber nicht zu lange halten, denn dann führt dieselbe Tastenkombination zum Not-Aus des iPads!)

Bilder auf den PC überspielen und dort wie Fotos betrachten.

Wenn alle Messungen mit demselben Pegel vorgenommen wurden, lassen sie sich auf dem Bildschirm des Computers durch Weiterschalten nahtlos ineinander überführen.
Dabei springen Unterschiede sofort ins Auge! Auf dem iPad selbst geht das nicht so gut.

Eusebius
26.07.2013, 15:10
Ich muss sagen: diese App hat durchaus Suchtpotential. :highly_amused:

Der damalige Hinweis des Geithain-Messdienstes, dass nämlich beide (!) Subs rechts am besten wirken, ließ mir keine Ruhe.
Also war doch nochmal LS-Schubsen angesagt.
Zum Glück lässt sich der komplette Subwoofer-Turm mit etwas Kraft auf den Spikes samt Druckverteilungs-Tellern über den Teppichboden ziehen.

Die anschließende Messung belegt: Es stimmt!

So positioniert wird der Bass des Gesamtsystems noch gleichmäßiger und reicht etwas tiefer.
Meine geliebte Symmetrie ist nun wieder dahin. Aber was tut man nicht alles für den guten Ton....

Mandelstein
27.07.2013, 11:16
Moin Rainer,

ist ja echt interressant was Du da so alles anstellst.

Ich hab da noch was anderes.

Nachdem ich mir das Syncro Programm installiert habe und auch benutzt habe ist mir folgendes aufgefallen. Meine MacBook SSD Festplatte hatte auf einmal eine ganze Menge Speicherbelegung die ich mir nicht erklären konnte. Es ging da um 50 GB und mehr.

Hab mir erstmal einen Wolf gesucht um diese Dateien zu finden. Hab ich aber nicht. Ich musste einen Mobilen IT Profi einschalten und zusammen sind wir dem dann auf die Spur gekommen.

Mit einem Befehl konnten versteckte Dateien sichtbar gemacht werden und siehe da diese 50 GB Datei hatte was mit dem Synchronisieren zu tun. Anscheinend wird da igendwas gespeichert.

Da ich jetzt die Vorgehensweise kenne kann ich immer mal wieder diesen unnötigen Datenmüll löschen.

Hast Du das auch schon mal festgestellt?

Ist jedenfalls ein gutes Gefühl eine Festplatte zu haben auf der nur wirklich benötigte Daten liegen.

Dir noch ein schönes WE

Grüsse

Gerhard

Eusebius
27.07.2013, 11:37
Hallo Gerhard!

Ja, das Phänomen kenne ich.

Ich habe es mit Hilfe dieses sehr praktischen Tools gelöst:

https://itunes.apple.com/de/app/daisydisk/id411643860?mt=12

Dort lassen sich Synkron-Einträge von Musikdateien identifizieren und gezielt löschen.
Geht sehr gut!

Seither sind bei mir immer nur weniger als 20 GB von 500 GB auf der Festplatte des Mac Mini belegt.

Gruß!
Rainer

Mandelstein
27.07.2013, 13:15
Hallo Rainer,

danke für den Tipp.

Werde ich mir am Montag mal runterladen.

Schönen sonnigen Tag Dir. Bin gleich ab zum Baggersee.

Grüsse

Gerhard

claus B
27.07.2013, 15:00
Hallo Rainer,

einfach Klasse wie Du Dich mit diesen Thema beschäftigst.


Dieses App ist absolute Klasse,dies demonstrierte Du ja schon mir letzte Woche in Taunusstein.

Gruß aus Frankreich

Claus

Eusebius
28.08.2013, 15:33
Hier noch ein Graph, der die letzten Fein-Korrekturen wiedergibt.
Dabei habe ich mit Hilfe der App zunächst jeden LS einzeln und dann den Stereo-FG am Hörplatz optimiert.

Der Klang begeistert mit täglich neu.
Nach diesem Musik-Erlebnis in den eigenen vier Wänden habe ich jahrzehntelang gesucht.

Abschließend will ich Claus Bücher noch einmal von Herzen danken:
1) Dafür, dass er mir vor 4 Jahren (ist das wirklich schon so lange her?!) die Ohren für die sensationelle Geithain RL 901 k geöffnet hat.
Ich spüre nicht den Hauch eines Wunsches, diesen wunderbaren Lautsprecher jemals wieder herzugeben oder zu tauschen.
2) Dafür, dass er mir hartleibigem Computer-Verweigerer auf ebenso hartnäckige wie freundliche Art die Vorteile von La Rosita nahe gebracht hat.

Damit bist du, lieber Claus, für die beiden wichtigsten und beglückendsten Kaufentscheidungen meines HiFi-Lebens verantwortlich!
Danke dafür!

Gruß!
Rainer

Eusebius
11.09.2013, 19:34
Eine Idee hatte ich noch:
Die akustische Auswirkung der Nähe zu den Seitenwänden ließ sich noch weiter reduzieren.
Dafür habe ich mir gewölbte Akustikelemente gebaut, die nun in Höhe der LS links und rechts an den Wänden hängen.

Basis ist eine 40x80 cm große Lochplatte aus Stahl, die eigentlich zu einem Metallregal gehört.
Die Regalböden bestehen aus einem stabilen Rahmen, in den besagte Lochbleche eingelegt werden.
Ohne Rahmen sind sie biegsam. Mit Hilfe eines Seils habe ich die Gitter auf der Rückseite vorgespannt, wodurch eine Wölbung entstand.
Anschließend habe ich je zwei dutzend Rundholzstäbe (als zusätzliche Diffusoren) mit Kabelbindern an der Front befestigt und dann die Konstruktion mit Drachenschnur aufgehängt.

Die Frequenzgänge der linken und rechten Box sind nun weitgehend angeglichen. Was bleibt, sind nur noch Unterschiede von einigen dB im Bereich von 100 bis 300 Hertz, die aber zum Glück genau gegenläufig sind: Wo die linke Box etwas wenig Pegel hat, liefert die rechte etwas mehr und umgekehrt. In der Summe gleicht sich das aus.

Die blauen Klötze auf dem Fußboden bleiben. Ohne sie (grüne Kurve) ist der FG deutlich welliger als mit ihnen (rote Kurve), wie der Frequenzschrieb zeigt.

Ein letzter Abgleich der E-Trap (aktive Bassfalle) hat den Tiefbass noch weiter geglättet. Nun reicht er sehr gleichmäßig bis 24 Hertz hinunter.
Der beigefügte aktuelle FG-Schrieb am Hörplatz (wieder geglättet in 1/3 und 1/24 Oktave) sollte dann der letzte sein, den ich hier einstelle.
Seit Tagen schon rühre ich das System nicht mehr an. So bleibt es jetzt.
Im Vergleich zum Status von vor einigen Monaten ist der Klang nochmal deutlich klarer, konturierter, dynamischer und ortsgenauer geworden.

Eusebius
24.09.2013, 18:02
Kleinigkeiten am Rande, die Spaß machen:

Den alten 4/3-Bildschirm für den Musik-Mac-Mini habe ich rausgeschmissen und mir einen 27-Zöller von AOC gegönnt.
Da ist nun richtig Platz drauf, und ich kann in den schönen Covern meiner Musiksammlung schwelgen.
Auch meinen schwachen Senioren-Augen kommt die Größe entgegen.

Schon seit einiger Zeit benutze ich das iPad mit Remote-App nicht mehr für die Musiksteuerung, sondern mache alles direkt am Mac.
Der steht ja direkt hinter meinem Hörplatz. Es macht also keine Mühe.

Nach wie vor dient der Mac ausschließlich zum Musik hören.
Die Verbindung zur La Rosita läuft über einen gesonderten Airport Express im 5-Gigahertz-Band.
Alles andere mache ich mit dem Notebook im Vordergrund, das wie alle sonstigen internetfähigen Geräte unseres Haushalts an der Fritzbox (2,4 Gigahertz-Band) hängt.

Beim Streaming gibt es keinerlei Probleme. Niemals!

Eusebius
13.12.2013, 19:12
Ein kleines Detail will ich euch nicht vorenthalten. Es ist ein wenig verrückt, aber sehr praktisch:

Da ich dazu neige, Fernbedienungen - vor allem, wenn sie so klein sind wie die einer La Rosita - zu verlegen,
habe ich mir dieses hübsche Arrangement auf dem Tischchen rechts neben meinem Hörplatz angerichtet:
Es besteht aus einem 8 cm dicken Granitblock, der früher einmal zu meinem sauschweren Rack, das damals die Hifi-Gerätschaften trug, gehörte.
Darauf sieht der geneigte Leser zwei Fernbedienungen. Eine für die La Rosita, eine für den Mac.

Das Besondere: Beide FB sind mit Doppelklebeband auf dem schweren Stein als "Träger" unverrückbar befestigt,
und zwar so, dass jede genau in Richtung des Geräts schaut, das es zu bedienen gilt:
Für die La Rosita nach vorne, für den Mac hinter meinem Hörplatz nach hinten.
So gehen mir beide FB nicht mehr verloren.
Dank der Befestigung kann ich sie außerdem mit einem Finger vom Hörplatz aus bedienen, ohne dass sie mir wegrutschen.

Mit der hübschen Alu-FB des Mac starte und stoppe ich die Musik.
Die Auswahl der Stücke erfolgt allerdings am Mac mit dem großen Bildschirm.
Dafür muss ich zwar aufstehen - aber ein wenig Bewegung tut ja ganz gut. Und von Zeit zu Zeit seh` ich die Cover gern....

Die Remote-App auf dem iPad nutze ich nicht mehr.
Die jetzige Lösung reicht mir völlig aus.

rolodex
14.12.2013, 12:24
"Dafür muss ich zwar aufstehen - aber ein wenig Bewegung tut ja ganz gut."

Übertreib es bloß nicht. Nicht dass es noch in einen Muskelkater ausartet. ;)

Gruß, Gerd

Eusebius
06.01.2014, 16:42
Um die Weihnachtszeit herum habe ich mich mit der Mess-Software Carma 4 von Audionet beschäftigt.
Leider ist das Messmikro i436, das ich am iPad mit der Mess-App "Analyzer" verwende, am Computer nicht zu gebrauchen.
Also habe ich mir noch ein Messmikro Behringer ECM 8000 nebst Mikrofon-Vorverstärker IMG Stage Line MPA-102 angeschafft.

