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Thema: Audio Technica AT33PTG

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Peter
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    Audio Technica AT33PTG

    Hallo,

    seit ca. 3 Wochen spielt bei mir ein neues Tonabnehmersystem.

    Ein Audio Technica AT33PTG.

    S1230001.JPG

    Mit den langen Schrauben sieht das Ganze ziemlich dämlich aus, aber meine nächst Kürzeren

    sind zu kurz.

    Eingebaut ist das AT im DaVinci Nobile auf dem Feickert Twin, angeschlossen am MC-Eingang der großen

    Monk Phonovorstufe.

    S1230003.jpg

    Rein optisch gefällt mir das sehr gut, auch wenn es das Bild nicht wieder gibt, aber das ist ja nur wenn überhaupt eher zweitrangig.

    S1230005.JPG

    Die Paarung mit dem DaVinci Arm scheint eine ausgesprochen Günstige zu sein.

    Zuvor lief das Lyra Skala im Nobile. Die Kombi spielte schon sehr gut zusammen.

    Aber nach den ersten Tönen vom AT war ich doch baff erstaunt.

    Ich erwartete wohl eher einen klanglichen Rückschritt hin zu weniger Auflösung und

    zu weniger Dynamik. Warum weiss ich auch nicht, es ist abgesehen von einem alten MM-System

    mein erstes AT welches ich zu hören bekomme.

    Aber Pustkuchen! Das AT spielte schon vom ersten Ton an klasse. Kein Gedanke mehr an das Skala.

    Außer vielleicht ob es doch ein Missmatch war. Skala + DaVinci.

    Das AT spielt mittlerweile im eingespielten Zustand wahnsinnig gut.

    Sehr ausgewogen, so wie ich es mag. Auf einem Niveau wie ich es nicht für Möglich gehalten hatte.

    Rhytmus, Drive, Bass, große Bühne, alles da.

    Die Beatles Platten aus der neuen Box machen einen Höllen Spass. Ich höre jeden Pilzkopf einzeln

    aber ohne das es sich zerissen anhört. Im Gegenteil, das AT gibt die Fab Four als homogene Einheit

    wieder. Der Bass von Paul und das Schlagzeug von Ringo sind sind teiweise so treibend das ich meinen

    rechten Fuß nicht mehr still bekomme.

    Bei Großorchestralem behält das AT locker die Übersicht. Da ist nichts gedrängt. Dynamik bis zum

    Abwinken. In leisen Passagen wird nichts verschluckt und in lauten Passagen behält Es den Überblick.

    S1230004.jpg S1230002.jpg

    Ich bin ja kein sogenannter "Testhörer", der dann alles Mögliche in Schriftform wiedergeben kann

    was er gehört hat. Aber wenn ich einen Tonabnehmer einbaue und ich dann eine LP nach der

    Anderen hören will, dann ist der Tonabnehmer für mich ein Volltreffer. So ist es hier mit dem

    AT33PTG.

    Für ordentlich Hoerspass braucht es nicht unbedingt den großen Monk. Anfangs habe ich mit dem

    Le Petit gehört. Mit ihm war es genau das gleiche wie mit dem großen Monk. Spass, spass, spass!

    Vorgestern war de Maggus da und ich habe Ihm mit dem AT die Harry Belafonte Sings The Blues

    vorgespielt. Cotton Fields war das erste Lied. Ich will nicht übertreiben, aber er hat schon gestaunt

    über das was da aus den ME 150 rauskam.

    Gerade läuft "Monk´s Dream" von Thelonious Monk Quartett (am Monk!!!).

    Die ganze Kette spiel so gut zusammen, das Jazz Musik "Sinn" macht. Wenn irgend etwas in der

    Kette nicht stimmt ist Jazz für mich nicht anhörbar. Aber wenn es passt macht es Sinn was die

    Musiker so von sich geben. Erst dann kann ich nachvollziehen warum was wie gespielt wird.

    Hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber eventuell versteht Ihr was ich damit meine.

    Das Audio Technica hat seinen Stammplatz im DaVinci gefunden. Für das Skala muß ich mir eine

    neue Heimat suchen (was´n spass).

    Grüße:

    Peter.

    P.S.: Die größte Erkenntnis war für mich dabei, das die richtige Kombination von

    Arm und System enorm wichtig ist und zwischen wohl und wehe den entscheidenden

    Ausschlag geben kann.

    Das Skala ist bestimmt nicht das schlechtere System, aber im DaVinci klingt das

    deutlich günstigere Audio Technika besser.

    S1240005.jpg
    Geändert von Peter (26.01.2013 um 23:48 Uhr)
    Grüße: Peter


    Hessischer Meister im Vollkontaktblues 2005.



  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von reinwan1
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    Die größte Erkenntnis war für mich dabei, das die richtige Kombination von Arm und System enorm wichtig ist
    Das ist ein ganz, ganz wichtiger Satz!

    In den achtziger Jahren hatte ich einige Audio Technica Systeme mit denen ich nie zufrieden war.
    Seitdem habe ich eine Abneigung gegen AT, wenn ich den Namen höre stellen sich bei mir die Nackenhärchen.