Damit lassen sich nun auch Nachhallzeiten, Impulsantworten etc messen.
Die Analyzer-App kann ja "nur" den Amplitudenfrequenzgang.

Die Installation von Carma geht ruckzuck.
Von den Messimpulsen, die auf der Audionet-Homepage zum Download angeboten werden, habe ich mir eine CD gebrannt, die ich über einen alten Sony-CDP abspiele.

Der Vergleich mit den Analyzer-Messungen übers iPad zeigte mir, dass die Soundkarte meines Mac-Mini im Gegensatz zu der meines Samsung-Notebooks von extremer Güte und Linearität ist.

Also habe ich das Behringer-Mikro an den Miniklinkenstecker auf der Rückseite des Mac Mini angeschlossen.
Entgegen der Symbolbeschriftung handelt es sich bei der Buchse nicht um eine originäre Mikro-Buchse, sondern um einen Hochpegeleingang, der vom Behringer mit Phantomspeisung aber wunderbar angesteuert werden kann.

Nach kurzer Gewöhnung lässt sich mit der Mess-Software Carma 4 sehr gut arbeiten.
Zur Vorbereitung gilt es, sich vorsichtig an den höchstmöglichen Messpegel heranzuarbeiten, um einen brauchbaren Störabstand im Vergleich zum Grundrauschen des Hörraums zu erreichen.

Im Unterschied zur Analyzer-App fürs iPad, die mit Rosa Rauschen auch auf beiden Kanälen arbeitet, benutzt Karma kurze Messimpulse über den gesamten FG, die immer für beide Kanäle getrennt ablaufen.

Bei den anschließenden Messungen zeigte sich im Vergleich zu meinen bisherigen Ergebnissen mit der Analyzer-App ein interessantes Detail, das zu einer weiteren Verbesserung der Wiedergabeeigenschaften meiner Anlage führt.

Bisher hatte ich Wert darauf gelegt, meine aktive Bassfalle E-Trap so einzustellen, dass sich ein möglichst tiefreichender FG im Bass ergab.
Die Wasserfalldarstellung mit Carma zeigte mir jedoch, dass ich dabei das unterste Ende des FG nur deshalb so weit ausreizen konnte, weil unverhältnismäßig längere Nachhallzeiten in diesem Bereich einen höheren Pegel "erschwindelten".

Also habe ich mich von der Suche nach möglichst tiefen Grenzfrequenzen verabschiedet und stattdessen die Etrap so eingestellt, dass der Bass möglichst schnell ausklingt. Damit hole ich nach, was für die Einstellung der Etrap empfohlen wird. Der alleinige Bezug auf den FG reicht nicht aus. Zusätzlich gilt es, vor allem den Nachhall im Bass zu verringern.

Das ist nicht nur messtechnisch gelungen, wie die beiden Wasserfalldiagramme (jeweils linker Kanal) zeigen, sondern auch hörtechnisch:
Im Tiefbass klingt es nun noch präziser als vorher.

Wie schon der Geithain-Messdienst ermittelte, sind die Nachhallzeiten in meinem Raum extrem niedrig.
Ich bewege mich da mit weitgehend weniger als 200 Millisekunden am unteren Rand oder sogar knapp unterhalb der Studionorm.
Allerdings scheint es so zu sein wie einige Quellen im Netz sagen:
Offensichtlich schönt Carma etwas bei den Nachhallzeiten. Sie liegen i.d.R. noch unterhalb dessen, was andere Systeme messen.

Mit dem Klang bin ich so sehr zufrieden.
Auch beim Deutlichkeitsmaß D 50, das Carma ebenfalls anbietet, erreiche ich extrem hohe Werte.
Die Impulsantwort zeigt keine frühen Reflexionen.

Hier die beiden Wasserfalldiagramme (jeweils linker Kanal).
Deutlich ist zu erkennen, dass der "Bergrücken" am linken Rand nach der Neueinstellung der Etrap nun weitgehend abgetragen ist.

Eusebius
07.01.2014, 16:20
Hier noch die Abklingzeiten.

Die alte Messung von Geithain (T 15) ist nicht 100-prozentig vergleichbar, da sich seither noch einige Änderungen am Hörraum ergeben haben.
Aber die Tendenz stimmt.

CARMA zeigt T 30.
Wie gesagt: Offensichtlich gibt das Programm kürzere Nachhallzeiten an, als andere Programme messen. Ich schätze, man müsste überall knapp 50 Millisekunden dazugeben.
Aber auch hier stimmt die Tendenz. Angegeben ist der Korridor für professionelle Studios.

Beide Systeme rechnen auf RT 60 hoch. Insofern also vergleichbar.

Und ja: Ich weiß! Das ist SEHR (!) niedrig.
Aber ich finde es klasse so!
BTW habe ich noch keinen anderen Hörraum erlebt, der im Bass so geringe Nachhallzeiten aufweist.
Mit der Etrap hat sich das noch einmal verbessert.

Franz
07.01.2014, 16:54
Das sieht ja geradezu phänomenal aus, insbesondere die Werte für den Bassbereich, zudem sehr gleichförmig über den gesamten Frequenzbereich. Das schaffe ich im Bassbereich in meinem Raum so nicht, und den empfinde ich schon als akustisch sehr "trocken".

Der e-trap bewirkt auch bei mir eine hörbare Verbesserung, war somit eine gelungene Investition.

Gruß
Franz

Eusebius
07.01.2014, 17:25
Abschließend noch die Impulsantwort:

Eusebius
07.01.2014, 17:47
Letzter Stand raumakustische Behandlung der Seitenwände:

flar
08.01.2014, 12:17
hola rainer,
und kannst du einen klanglichen unterschied feststellen?

:eagerness::eagerness::eagerness:

Eusebius
08.01.2014, 12:25
Hallo Flar!

Das sind viele kleine Schritte, die zu einem Klang mit extrem scharfer Ortbarkeit,
Durchhörbarkeit und Räumlichkeit führen - und das alles in völliger Entspannung und Stressfreiheit.

Gruß!

flar
08.01.2014, 12:46
hola rainer,
danke für die schnelle antwort.
da ich im wohnzimmer derartige experimente nicht machen darf, war meine frage schon ernst gemeint!
durch die holzapplikationen ist ja eine gewisse streuung denkbar. also für mich keine harte reflektion (lichtstrahl trifft auf ebenen spiegel), sonder diffuse reflektion (lichtstrahl trifft auf milchglas).
folge: mehr direktschall?

die professionellen diffusoren gehen ja schon richtig ins geld und müssen von der liebsten auch optisch akzeptiert werden ...

Eusebius
20.01.2014, 10:46
Mit Carma lassen sich kleinste Änderungen dokumentieren.
Also habe ich einige meiner z.T. selbstgestrickten Raumakustik-Elemente mal "durchgemessen", um zu sehen, was sie im einzelnen tatsächlich bewirken.

Dabei stellte sich raus, dass einige HINTER den LS platzierte Elemente unnötig waren.
Ich habe sie entfernt. So sieht der Raum wieder etwas offener aus.

Sehr einfach lässt sich mit Carma auch überprüfen, wo im Raum ein Element am besten wirkt.
Drei-, viermal umgestellt - drei-, viermal gemessen - Kurven übereinander gelegt und verglichen. Fertig.
Das macht richtig Spaß. Man kann sehr viel darüber lernen, wie sich Messergebnisse akustisch auswirken.

Wer Carma 4 von Audionet noch nicht hat: Das lohnt sich wirklich!
Lobenswert, das sowas als Freeware im Web zu haben ist!
Mit Behringer-Mikro und Mikrofonverstärker bleiben die Kollateral-Investitionen immer noch recht überschauber.

Andreas
02.02.2014, 13:07
Hallo Rainer, auf den Norddeutschen Hifi Tagen hatte ich die Chance mit einem Tontechniker der Firma Synthax zu sprechen, der I436 Kits am Stand hatte. Leider haben wohl viele Apple Geräte einen Hochpass im Signalweg, der das Messen der tiefen Frequezen erschwert. Er meinte, es steht zwar 20Hz in der Mic Spec, aber 40Hz wäre realistischer. Ob es Apps gibt, die mit Korrekturwerten bestückt werden können, um das i436 zu korrigieren, konnte er nicht bestätigen. Kennst Du so eine App? Sonst fällt als Spasslösung am IPad Mini das i436 für mich leider raus.

Schau doch mal in den Room EQ Wizard, den ich nutze, ist kostenlos. Ich weiß nicht, ob Carma das kann, aber mit REW kannst Du per Loop Through deine Soundkarte eichen (allerdings am MAC schwer, besser auf Windows). Dann fällt die Messgenauigkeit nur noch auf die Genauigkeit des Messmikros, was ein schöner Schritt in Sachen Genauigkeit ist.

Rook
02.02.2014, 13:41
Schau doch mal in den Room EQ Wizard, den ich nutze, ist kostenlos. Ich weiß nicht, ob Carma das kann, aber mit REW kannst Du per Loop Through deine Soundkarte eichen (allerdings am MAC schwer, besser auf Windows).

Was ist da schwer bzw. was ist bei Windows besser?

Gruß,

Andreas
02.02.2014, 14:18
Der Treiber Support der jeweiligen externen Soundkarte und wohl einige Java Unwegbarkeiten Seitens OS X können zu einem fehlenden Line In Signal führen. Damit bekommt man weder etwas gemessen, noch die Soundkarte per Loop Through geeicht. Für meine Tascam US144MK2 externe USB Karte mit dem nötigen Mic Anschluss bekomme ich aktuell nur Mavericks Beta Treiber und die Karte in REW nicht zum laufen. Auf meinem Windows 7 All in One PC geht alles wie immer sofort....ist eine Bank. Besonders ärgerlich, da ich nun auch extra auf ein MacBook umgestiegen bin, um REW mit der Tascam und Mikro zu Freunden nehmen zu wollen und die MacBooks bekanntermaßen ultraleise sind, was Raummessungen entgegenkommt. So heißt es hier für mich weiter abzuwarten.

Rook
02.02.2014, 14:37
Tja, ist wiedermal das Dreck-Maverick.
Snow leopard war und ist immer noch das stabilste und beste OSX.
Zum Glück habe ich nur einen Rechner auf Maverick ge-upraded.
Leider war genau das der MacMini der die Itunes Bibliothek verwaltet.
Da sind jetzt auch die Treiber hinfällig...

AARGHhhhh!

P.s. Seltsamerweise hat RME da gar keine Probleme (die gehen ja auch über Firewire)

Eusebius
02.02.2014, 17:30
Die Korrekturkurve für das i436 ist in der Analyzer-App hinterlegt (Gibt es ebenfalls im Appstore. Zusatzkosten rund 5,- Euro).

Mittlerweile habe ich mich ja auch ausführlich mit Carma (+ Mess-Mikro Behringer 8400) beschäftigt.
Die Mess-Ergebnisse sind sehr ähnlich zu denen mit Analyzer und i436 auf dem iPad.
Insofern kann ich eine Abweichungen im Bass nicht bestätigen.

Andreas
03.02.2014, 18:48
Die Korrekturkurve für das i436 ist in der Analyzer-App hinterlegt (Gibt es ebenfalls im Appstore. Zusatzkosten rund 5,- Euro)......
......Insofern kann ich eine Abweichungen im Bass nicht bestätigen.

Das hört sich schon mal gut an Rainer. Dann sollte die APP wohl den Hochpass und das Mikro kompensieren.
Kann man in der App eigentlich auch das Device auswählen, also ob IPhone oder IPad, oder ist das der APP quasi bewußt ?

Bei meiner USB Soundkarte ist der maximale Korrekturwert durch die Eichung auch eher gering. Bei 20 Hz sind es glaube ich unter 1,5dB und dies sehr "rund" abfallend.
Stelle damnächst mal ein Bild dazu in meinen Thread ein.

Ich denke, die grössten Abweichungen wird das Mikro selbst erzeugen. Hier sind natürlich Mikros mit Seriennummer und invidueller Korrekturtabelle am besten,
wie es bei Genelec z.B. im GLM Kit für deren DSP aktiven Monitore beiliegt. Hatte ich auch mal, war sehr nett.

Es gab früher auch einen Messservice für Mikros, den habe ich leider aber im Netz nicht wieder gefunden.

Eusebius
04.02.2014, 00:10
Hallo Andreas!

Von einer "Device"-Auswahl weiß ich nichts.

Das i436 ist ein sehr gutes Mess-Mikro, das im Zusammenspiel mit der App hervorragende und vor allem reproduzierbare Ergebnisse liefert.

Mach dir wegen eventueller Abweichungen des Mikro-Frequenzgangs beim i 436 keinen Kopf.
Schon eine Positionsveränderung des Mikros von nur 2 (!) cm führt zu deutlicheren Änderungen der Kurvenschriebe.

Gruß!
Rainer

Andreas
04.02.2014, 10:54
Schon eine Positionsveränderung des Mikros von nur 2 (!) cm führt zu deutlicheren Änderungen der Kurvenschriebe

Hi Rainer,

verstehe was Du eigentlich sagen willst, aber ist von der Argumentation nicht mein Ding, erst einmal im Bezug auf die Qualität, die ich von einem Instrument/Produkt erwarte. Wenn das Mikro sagen wir nichtlineare Abweichungen hätte, ähnlich meinem billigen >10 Jahre alten Radio Shack SPL, dann kann es bei 80Hz - 5dB haben, bei 60Hz -7dB, bei 40 Hz - 4dB. Das würde eine individuelle Korrektur erfassen. Die App macht dies nur über Pi mal Daumen, in Relation zu der bekannten Serientolleranz der Mikros. Dass man hinterher an verschiedenen Plätzen "mitteln" sollte, ist klar, hängt aber auch mit der fehlenden Minimalphasigkeit der höheren Frequenzen zusammen. Bei Tiefbass, um den es mir geht, sagen wir unter 80Hz, sollten sich die Messungen schon eher "gleichen", auch in 2cm Abständen.

Eusebius
04.02.2014, 12:44
Die App korrigiert das Mikro nach dem individuellen Wert des Mikros.
Musst dafür in das Protokollkärtchen des i436 schauen, wo der Wert vermerkt ist.

PS: Ich war gestern bei einem befreundeten Tonmeister, wo wir dessen Privat-Studio mit Carma vermessen haben.
Dabei hat mein Behringer 8400 (wird von Carma nur pauschal korrigiert) für knapp 60 Euro exakt dieselben Schriebe geliefert wie das 1000,- Euro- Profi-Mik des Tonmeisters.

Andreas
04.02.2014, 12:52
Achso, Du gibst also die Seriennummer deines Mikros von einer beigepackten Karte in die APP ein ? Das hört sich super an.

Eusebius
04.02.2014, 14:45
Hallo Andreas!
Es scheint eine Mischform aus Vorentzerrung und individuellem Abgleich zu sein:

Die typische Kurve (ist im Beiblatt abgedruckt) ist wohl schon hinterlegt.

Aus dem Beiblatt des Mikros liest man einen handschriftlich eingetragenen individuellen Wert für die Empfindlichkeit ab, den man über einen Schieberegler in die App eingibt.
Daraus resultiert dann ein Gain-Wert, der fortan für alle Messungen gilt

Andreas
04.02.2014, 15:36
Ok, alles klar Rainer,

also wird die reine "Eingangsempfindlichkeit" korrigiert, aber nicht der Frequenzgang in dessen Messliniarität der Kapsel im Mikro. Genau diesen "exemplarischen" Wert als Zeichnung bekommt man bei jedem Hersteller und unterliegt, wie bei Lautsprechermessungen, oft einer "Glättung". Damit kann man leider nicht genau sagen, ob bei einem Sinus von 80 oder 85 Hz nicht doch Schwankungen von 2 oder 3dB vorhanden sind, bzw. in den oberen KHz Bereichen. Das geht nur über eine individuelle Korrekturtabelle der Seriennummer. Bei Genelec hat jedes einzelne Mikro eine eigene Korrekturtabelle in der Software, die über die Seriennummerneingabe indentifiziert wird. Das Behringer ist da ganz ähnlich, wurde früher von vielen zur Einzelkorrektur an einen speziellen Händler eingeschickt, den ich nicht mehr finden kann. Selbst mein Beyerdynamics, daß schon sehr gut sein soll, wird ggf. bei feinen Sinussignalen leichte Schwankungen haben. Dies ist alles nur dann wichtig, wenn man dann selber Filter in einem Gerät setzen will. Die Korrektur der Eingangsempfindlichkeit hat immerhin den Vorteil, daß Du mit dem I436 vermutlich recht gute absolute Messungen machen kannst (zum Beispiel Einpegeln von 5.1 Set Ups auf Referenz @ -3dBfs auf 75dB/c). Dafür müsste ich in REW noch mit dem Radio Shack den absoluten Pegel bestimmen. Sonst könnte ich nur relative Messungen machen, was für das Setzen von Filtern aber langt.

Eusebius
06.03.2014, 23:40
Und wieder die Raumakustik!

Es ist immer wieder erstaunlich, was auf diesem Gebiet noch zu holen ist.
Dabei war ich mit meinem bisherigen Maßnahmen schon extrem weit gediehen.

Zur Erinnerung:
Die Zimmerdecke über meinem Hörraum steigt über die gesamt Länge von 7,25 m kontinuierlich von ca 1,85 m (hinter dem Hörplatz) bis auf über 4 m (hinter den Boxen) an.

Weiter oben habe ich beschrieben, wie ich in einem ersten Schritt den Deckenreflexionen mit Hilfe von sichelförmigen Hartstyroporleisten zu Leibe gerückt bin.
Nun kam mir die Idee, das in ganz anderen Dimensionen anzugehen.

Dazu habe ich fünf jeweils 8 cm dicke Kinderbettmatratzen, die zuvor als poröse Absorber dienten, an die Decke gehängt.
Sie haben die Maße 60x120 cm.
Den fest vernähten Bespannstoff habe ich an zwei Stellen durchbohrt und ein 12mm Alu-Rohr (Baumarkt: ca 3 Euro) hindurchgesteckt, welches dann mittels Kabelbindern an Schraubhaken aufgehängt werden kann. So bleiben die Matratzen in Form und hängen nicht durch. Außerdem können sie bei Bedarf in wenigen Sekunden abgehängt werden.

Der Effekt ist verblüffend:

Messtechnisch zeigt sich
1) eine weitere Absenkung der Nachhallzeit im Bass und
2) eine Vergleichmäßigung der Nachhallzeit in den anderen Frequenzbereichen,
3) eine Glättung des FG in den Mitten.
4) eine weitere Steigerung des von CARMA angebotenen "Deutlichkeitsmaßes D50", das nun bis weit in den Bass hinunter bei 99 bis 99,8 Prozent liegt.
Mehr ist da praktisch nicht mehr möglich.

Gehörmäßig ist das Klangbild nun von einer Präzision und Klarheit, die ich nicht für möglich gehalten hätte.
Die Ortbarkeit ist von überragender Genauigkeit, der Klang ohne jede Lästigkeit.

Wieder einmal hat sich mir erneut bestätigt, in welch dramatischer Weise die Raumakustik über die Qualität der Wiedergabe entscheidet.
Auch auf hohem Niveau sind noch Steigerungen möglich.

Andreas
07.03.2014, 00:12
Klasse Rainer, wenn es sich mal ergibt, muss ich deine Anlage unbedingt hören :)

Interessant wäre ggf. Ein Schienensystem die Deckensegel alle vor oder zur Seite zu klappen, wenn maximal Licht in den Raum soll. Raumakustik ist wirklich der heilige Gral.

vierzigo
07.03.2014, 22:38
Hallo Rainer,

da da hast du dir ja mal eben ein paar klassische Deckenbaffel gezimmert, sowas hatte ich schon öfters in größeren Besprechungsräumen gesehen, aber noch günstiger als mit den kindermatratzen dürfte es wohl nicht gehen.
Toll !

Grüsse

Oliver

Eusebius
12.03.2014, 16:20
Nach mehreren Tagen ausgiebigen Hörens bin ich immer noch bass erstaunt über die positive Wirkung meiner "Deckensegel".
Wer die Möglichkeit hat, sollte so etwas unbedingt mal ausprobieren!
Der Klang ist von einer bestechenden Natürlichkeit, Klarheit und Räumlichkeit.
Großartig!