    Umso erstaunter war ich als ich neulich bei einem Bekannten Platten lauschte und zufällig auf den Tonabnehmer blickte.
    Da spielte ein Audio Technica AT 120 E für um die 120 Euro und zwar wirklich richtig gut!
    Ok, alleine der Tonarm war geschätzte 10 mal teurer als der TA und gehört zu den "leichten" Tonarmen.

    Der Bekannte ist Klassikliebhaber und schwört auf das System b.z.w. auf diese Tonarm - Systemkombination.
    Diese Kombination hat phantastisch aufgespielt.
    __________________
    Gruß
    Andreas





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  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von flamenco
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    Zitat Zitat von Peter Beitrag anzeigen
    Klasse Beitrag,

    menschlich die Klangeindrücke vermittelt,ohne Technischen schick schnack.

    Leckere Bohrinsel!
    Saludos

    Paco

    Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.< Marlon Brando>

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von RillenZebra
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    Habe ich auch gerne gelesen. Auch die Zeilen zum Jazz, die ich irgendwie nachvollziehen kann, ohne hier mit zahlreichen verschiedenen Armen und Systemen experimentieren zu können. Aber, erlebt das mir die gleichen Musikstücke nicht weiter aufregend, dann aber umwerfend gut in den Ohren klingen, das ist mir auch schon wiederfahren. Vor allem auch mit Blues und eben Jazz P l a t t e n. Mit CDs konnte ich sowas noch nicht erleben. Auch nicht mit Spotify. Egal, hier gehts ja um das Vinyl. So ein Bericht macht mich natürlich auch wieder neugierig, mal ein zusätzliches System zu probieren. Ich kann mich auch noch erinnern, das Peter von Nagaoka erzählte. War das nicht das MP-300? Mich interessiert aber auch mal Grado. Mit dem Twin ist ja keine Gefahr magnetischer Feldlinien aus dem Direktantrieb aufs System zu befürchten, so wie das beim Kenwood ein Handycap sein soll. Auf jeden Fall ein interessantes Thema und spannend erzählt.
    Gruß Ingo - - - --> der letzte Stream


  5. #5
    MrFloyd
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    Super Bericht Peter!!

    Das was Du da so schreibst ist immer super zu lesen!!

    Gruß
    Ralf

  6. #6
    Administrator Avatar von Plüschus
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    Moin Peter,

    dickes Lob und vielen Dank , daß Du diesen ausführlichen Bericht gemacht hast (was in letzter Zeit allgemein leider zurückgegangen ist im Forum) !

    Kann ich auch bestätigen :

    Die größte Erkenntnis war für mich dabei, das die richtige Kombination von Arm und System enorm wichtig ist und zwischen wohl und wehe den entscheidenden Ausschlag geben kann.
    Ich war früher sehr auf den SME 3009 III abgefahren ( wegen Dampflokdesign ) und hatte selbst und im Laden den IIIer oft mit teueren Systemen kombiniert ( zB Denon DL 305 , Elac 796 vdH 40 u.a. ) . Die Kombi aus SME IV und einfachen Denon DL 160 ( gibt es heute noch ) hat mir damals zu meinen eigenen Erstaunen aber besser gefallen . Als Laufwerk hatte ich den 126er Thorens und den 520er benutzt.

    Gruß Thomas

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Peter
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    Hallo Paco,

    danke für die Blumen.

    menschlich die Klangeindrücke vermittelt,ohne Technischen schick schnack.
    Das liegt aber mehr an meiner technischen Unkenntniss!!!

    Grüße:

    Peter.
    Grüße: Peter


    Hessischer Meister im Vollkontaktblues 2005.



  8. #8
    wattwuermchen
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    Moin Moin Peter

    Klasse geschrieben,sag mal hast Du eine Bezugsquelle für das PTG,ich finde immer nur das NV ?

  9. #9
    Herr des Chaos & Admin Avatar von Sir Tom
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    Peter,

    schöner Beitrag! Interessant zu lesen...

    Grüßle
    Verunglimpfungen sind für den, der sie ausspricht, schimpflicher als für den, dem sie gelten.

    „Wörter sind sehr einfach. Wer kann machen, machen. Wer kann nicht machen, sprechen. Wer kann nicht sprechen, der schreiben. (Giovanni Trapattoni)“

    So isch's halt au wiadr....

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Vinylizer
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    Hallo Mädels,

    das PTG-Prestige war im Jahr 2000 für einen Kurs von ca. DM 2.100 bis 2.300 für kurze Zeit in Deutschland erhältlich.
    Es wurde eine handvoll verkauft, soviel ich weiß. Anschließend war es nur als Direktimport aus Japan erhältnich. Es
    spielt luftiger und einen Hauch straighter als das EV. Die Krönung jedoch wäre das AT33 PTG - Anniversary oder AT33 R

    Wem eine Bezugsadresse interessiert kann mich in den nächsten Tagen anschreiben...

    Viele liebe Grüße
    Mirko

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