Hier mal die Carma-Schriebe von Nachhallzeit T30 (RT60) und Deutlichkeitsmaß D 50. Jeweils linker Kanal.
Der Toleranzsektor gilt für Studios (EBU 3276)

Wie man sieht, erreiche ich noch extremere Werte als bisher.
Die Kurve für das Deutlichkeitsmaß (in Prozent) nähert sich schon sehr früh der oberen Begrenzung des Graphen (100-Prozent-Linie)

Und den Zweiflern sei erneut versichert: Nein - ich erlebe den Raum nicht als "überdämpft".

Eusebius
20.03.2014, 12:24
Ich möchte noch auf einen deutlich hörbaren Effekt hinweisen, der bei der Diskussion um Nachhallzeiten gerne übersehen wird:

Je kürzer die Nachhallzeit des Hörraums (möglichst gleichmäßig bis weit in den Bass hinunter!), desto mehr Dynamik bietet das Hörerlebnis.

Dies ist auch logisch erklärbar, da der Nachhall aus nachlaufenden, diffusen, mehrfach reflektierten Schallanteilen besteht, die sich dem aktuellen Direktschall überlagern.
In jedem Sekundenbruchteil der Wiedergabe liegt also immer ein kurz vorher erzeugter gemischter Hallanteil über dem neu abgestrahlten Signal, der mit diesem nicht identisch ist.
Dieses - ich nenne es mal "akustisches Wattepolster" - kostet nicht nur Detailtreue, weil es das Original-Signal verschmiert. Es ebnet auch die Dynamik ein.

Je weniger Diffusschall der Raum hinzugibt, desto klarer tritt die auf dem Tonträger gespeicherte Dynamik zutage.

Wie gesagt: Das ist klar zu hören. Die Wiedergabe ist explosiver, knackiger, klarer.

Da der Diffusschall selbstredend auch anteilig in den Gesamtpegel eingeht, muss ich in meinem stark bedämpften Hörraum entsprechend mehr aufdrehen, wenn ich denselben Lautheitseindruck wie in einem gering bedämpften Raum erreichen will.

Mein klares Fazit nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema:
Nein! Man kann einen Hörraum nicht "totdämpfen"! Das halte ich für ein Märchen.

Ein Mehr an Dämpfung - vorausgesetzt, es verteilt sich gleichmäßig über den Frequenzbereich - ist IMMER von Vorteil!

Andreas
20.03.2014, 23:34
Hi Rainer,

ein gut bekannter Effekt, der leider auch den Nachteil bringt schneller an die elektrischen und mechanischen Grenzen des Übertragungssystems zu kommen. Dies ist der Grund, warum im Studio locker auch größere Monitore, wie eine 901K, mal ausgefahren werden können, recht entspannt sogar, bzw. 130dB Systeme existieren. Der Limiter ist aus gutem Grund verbaut, den viele im Wohnzimmer nie erreichen. Man muss aber dazu sagen, dass "sauberer" hoher Schalldruck auch ein wenig eine besser Dynamik vorgaukelt, weil man gerne dann einfach lauter hören kann und auch (unbewusst) hört, ohne dass das System in den Ohren nervt. Auf vielen CDs sind ja nur....aber lassen wir dieses Trauerspiel mal wo es ist.

"Man kann einen Hörraum nicht "totdämpfen"! Das halte ich für ein Märchen."
Also dem kann ich nicht zustimmen, stammt als Behauptung oft aber eher auch aus nichtlinearer Dämpfung, also zum Beispiel von Usern, die sich die Wände mit Teppichen zupflastern, den Hochton mal komplett wegkillen, und gleichzeitig kaum etwas für den Mitten- und Tiefton machen. Da entsteht eine muffige dumpfe Kiste an Sound. Davor wird immer gewarnt.

"gleichmäßig über den Frequenzbereich"
Jain, im RAR (sehr gleichmässig) will keiner hören.

PS: ich habe keine Lust mehr zu posten. Auf meinem Macbook air, wenn ich editiere, zerschiesst es mir alle Absätze und Freizeilen, die ich einfüge (daher die Farbe als Quotes)Edit, jetzt scheint es zu gehen. Danke Thomas.

Eusebius
21.03.2014, 00:14
Das Schreckgespenst reflexionsarmer Raum wird immer wieder beschworen.
Doch auch mit meinen extremen Maßnahmen bin ich davon noch weit entfernt.
Das ist zu Hause nicht zu erreichen.
Unwohlsein bereiten solche Räume (ich war in dem in Geithain) eher durch ihre fensterlose bizarre Optik als durch ihre akustischen Eigenarten.

Außerdem:
Ein Klang ohne zusätzliche Raumreflexionen ist per se überhaupt nicht unangenehm.
Jede Unterhaltung unter freiem Himmel beweist das.
Kürzlich hörte ich ein Cello draußen auf der Weise. Das klang wunderschön.

Ich bleibe dabei:
Mit der Keule "totdämpfen" wird viel Angst geschürt, die nur dazu führt, dass die Leute eher zu wenig an der Raumakustik machen.

Plüschus
21.03.2014, 10:40
Moin Andreas,

wenn Du editierst, geh bitte auf "erweitert" .


ich habe keine Lust mehr zu posten. Auf meinem Macbook air, wenn ich editiere, zerschiesst es mir alle Absätze und Freizeilen, die ich einfüge (daher die Farbe als Quotes)

Dort kannst Du die fehlenden Absätze , Leerzeilen einfügen . Sie bleiben beim Absenden dann auch erhalten ! Wie Du siehst, geht es ! :D

Gruß Thomas

Andreas
22.03.2014, 23:19
Hi Rainer,

Das Schreckgespenst reflexionsarmer Raum wird immer wieder beschworen.
Nö, aber im RAR zu hören soll für "Stereo" nicht so toll sein. Laut einiger Tontechniker hören wir ca. 70% Reflexionen.

Doch auch mit meinen extremen Maßnahmen bin ich davon noch weit entfernt.Das ist zu Hause nicht zu erreichen.
Sehe ich auch so, vermutlich hast Du halt noch die eine oder andere relativ schallharte Reflektion der schrägen Decke oder der Fensterflächen noch besser in den Griff bekommen.

Unwohlsein bereiten solche Räume (ich war in dem in Geithain) eher durch ihre fensterlose bizarre Optik als durch ihre akustischen Eigenarten.
Warst Du alleine in dem geschlossenen Raum ?

Außerdem:Ein Klang ohne zusätzliche Raumreflexionen ist per se überhaupt nicht unangenehm.Jede Unterhaltung unter freiem Himmel beweist das.
Naja, "Draußen" ist voll von Umgebungsgeräuschen und auch Reflexionen deiner Stimme durch dein Gegenüber. Unter freiem Himmel, also im Freifeld, ist nicht gleich RAR, nicht jede Wiese oder jeder Ort taugt dazu. Ein RAR geht sogar an die Bodenreflektion.

Kürzlich hörte ich ein Cello draußen auf der Weise. Das klang wunderschön.
Das war bestimmt schön, ggf. noch etwas Wind (wird ja subjektiv immer mehr Wind in D), ein paar Vögel und schon fehlt jeglicher Druck auf dem Ohr.

Ich bleibe dabei: Mit der Keule "totdämpfen" wird viel Angst geschürt, die nur dazu führt, dass die Leute eher zu wenig an der Raumakustik machen
Naja, dies ist gewachsen aus den Bausünden der 70er und 80ziger Jahre. Wir haben es dem Pyramidenschaum zu verdanken, der oft sogar in Studios alles im wichtigen Hochtonbereich getötet hat. Diese Räume sind nachweislich nichtlinerar überdämpft. Daher auch dein wichtiger Hinweis dazu...zurecht.

Eusebius
24.03.2014, 11:09
Hallo Andreas!

"Laut einiger Tontechniker hören wir ca. 70% Reflexionen."

Das halte ich eher für eine durchaus zutreffende Zustandsbeschreibung - aber nicht für ein erstrebenswertes Ziel.

Eusebius
24.03.2014, 20:11
Hier nochmal der aktuelle Stand mit Grundriss des Hörraums:

Eusebius
07.04.2014, 09:26
Mittlerweile kenne ich die 901k sehr genau und habe sie selbst nach meinem Wünschen exakt auf meinen Hörplatz eingemessen.
Trotz der Asymmetrie meines Hörraums konnte ich eine weitgehende Kanalgleichheit erreichen.

Die jetzige Position der beiden aktiven Subwoofer Basis 14 k im Raum hat sich nach langen Versuchen als die optimale erwiesen.
Im rechten Kanal bleibt eine schmale Auslöschung bei 83 Hertz, die durch den linken Kanal weitgehend aufgefangen wird, der dafür aber nicht ganz so tief reicht wie der rechte.

Wie man sieht, habe ich den FG zu den Höhen hin gleichmäßig abgesenkt.
Für meinen Hörgeschmack klingen lineare Einstellungen immer zu grell.

Im Zusammenwirken mit den extrem niedrigen Nachhallzeiten auch im Bass ergibt sich eine äußerst präzise, ortungsscharfe, energiereiche und angenehme Wiedergabe, die bei keinem Pegel lästig wird.

Hier der Frequenzschrieb (rechter Kanal rot)
Gemessen mit Carma an nur einer Messposition genau am Hörplatz. Glättung: 1/3 Oktave.
Das Ausschnitt-Bild zeigt zeigt die schmalbandige Auslöschung des rechten Kanals in 1/24-Oktav-Glättung.
Schon alleine ist das nicht hörbar - im Zusammenwirken mit dem linken Kanal erst recht nicht.

Bruce
07.04.2014, 09:39
Super Arbeit!

Die Auslöschung könnte ein Kammfiltereffekt sein (trotz Bassniere), wahrscheinlich durch eine Seitenreflektion. Auf keinen Fall gegensteueren, da würde man Leistung in ein schwarzes Loch werfen.

Eusebius
07.04.2014, 09:48
Nein, nein - da mache ich nichts dran.
Abgesehen davon, dass man das mit den analogen Reglern gar nicht so schmalbandig treffen könnte.

Eusebius
09.04.2014, 12:26
Endgültige Ausgestaltung der Deckenelemente.
Motto wie immer: zweckmäßig und preiswert.

Die 6 zylinderförmigen Elemente sind Nackenrollen aus dem Bettengeschäft.
Für die Zugverteilung der zentralen Aufhängung habe ich je eine CD unter den Stoffbezug gesteckt. Die passten vom Durchmesser her wunderbar.
Die äußeren beiden Zylinder wurden unter dem Bezug mit Folie verkleidet um etwas mehr Reflexion zu erzeugen.
Aufhängung mittels Kabelbindern und S-Haken an dreifach gelagertem 12-mm-Alurohr. (Bei den flächigen Elementen stecken solche Rohre für eine formstabile Aufhängung unter dem Bezugsstoff.)
Über die Aufhängungen habe ich der Optik wegen passend zugeschnittene Stücke aus PVC-Leerrohr gezogen

Materialaufwand für die 6 runden Elemente alles in allem ca 80 Euro.

Eusebius
23.04.2014, 17:37
Heute habe ich ein schönes Lehrbeispiel in Sachen Raumakustik erlebt.

Bei meinen Carma-Messungen zeigten Impulsantwort und ETC-Kurve des rechten Kanals immer einen kleinen Peak bei 9,2 Millisekunden nach dem Ursprungssignal.
Zwar war diese Reflexion recht schwach und nicht weiter störend, doch ich habe mich immer gefragt woher sie kommt und warum sie nur den rechten Kanal betrifft.

Carma nimmt einem die Umrechnung in Wegstrecke ab: Führt man den Cursor auf den besagten Peak, wird rechts unten sofort angezeigt, dass dieses schwache Relexionssignal 3,14 m mehr Wegstrecke bis zum Ohr/Mikro braucht als das Direktsignal.
Aber welche Spiegelfläche konnte das sein?

Heute wollte ich es endgültig aufklären.
Ich habe einen Faden an den Haltebügeln der Vorsatzplatte der rechten Box befestigt, habe ihn auf 6,04 m abgelängt (2,90 m Hörabstand plus 3,14 m Reflexionsweg) und dann gesucht, wo ich im Hörraum eine Spiegelung finde, die in ihrer Gesamtwegstrecke genau am Mikro endet.

Mit diesem Trick fand sich die Lösung schnell:
Hinter dem Hörplatz steht einer meiner berühmten Absorber aus Matratzen. Vor langer Zeit schon hatte ich die Vorderfläche direkt unter dem Bezugstoff mit Folie verkleidet.
Das war die Spiegelfläche!
Da der Absorberblock asymmetrisch im Raum steht (Foto!), ergab sich nach dem Muster "Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel" nur für die rechte Box diese Spiegelung des Schallsignals.
Die Spiegelung der linken Box zielte am Ohr vorbei.

Also habe ich mit einem Griff die Folie unter dem Bezug hervorgezogen und wieder gemessen:
Der Peak ist weg!

Hier die Skreenshots von ETC-Kurve und Impulsantwort jeweils vor und nach der gelungenen Operation.
(Dabei ist zu beachten, dass sich die 9,2 Millisekunden aus dem Abstand des Peaks zum ursprünglichen Signal ergeben, das nicht bei Null, sondern bei ca 3 Millisekunden beginnt. Darum sieht man besagten Peak auf der Skalierung am unteren Bildrand bei ca 12 Millisekunden)

Das Foto vom Hörraum zeigt den betreffenden Absorber als weißen Block schräg hinter dem Hörplatz.

Eusebius
24.04.2014, 08:43
Nachtrag:
Habe die Graphen im vorherigen Beitrag lesbarer gemacht.

Eusebius
04.05.2014, 23:48
Die extrem starke Bedämpfung meines Hörraumes und die daraus resultierenden äußerst geringen Nachhallzeiten
führen im Zusammenwirken mit der Geithain 901k zu einem faszinierenden Effekt:

Der Schallpegel ist exakt am Hörplatz deutlich höher als an jedem anderen Ort im Raum.

Ihrem Bündelungsmaß entsprechend erzeugen die 901k zwei Schallkeulen, die sich am Hörplatz kreuzen.
Dort ist also der Punkt mit der höchsten Energie - vergleichbar mit den Lichtkegeln zweier Scheinwerfer, die im Schnittpunkt am meisten Helligkeit ergeben.
Das funktioniert natürlich nur, weil der äußerst geringe Anteil von Reflexionen dazu führt, dass relativ mehr Direktschall ans Ohr gelangt.

Diesen Effekt habe ich noch nirgendwo anders so deutlich gehört.

Angenehme Nebenwirkung: Auch bei höchsten Pegeln hört man draußen relativ wenig.
Wegen der Bassniere werden die Wände ja ohnehin schon weniger angeregt.

Eusebius
30.05.2014, 16:43
Am Beispiel des Podestes für meine beiden Subwoofer Basis 14k von Geithain möchte ich einmal exemplarisch zeigen,
wie ich immer wieder Materialen nutze, die eigentlich für etwas ganz anderes gedacht sind.

Basis der Konstruktion ist ein auf 1 m gekürztes Mittelstück der massiven Holzleiter vom Hochbett meines jüngeren Sohnes.
Das stand schon jahrelang im Keller, bis mir einfiel, dass ich es so verwenden könnte.

Dieses Leiterstück dient als äußerst massiver Kastenrahmen.
Oben drauf liegt festverschraubt eine 28-mm Platte aus verleimtem Fichtenholz.
An der Unterseite habe ich 4 Gewindestifte für die Aufnahme der dicken Metallspikes (die stammen von Nubert) eingedreht.
Dann wurde das Holz noch mit schwarzem Klebeband verkleidet.

Auf dem Gestell liegen zwei schwarze "Fallschutzmatten" aus Gummigranulat im Gehwegplattenformat, wie man sie z.B. auf Kinderspielplätzen findet. (Herkunft: OBI)
Das 50x50cm Maß der Platten passte wunderbar zur Breite der Basis 14k. Ich musste nur hinten einen Streifen abschneiden.
Die originalen Hartgummifüße der Subwoofer habe ich abgeschraubt, so dass die Boxen vollflächig auf den Gummiplatten aufliegen.

Der breite Aluminiumstreifen zur Dekoration an der Front knapp über dem Fußboden ist ein passend zugesägtes Handwerker-Lineal, wie man es z.B. von LUX-Werkzeugen in verschiedenen Längen im Baumarkt findet. Meines war mal 1,5 m lang und kostete 15 Euro. Den Teil mit der Beschriftung habe ich abgesägt und die Seitenabschlusskappe aus Kunststoff wieder auf das Reststück gesteckt.
Dann noch 5 Schrauben durch. Fertig.

Auf den Subwoofern liegen passend zugeschnittene und mit Klebefolie ummantelte Platten aus 2-mm Dachdeckerblei.
Darauf dann 20 mm dicke Platten aus Schiefer (Stückpreis ca 50 Euro im Natursteinhandel)

Der Schiefer ist an der Unterseite vollflächig mit 5 mm dickem selbstklebendem Weichgummi beschichtet.
Gefunden habe ich das Material bei Liedl in der Form des Saisonartikels "Autotürschutzleiste".
Das sind 20 cm breite Klebestreifen, die man in der Garage an die Seitenwand kleben kann, um Beschädigungen der Autotüren zu vermeiden.

Summa summarum kommen so rund 16 Kg Zusatzgewicht auf jedem Subwoofer (bei den 901k genauso) zu liegen.
Die dadurch bedingte Gehäuseberuhigung kann sicher nicht schaden.

Alles zusammen sieht dann so aus:

mainhattener
31.05.2014, 00:08
Hallo Rainer,

Da Du ja jetzt mehr oder weniger einen Subwoofer bestehend aus 2 Basis 14 betreibst stellt sich mir die Frage, ob nicht auch einer der Subs als Basis14KP ausgereicht hätte. Wenn ich bezüglich eines zweiten Basis14 für meine RL930 nachdenke, frage ich mich immer, ob ich mir die Mehrausgabe nicht sparen kann. 1 kW sollte ja im Zweifel auch für 2 Chassis ausreichen, oder?

Gruss

Matthias

P.s. Tolle Kette, die da bei Dir spielt und ein Wahnsinn anerkennend gemeint, den Du da mit Deinem Hörraum treibst

Eusebius
31.05.2014, 07:20
Hallo Matthias!

Einer hätte vielleicht gereicht.
Oder besser gesagt:ein kW Antriebsleistung (!) hätte wohl gereicht.

In jedem Fall würde ich dabei aber immer auf eine Verdoppelung der Membranfläche gehen, um den Hub der Subs zu reduzieren.
Die Lösung wäre dann also ein 14k mit angedocktem passiven 14 kp gewesen.

Gerade im Bass steigen bei hohen Pegeln die Verzerrungen exorbitant an.
Darum ist mir die Verdoppelung der Membranfläche und der damit einhergehende geringere Hub sehr recht.
Dass jeder meiner Subs sowohl bei der Membranauslenkung als auch (erst recht!) beim Antrieb nie an seine Grenzen kommt, gibt mir ein gutes Gefühl.

Allerdings muss ich immer wieder darauf hinweisen, dass ich wegen der extremen Bedämpfung meines Hörraums für denselben Lautheitseindruck schon deutlich weiter aufdrehen als als andere.

Die Positionierung der beiden 14k war mal anders gedacht.
Dass wider Erwarten das Auseinanderziehen der Subs in meinen Raum akustisch kontraproduktiv wirkte, kam aber erst bei den Messungen heraus.
Nun stehen sie also zusammen.

Gruß!
Rainer

PS: Wenn du mal hören willst, komm gerne vorbei.

mainhattener
31.05.2014, 23:22
Hallo Rainer,

danke, ich komme gerne einmal auf Dein Angebot zurück

Gruss

Matthias

Eusebius
11.07.2014, 11:36
Update:

Seit mehreren Monaten habe ich nun nichts mehr geändert.

An der peniblen Einmessung des Systems RL 901k - Basis 14k - E-Trap ist nichts mehr zu verbessern.
Die Optimierung der Raumakustik hat mit der Bekämpfung von Boden- und Deckenreflexionen ihren Abschluss gefunden.

Die kleine Unruhe: "Geht da noch was?" ist vorbei.
Seit Monaten höre ich nur noch Musik.
Bei mir hat sich tiefe Zufriedenheit eingestellt.

Bald werde ich 60.
Ein guter Zeitpunkt, sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Gruß!
Rainer

Eusebius
28.09.2014, 10:32
Der Zustand der Zufriedenheit und Gelassenheit hält nicht nur an.
Er hat sich gefestigt.
Die Jagd ist vorbei.

Danke, Joachim Kiesler!
Danke, Dan Bellity!
Danke, Claus Bücher!

Viva la musica!

mainhattener
01.11.2014, 23:14
Hallo Rainer,

danke, ich komme gerne einmal auf Dein Angebot zurück

Gruss

Matthias


Hallo Rainer,

Nachdem ich mich hier selbst zitiere, stelle ich fest, dass zwischen Deiner Einladung und meinem Besuch letzten Donnerstag ziemlich genau fünf Monate vergangen sind.

Dies war der erste Besuch bei einem Forumsmitglied und ich möchte mich zunächst bei Dir Rainer bedanken, dass Du mir so kurzfristig und spontan die Möglichkeit gegeben hast, Dich und Dein " Sixpack" zu besuchen und kennen lernen zu dürfen.
Wer Rainer kennt, für den wird das wahrscheinlich nichts besonderes sein, ich habe mich jedenfalls sehr gefreut.

Nun aber zum Sixpack bzw. dem Raum, in dem es aufgebaut ist und der wahrscheinlich die wichtigste Komponente dessen, was ich hier an Musik erleben durfte, ist.
Dieser Raum, den jeder der Rainers Vorstellung gelesen hat bereits von diversen Bildern kennt, macht auf mich zunächst einen zwiespältigen Eindruck. Willst Du hier Musik hören? Optisch ist er halt nicht das klassische Wohn- oder auch Hörzimmer.
Nachdem Rainer alle seine Raumoptimierungsmassnahmen erklärt hat, sagt er, nun lass uns doch einfach mal hören wie es klingt. (stimmt, dass war ja der eigentliche Grund meines Besuches, auch wenn man sich mit Rainer über alles unterhalten kann)
Rainer weiß, dass ich wie auch er selbst Klassikfan bin und so fangen wir zur Einleitung auch mit etwas klassischem an.

Natürlich habe ich vergessen, was es war, aber es ist letztlich auch uninteressant.

Was ich aber nicht vergessen werde ist, dass da einfach Musik spielte und das in einer Selbstverständlichkeit und in einer Autorität, die ich sonst nur aus dem Konzertsaal kenne. (leider habe ich ähnliche Worte schon in der HiFi Presse über Anlagen gelesen, die ich nur als durchschnittlich empfand)
Hier möchte ich aber meine ganz persönliche Meinung kundtun.

"Ja, ich möchte genau hier Musik hören!"

Wir haben an diesem Tag mehrere Stunden Musik gehört und erlebenen dürfen.

Ich habe seit diesem Tag noch mehr Hochachtung vor dem, was Joachim Kiesler geschaffen hat. So wie bei Rainer habe ich noch keine Geithain gehört, auch nicht die großen ME 800 damals bei Claus, die Auslöser für Rainer waren sich mit den Monitoren aus Geitain zu beschäftigen.

Rainer ich beneide Dich ein wenig um diesen Raum, denn bei Dir habe ich zum ersten Mal einen Raum eben nicht gehört.

Ich ziehe den Hut vor dem, was Du hier für Dich geschaffen hast um Deine Musik zu genießen.

Auch verstehe ich Deine Aussage mit der tiefen Zufriedenheit.

Viel mehr will ich eigentlich nicht mehr ergänzen, denn das steht für sich.

Vielen Dank nochmal an Dich lieber Rainer, ich hoffe, der Wein wird Dir ebenfalls schmecken.

Franz
01.11.2014, 23:31
Deine Eindrücke kann ich aus eigener Anhörung - war mehrmals bei Rainer zu Besuch - bestätigen. Er hat sich dort etwas geschaffen, um das man ihn beneiden kann.

Eusebius
02.11.2014, 08:56
Hallo Matthias!

Danke für deinen Besuch und deine freundlichen Worte!
Auch mir hat die Begegnung viele Freude gemacht.
Was den musikalischen Hintergrund - auch im privaten Bereich - betrifft, haben wir erstaunlich viele Gemeinsamkeiten festgestellt.
Es ist sehr angenehm, sich mit dir zu unterhalten.

Gerne komme ich auch einmal bei dir vorbei, nicht nur um Mehrkanal zu hören, sondern vielleicht auch einige Live-Töne von deinem Sohn!

Nochmals herzlichen Dank und viele Grüße unbekannterweise an deine Familie!

Rainer

PS: @Franz:
Die neuesten Akustikmaßnahmen betr. Unterbindung von Decken- und Bodenreflexionen und die Entkoppelung der Elektronik hast du meines Wissens noch gar nicht erlebt.
Das hörst du beim nächsten mal!

Franz
02.11.2014, 11:45
Ich komme gerne wieder, Rainer.:eagerness:

Eusebius
03.11.2014, 13:17
Mittlerweile habe ich Carma 4 sowohl auf meinem Mac mini geladen als auch auf meinem Samsung Notebook.
So kann ich sowohl zu Hause stationär messen als auch mal unterwegs.

Als Mikro-Vorverstärker benutze ich am Mac ein IMG Stageline MPA 102.
Für den mobilen Einsatz am Notebook greife ich auf einen Lexikon Lambda zurück, der auch die schwächere Soundkarte des Samsung ersetzt.

Als Mikro benutze ich das weit verbreitete Behringer ECM 8000.

Ich habe nun meine Anlage zu Hause mit beiden PCs vermessen.
Dabei blieb die Mikro-Position unverändert.
Nach der Messung über den Mac habe ich das Mikrokabel nur vom Stageline in den Lambda umgesteckt und dann mit dem Notebook die Messung wiederholt.

Die Ergebnisse der Messungen über die verschiedenen Wege sind bis auf minimale Abweichungen identisch.

Hier nochmal zusammengefasst die heutigen Graphen von Frequenzgang, Nachhall (jeweils rechts/links) und Wasserfall nach Abschluss sämtlicher Raumakustikmaßnahmen.

Bruce
03.11.2014, 13:48
:victorious: super, das sieht toll aus!

reinwan1
03.11.2014, 14:16
Das sieht sogar sehr gut aus!

Eusebius
03.11.2014, 15:04
Nachtrag:

Kurvenglättung 1/3 Oktave
Messung exakt am Hörplatz.
Eine Mittelung aus mehreren Messpunkten brauche ich nicht, da ich immer cm-genau am Hörplatz sitze, auf den alles ausgerichtet ist.
Durch diese Zuspitzung ist der Sweetspot zwar extrem klein, der akustische "Blick" von diesem Punkt aus dafür aber umso schärfer.

Basisbreite: 2,70 m
Hörabstand (zu den Boxen gemessen) 2,90 m - also beinahe das lehrbuchmäßige 60-Grad-Stereodreieck.

Eusebius
18.11.2014, 15:19
Nachreichen möchte ich noch zwei Messungen im Dual Mono Modus, heißt also Mess-Signal gleichzeitig auf beide LS.

Hier also die Schriebe von Frequenzgang und Impulsantwort am Hörplatz.

Der Frequenzgang wurde nur mit 1/24 Oktave geglättet.

Plüschus
18.11.2014, 16:41
Das

sieht sehr gut aus ! Einen so ausgeglichenen FG wird man wohl so häufig nicht finden !

Gruß Thomas

Eusebius
18.11.2014, 17:16
...jedenfalls rein analog - ohne DSP.

Der klangliche Gewinn im Vergleich zum Stand von vor einem Jahr ist enorm.
Ging aber nur in Verbindung mit Messungen (Carma).

Eusebius
06.12.2014, 17:37
Habe die linke Box nochmal geöffnet um Kleinigkeiten am FG zu korrigieren und dabei die Gelegenheit genutzt, ein Foto mit offener Verstärkertür zu machen.

Unten auf der "Schwelle" ist gut die federnde "Affenschaukel" zu sehen, auf der sich der Ringkerntrafo bei geschlossener Klappe abstützen kann.
An den Stehbolzen ebenfalls erkennbar die Gummipuffer aus der Labortechnik, mit deren Hilfe der Verstärkereinschub elastisch befestigt wird.

Details meiner Eigenkonstruktion zur mechanischen Entkopplung des Verstärkereinschubs der 901k finden sich hier:

http://www.hoerspass.net/forum/showthread.php?2761-Die-neue-quot-kleine-quot-RL-901k1/page5

(und ja: an der Wand klebt ein Blackhole von Dan Bellity. Hämische Kommentare sind überflüssig.)

Bruce
06.12.2014, 18:40
Du könntest nicht zufälligerweise vielleicht ein Foto von der Seite nach hinter dem Mitteltöner machen???

Eusebius
06.12.2014, 20:30
Hallo Bruce!
Gerne:

Mittel-und Hochtöner haben kein eigenes Kabinett im Boxengehäuse, wie das sonst üblich ist.
Deshalb existieren die daraus sonst entstehenden Probleme auch nicht.

Stattdessen sieht man aus der Seitenansicht den Fließwiderstand hinter dem Mitteltöner.
(Siehe zwei Fotos mit und ohne Kunstlicht)

Die Ausgestaltung dieses Fließwiderstandes kann je nach Baujahr unterschiedlich sein.
Das hängt von den spezifischen Eigenschaften der jeweils verfügbaren Materialien ab.

So gibt es auch Ausführungen mit einer Art Ledermanschette um die am Mitteltöner angebrachte Schaumstoffscheibe herum.
Außerdem kenne ich Baujahre mit und ohne ergänzendes Schaumstoffpad auf dem Tieftöner.

Desweiteren können sich die 901k-Modelle auch noch in der Ausgestaltung des Tieftöners unterscheiden.
Bei den neueren reichen z.B. die konzentrischen Ringe auf der Bassmembran nicht so weit nach innen wie auf meiner.

WICHTIG DABEI:
Diese möglichen Variationen sind immer so aufeinander abgestimmt, dass alle 901k immer gleich klingen - egal aus welchem Baujahr sie stammen und unabhängig davon, wie die oben genannten Konstruktionsmerkmale im Detail ausschauen.

Geithain stimmt jede einzelne Box nach einem Referenzmuster ab, so dass man bedenkenlos ein Stereopaar aus Boxen völlig verschiedener Herstellungsjahre kombinieren könnte.

Auf meine Nachfrage hin wurde dies von den Geithain-Leuten auf der jüngsten Veranstaltung mit Joachim Kiesler bei Claus Bücher noch einmal ausdrücklich bestätigt.

Die in der Hifi-Branche gerne gepriesene "paarweise" Abstimmung von Lautsprechern gibt es bei Geithain nicht.
Die professionelle Kundschaft will sich auch bei Einzel- und Nachbestellungen immer sicher sein, dass sie Produkte mit den bekannten und garantierten Eigenschaften erhält.

Bruce
06.12.2014, 20:56
Super, herzlichen Dank!

Gruß

Bruce!

tmr
07.12.2014, 09:12
Hallo,


Die in der Hifi-Branche gerne gepriesene "paarweise" Abstimmung von Lautsprechern gibt es bei Geithain nicht.
Das eine muß ja das andere nicht ausschließen.
Wenn man z.B. 100 engtolerierte (+- 0,5dB) Mitteltöner vorliegen hat, alle Abweichungen auf den Chassis notiert hat, ist es kein Problem, innerhalb dieses Toleranzfeldes bei der Zusammenstellung eines Stereopaares schnell zwei besonders gut zusammenpassende Exemplare zu kombinieren.
Und genauso wirds in den Firmen, in die ich bislang Einblick hatte, auch gemacht.

Gruss

Thomas

Eusebius
08.12.2014, 12:18
So ganz erschließt sich mir diese Logik nicht:

Wenn eh alle Exemplare nach einem Referenzmodell bzw Referenzdaten abgestimmt werden und gleich klingen, bringt es wenig,
einzelne Exemplare aus der Serie nochmal gesondert abzugleichen.
Das Ergebnis bleibt dasselbe - es sei denn, es gab in der Serie doch Unterschiede, und das ist bei den Monitoren von Geithain eben nicht der Fall.

tmr
08.12.2014, 14:39
Hallo,
So ganz erschließt sich mir diese Logik nicht: Wenn eh alle Exemplare nach einem Referenzmodell bzw Referenzdaten abgestimmt werden und gleich klingen, bringt es wenig, ... Niemand stimmt Chassis ab, sondern selektiert sie (wie schon beschrieben).
Abgestimmt wird bei Aktivboxen dann höchstens der Pegel der einzelnen Verstärker.
Aber das sollte bei einer guten Chassis-Selektion nicht nötig sein.

Wenn alle selektierten Chassis innerhalb einer Bandbreite von z.B. +-0,5dB liegen, so liegen dann einige gegenüber der 0dB-Referenz z. B. +0,4 dB, einige andere -0,2dB usw.
Da kann man dann noch innerhalb der sowieso schon engtolerierten Serie die zusammenpassenden Chassis für Stereobetrieb in eine noch engere Selektion packen, z.B. zwei Chassis mit beide 0.2dB Abweichung.
D.h., man bekommt ein so engtoleriertes Stereopaar, wie man es mit normaler Selektion nie hinbekommen würde.

Natürlich klingen alle Chassis bzw. dann die endmontierten Lautsprecher bei eng gewähltem Toleranzbereich in der Serie gleich.

Eine zusätzliche Stereoselektion ist dann eben noch das Sahnehäubchen.


Das Ergebnis bleibt dasselbe - es sei denn, es gab in der Serie doch Unterschiede, und das ist bei den Monitoren von Geithain eben nicht der Fall. Nein, eben nicht ganz, w. o. beschrieben.
Unterschiede gibt es immer, es kommt nur auf die angewandte Toleranzbandbreite an.

Gruss

Thomas

Eusebius
08.12.2014, 15:35
Lassen wir es dabei.
Vielleicht ist es einfach nur eine unterschiedliche Denkweise.

mainhattener
08.12.2014, 22:10
Hallo, Niemand stimmt Chassis ab, sondern selektiert sie (wie schon beschrieben).
Abgestimmt wird bei Aktivboxen dann höchstens der Pegel der einzelnen Verstärker.
Aber das sollte bei einer guten Chassis-Selektion nicht nötig sein.

Wenn alle selektierten Chassis innerhalb einer Bandbreite von z.B. +-0,5dB liegen, so liegen dann einige gegenüber der 0dB-Referenz z. B. +0,4 dB, einige andere -0,2dB usw.
Da kann man dann noch innerhalb der sowieso schon engtolerierten Serie die zusammenpassenden Chassis für Stereobetrieb in eine noch engere Selektion packen, z.B. zwei Chassis mit beide 0.2dB Abweichung.
D.h., man bekommt ein so engtoleriertes Stereopaar, wie man es mit normaler Selektion nie hinbekommen würde.

Natürlich klingen alle Chassis bzw. dann die endmontierten Lautsprecher bei eng gewähltem Toleranzbereich in der Serie gleich.

Eine zusätzliche Stereoselektion ist dann eben noch das Sahnehäubchen.

Nein, eben nicht ganz, w. o. beschrieben.
Unterschiede gibt es immer, es kommt nur auf die angewandte Toleranzbandbreite an.

Gruss

Thomas


... In jedem Fall ist es von Vorteil, dass bei Geithain auch jedes Lautsprecherchassis selbst entwickelt und gebaut wird und nicht wie bei vielen Herstellern extern von der Stange gekauft werden muss.

Daran, dass zwei untereinander vertauschte Lautsprecherpaare, die vorher paarweise selektiert waren gleich klingen, habe ich meine Zweifel.
Sollte dies aber der Fall sein, ist eine paarweise Selektion (Stereoselektion) ein überflüssiger Marketingspruch.

Hörzone
08.12.2014, 23:29
So ganz erschließt sich mir diese Logik nicht:

Wenn eh alle Exemplare nach einem Referenzmodell bzw Referenzdaten abgestimmt werden und gleich klingen, bringt es wenig,
einzelne Exemplare aus der Serie nochmal gesondert abzugleichen.
Das Ergebnis bleibt dasselbe - es sei denn, es gab in der Serie doch Unterschiede, und das ist bei den Monitoren von Geithain eben nicht der Fall.

ist bei Neumann auch so, kauf heute ein Modell, ein Jahr später wieder eins, das ist fast wie aus dem Ei gepellt. Es gibt sozusagend einen Referenzmonitor nach dem alle eingestellt werden, die Möglichkeiten hierzu sind deutlich größer als den Pegel einzustellen. Das in der Fabrikation selbstredend selektiert wird ist klar, aber doch nicht paarweise.. bitte??!!!!


Sollte dies aber der Fall sein, ist eine paarweise Selektion (Stereoselektion) ein überflüssiger Marketingspruch.

wenn man nicht paarweise selektieren muss, weil die Modelle sowieso übereinstimmen brauchts jedenfalls keine paarweise Selektion.

tmr
09.12.2014, 07:29
Hallo,

... In jedem Fall ist es von Vorteil, dass bei Geithain auch jedes Lautsprecherchassis selbst entwickelt und gebaut wird und nicht wie bei vielen Herstellern extern von der Stange gekauft werden muss.
Die Fertigung weitestgehend in der eigenen Hand zu haben, bieten sicher einige Vorteile.
Aber man kann auch die Entwicklung im eigenen Haus machen, die Chassis dann aber später extern von geeigneten Chassisherstellern ferigen lassen. Jeder Chassishersteller macht in der Hauptsache OEM-Fertigung, die Standardmodelle von der Stange für Hobby-Bastler machen den geringsten Teil des Umsatzes aus. Ab 500 Stck. bekommt man alles, was man haben will.


Daran, dass zwei untereinander vertauschte Lautsprecherpaare, die vorher paarweise selektiert waren gleich klingen, habe ich meine Zweifel.
Wieso, das hängt doch nur vom gewähltem Toleranzfeld ab. Ich hatte das doch schon erläutert.
Wenn alle Lautsprecher in einem Toleranzfeld von +- 1,5dB gleich klingen (wie bei Neumann angegeben, bei Geithain habe ich keine Angaben gefunden), dann klingen diejenigen Exemplare mit noch geringerer Toleranz natürlich erst recht gleich, selbst wenn ich wild aus zwei unterschiedlichen Stereopaaren kombiniere.


Sollte dies aber der Fall sein, ist eine paarweise Selektion (Stereoselektion) ein überflüssiger Marketingspruch.
Sicher nicht. "Gleich klingen" ist ja erstmal nur eine ziemlich vage und subjektive Definition. "Gleich messen" innerhalb eines engen Toleranzfeldes ist wesentlich konkreter.

ist bei Neumann auch so, kauf heute ein Modell, ein Jahr später wieder eins, das ist fast wie aus dem Ei gepellt. Es gibt sozusagend einen Referenzmonitor nach dem alle eingestellt werden, die Möglichkeiten hierzu sind deutlich größer als den Pegel einzustellen.
Selbstredend bei Monitoren mit z.B. digitaler aktiver Frequenzweiche.


Das in der Fabrikation selbstredend selektiert wird ist klar, aber doch nicht paarweise.. bitte??!!!!
Nun, daß das als überflüssiger Luxus von einigen bezeichnet wird, ist ja kein Problem.
Andererseits werden Studiomonitore in der Regel hinterher im Abhörraum meist noch eingemessen, diese Möglichkeit hat man als Normalanwender mit passiven Lautsprecherboxen in der Regel nicht.


wenn man nicht paarweise selektieren muss, weil die Modelle sowieso übereinstimmen brauchts jedenfalls keine paarweise Selektion.
Ich wiederhole es gerne nochmal: "Übereinstimmung" ist relativ und hängt vom gewähltem Toleranzfeld ab.
Und das alle Lautsprecherhersteller (nicht nur im Studiobereich) mit einem gewissen Anspruch Referenzmuster und enge Toleranzen in ihre Serie verwenden, sollte schon seit Jahrzehnten bekannt sein.
Und:
Eine paarweise Selektion ist kein Ersatz für eine Selektion einer Baureihe, sondern eine Steigerung. It's not a bug, it's a feature.

Gruss

Thomas

P.S.
Kleine Ergänzung:
Ein Empfehlung (http://www.tonmeister.de/foren/surround/texte/SSF_01_1_2002_v2.PDF) vom VDT sieht eine besondere Kanalgleichheit für die Frontlautsprecher vor, die über die übliche Studionorm (+- 3dB) deutlich hinausgeht:

"Die Pegeldifferenz zwischen zwei beliebigen Kanälen sollte 0,5 dB nicht übersteigen (ITU [13] empfiehlt ± 0,25 dB); insbesondere für die Frontlautsprecher ist hohe Übereinstimmung von Bedeutung."

Im Studiobetrieb heißt das, entsprechende Lautsprecher müssen eingemessen werden.

Welche Möglichkeiten hat diesbezüglich ein Hörer zu Hause, der diese Einmeßmöglichkeiten nicht hat und keine paarweise selektierten Lautsprecherboxen?

Eusebius
09.12.2014, 08:38
Danke für die Erläuterungen Thomas!
Macht einiges klarer.

Gruß!
Rainer

Hörzone
09.12.2014, 09:24
Selbstredend bei Monitoren mit z.B. digitaler aktiver Frequenzweiche.



das hat mit digitaler Frequenzweiche nix zu tun, die Neumann und auch Geithain Monitore sind analog.. genausowenig hat die Einmessung beim Anwender damit was zu tun, das ist eine komplett andere Baustelle.

tmr
09.12.2014, 10:37
Hallo,

das hat mit digitaler Frequenzweiche nix zu tun, die Neumann und auch Geithain Monitore sind analog..
War ja auch nur ein Beispiel für besonders vielfältige Einstellmöglichkeiten. Und welche Möglichkeiten außer Chassis austauschen und an Pegel/Weiche herumdrehen gibt es noch?


...genausowenig hat die Einmessung beim Anwender damit was zu tun, das ist eine komplett andere Baustelle.
Das hat ja auch niemand bestritten.
Welche Serientoleranz (Abweichung in dB) garantiert denn nun K&H und Geithain innerhalb der Serie?
Ich lese hier nur:... die strikte Einhaltung der technischen Daten wird innerhalb üblicher Serientoleranzen garantiert.
Was ist hier üblich?

Gruss

Thomas

Eusebius
09.12.2014, 10:46
Hallo Thomas!

In genauen Daten kann ich dir das nicht sagen - außer dass die Profikunden genau wissen, was sie bekommen, wenn sie z.B. ein 901k bestellen.
Deren durchaus strengen Anforderungen genügt das.

Ob es dazu außer den z.b. hier:

http://www.me-geithain.de/index.php/de/studio/produkte/aktiv-lautsprecher/rl901k

veröffentlichten Messungen und Daten weitere Informationen gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Hörzone
09.12.2014, 11:30
Hallo,

War ja auch nur ein Beispiel für besonders vielfältige Einstellmöglichkeiten. Und welche Möglichkeiten außer Chassis austauschen und an Pegel/Weiche herumdrehen gibt es noch?

Das hat ja auch niemand bestritten.
Welche Serientoleranz (Abweichung in dB) garantiert denn nun K&H und Geithain innerhalb der Serie?
Ich lese hier nur:... die strikte Einhaltung der technischen Daten wird innerhalb üblicher Serientoleranzen garantiert.
Was ist hier üblich?

Gruss

Thomas


ja wenn du das nicht weißt.. ;)

ich zitiere Neumann von der Webseite

Sind Neumann-Lautsprecher paarweise abgestimmt?
Das Konzept der paarweisen Abstimmung stammt aus der passiven Technik, bei der wenig Einflussmöglichkeiten existieren, ein Exemplar exakt an alle anderen anzugleichen. Daher wählt man zwei Exemplare aus, bei denen die auftretenden Toleranzen durch Lautsprecherchassis und Frequenzweichenbauteile in die gleiche Richtung tendieren und liefert sie als Paar aus. Wenn bei aktiven Modellen keine Möglichkeiten zur nachträglichen Feinjustierung vorhanden sind, sollte man auch diese als abgestimmte Paare ausliefern.

Bei unseren Aktivsystemen durchläuft in der Fertigung jeder Monitor bei der Endkontrolle eine Abgleichprozedur, in dessen Verlauf die Toleranzen des elektro-akustischen Systems (Treiber, Crossover usw.) mit integrierten Trimmern kompensiert werden. Da es sich bei den abzugleichenden Systemen um Studiomonitore handelt, - Messgeräte für die präzise Wandlung von elektrischen Eingangssignalen in Schalldruck an der Hörposition – verläuft der Zielfrequenzgang unter Freifeldbedingungen linear. Auf diesen Standard werden alle unsere Monitore kalibriert. Daher ist jeder Monitor “paarweise” auf jeden anderen Monitor des gleichen Typs abgestimmt.



die Toleranz liegt bei 0,5 db

Ansonsten gibts eine vorbildliches Knowlegeseite
http://www.neumann-kh-line.com/neumann-kh/home_de.nsf/root/prof-monitoring_knowledge
da steht auch zum Thema Paarabgleich noch was drin.

Ich weiß ja nicht wo du bislang in der Entwicklung mal einen Blick hinter die Kulissen werfen durftest, möglicherweise unterscheidet sich da Neumann personell, vom KnowHow und von den Labor und Entwicklungsbedingungen ganz erheblich. Hier wir alles selbst entwickelt (inkl. Elektronik) und gemessen, ob das Klippel Messsysteme sind oder Gehäuse/Treibersimulationsprogramme (nein, man verlässt sich da nicht auf die Simulation, das wird auch alles nachgemessen und solange verändert bis die Werte im Bereich des machbaren liegen). Logisch das es auch einen RAR gibt, braucht man kaum zu erwähnen.

Klar, da ist mehr Geld im Spiel ist als bei kleinen Herstellern, dadurch andere Möglichkeiten da sind, finanziell und personell.

Eusebius
09.12.2014, 12:08
Damit dürfte nicht nur ein wesentlicher Unterschied zwischen Studio- und Hifi-Sektor umschrieben sein, sondern auch typische Eigenarten von Aktiv- bzw Passivtechnik.

Mittlerweile ziehe ich die aktive Studiotechnik eindeutig vor.
Ein passiver LS - so gut er auch sein mag - käme mir nie mehr ins Haus.

Hörzone
09.12.2014, 12:26
Damit dürfte nicht nur ein wesentlicher Unterschied zwischen Studio- und Hifi-Sektor umschrieben sein, sondern auch typische Eigenarten von Aktiv- bzw Passivtechnik.

Mittlerweile ziehe ich die aktive Studiotechnik eindeutig vor.
Ein passiver LS - so gut er auch sein mag - käme mir nie mehr ins Haus.

so ist es...
Das kann natürlich jeder so sehen wie er will!

Bruce
09.12.2014, 12:29
Naja, so paradigmisch würde ich das nicht sehen. Die Abweichungen der zugegebenermaßen Qualitätschassis, die ich so verbaue sind i.d.R. sehr gering. Was da noch übrig bleibt, kann bei Bedarf über Signalbearbeitung (DSP) egalisiert werden.

tmr
09.12.2014, 13:32
Hallo,

ja wenn du das nicht weißt.. ;)
Nein, weiß ich nicht, sonst würde ich ja nicht fragen.:cool:


ich zitiere Neumann von der Webseite
die Toleranz liegt bei 0,5 db
Welche Webseite? Quellenangabe ist immer hilfreich.
Und 0,5dB plus minus was jetzt?
Kann nun die ITU-Empfehlung mit ± 0,25 dB für Frontlautsprecher ohne Nachjustierung im Hörraum eingehalten werden oder nicht?
Das, was bei K&H über Paarabgleich steht, ist ohne konkrete Zahlenangaben nicht sehr hilfreich.



Ich weiß ja nicht wo du bislang in der Entwicklung mal einen Blick hinter die Kulissen werfen durftest, möglicherweise unterscheidet sich da Neumann personell, vom KnowHow und von den Labor und Entwicklungsbedingungen ganz erheblich.
Das denke ich nicht.


Hier wir alles selbst entwickelt (inkl. Elektronik) und gemessen, ob das Klippel Messsysteme sind oder Gehäuse/Treibersimulationsprogramme (nein, man verlässt sich da nicht auf die Simulation, das wird auch alles nachgemessen und solange verändert bis die Werte im Bereich des machbaren liegen).
Ja, genau, wie allen Lautsprecherherstellern, die ich kenne.


Logisch das es auch einen RAR gibt, braucht man kaum zu erwähnen.
Doch kann man, ist sicherlich ein Luxus. Aber erstens heutzutage mit modernen Meßmitteln nicht unbedingt mehr nötig und zweitens kann man, wenn man wirklich einen braucht, sowas problemlos mieten oder sich woanders mit einklinken.


Klar, da ist mehr Geld im Spiel ist als bei kleinen Herstellern, dadurch andere Möglichkeiten da sind, finanziell und personell.
Für Entwicklung braucht man gar nicht so viel Personal, wenn nicht im Jahresrhythmus neue Modelle auf den Markt geschmissen werden müssen.

Gruss

Thomas

Hörzone
09.12.2014, 13:59
@Thomas: das machst du geschickt, du fügst zwei Sätze die nichts miteinander zu tun hatten zu einem zusammen.
Ansonsten.. ja, das macht alles jede Bastelbude, ist mir letztlich auch egal. Wo bleiben dann deine Messungen wenn das alles so normal ist?


ITU-Empfehlung mit ± 0,25 dB für Frontlautsprecher ohne Nachjustierung im Hörraum

meinst du den Amplitudenfrequenzgang? In welchem Frequenzspektrum? Redest du von der SSF- Hörbedingungen und Wiedergabeanordnung für Mehrkanalstereofonie?
Sämtliche Anforderungen des IRT, VDT werden erfüllt.. sonst dürften die Rundfunkanstalten gar keine Neumann Produkte kaufen ;)

Eusebius
09.12.2014, 14:10
Falls es mit diesem Thema noch weitergehen soll, bitte ich um Eröffnung eines eigenen Threads,
damit meine Anlagenvorstellung nicht allzu sehr damit belastet wird.

Hörzone
09.12.2014, 14:21
sorry.. da hast du Recht.. wie so oft schaut man einfach die letzten neuen Beiträge an und nicht auf den Titel

braucht keinen neuen Thread..