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Thema: YS-Audio Balanced A2 RöhrenPre - StefansTuningprojekt....

  1. #41
    Erfahrener Benutzer Avatar von Stefan
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    Detlef, wenn ich so nen Maschinenpark wie du zur Verfügung hätte wie du kämen bei mir wahrscheinlich auch komplette Geräte raus


    ..
    So muss ich mich leider mit ´kleineren´ Umbauten begnügen.
    Die machen mir aber schon total Laune, vor allem wenn alles reibungslos läuft.........

    Es gibt auch einige Leute die behaupten das ALLE Anlagen die sie von den Socken gehauen haben zumindest zum Teil modifiziert waren. Beispielweise eine schöne Seite eines Musik und Hififreaks namens Arthus Salvatore die ich sehr spannend finde:

    http://www.high-endaudio.com/rec.html

    http://www.high-endaudio.com/RC-Linestages.html

    Du bist aber auch immer wieder eine Inspiration für mich, wenns darum geht seinen individuellen Weg zu seinem Traumsound zu verfolgen.

    Viele Grüße,
    Stefan

  2. #42
    Alt Opel
    Gast
    Zitat Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
    Du bist aber auch immer wieder eine Inspiration für mich, wenns darum geht seinen individuellen Weg zu seinem Traumsound zu verfolgen.
    Viele Grüße,
    Stefan
    Danke für die Blumen. !!!!


    Die Erfahrung, mit den "besonders auffälligen" Anlagen, an denen mit viel Liebe eigentlich nur Kleinigkeiten verbessert wurden, habe ich auch schon öfter gemacht. Das ist manchmal verblüffend, gerade wenn man die technischen Zusammenhänge hinterfragt und es eher für unwichtig hält.

    Wenn man seine Kombination der Geräte gefunden hat,wenn die auch technisch sinnvoll miteinander kombiniert sind, und wenn man die grundlegenden Angelegenheiten wie die Raumakustik schon in der Reihe hat, wenn man sonst nichts mehr ändern will, oder braucht, warum nicht an Stellen "basteln" die im einzelnen evt auch nur einen verschwindend kleinen Einfluß haben?
    Die Summe der Kleinigkeiten macht oft zum Schluß doch noch viel aus. Das Kann auch einen Teil des Hobbys sein, der wirklich Spass macht.
    Gruß,
    Detlef

  3. #43
    Gesperrt
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    Die Summe der Kleinigkeiten macht oft zum Schluß doch noch viel aus. Das Kann auch einen Teil des Hobbys sein, der wirklich Spass macht.
    Ganz deiner Meinung.

    Gruß
    Franz

  4. #44
    MrFloyd
    Gast
    Hallo,
    da sage ich nur dito!!

    Gruß
    Ralf

  5. #45
    Erfahrener Benutzer Avatar von Stefan
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    Moin Männers !


    Lang, lang ists her das ich mich schreibenderweise hier betätigt hatte.... Ich bin bekennenderweise auch nicht einer der bei Hifi bzw. Musikfremden Themen in einem Hifi Forum so mit dabei ist. Dazu war und bin ich öfter mal in diversen Facebook Hifi Gruppen unterwegs.

    Mich und meine Leidenschaft für Musik und meine Anlage gibts aber noch und letztere ist weiterhin ungebrochen. Was sich auch darin zeigt das ich mir vor kurzem wieder mal meine schon heftig modifizierte Röhrenvorstufe vorgenommen habe um sie in der Anlage zu reaktivieren. Eine Zeitlang bin ich wieder mal den kürzeren Weg ohne Vorstufe über den regelbaren Ausgang des Mytek Brooklyn D/A Wandlers gegangen, was mich irgendwann aber nicht mehr voll zufriedengestellt hatte.

    Zwischenzeitlich bin ich auch in die faszinierende Welt der Analogplatte eingestiegen, wobei sich mittlerweile etwa 130 LPs ,angehäuft´ haben......


    Hier und jetzt würde ich aber gerne weiter über meine oft sehr ,ohröffnenden´ Erfahrungen mit verschiedenen Kondensatoren in der Röhrenvorstufe berichten.



    Zum Einstieg vielleicht nochmal ein kurzer Abriss über meine Klangpräferenzen: Für mich soll eine Vorstufe vor allem eins sein, nämlich möglichst transparent ohne der Musik über Gebühr einen Eigenklang überzustülpen. Dazu darf sich aber gerne auch ein wenig röhrenspezifische ,Magie´ zugesellen.

    Sehr wichtig ist mir vor allem das gute ,Frontstaging´ der Klangbühne wo sich speziell Stimmen bei entsprechenden Aufnahmen vor die LS Basis ,stellen´ und dann in all ihrer Ausdrucksstärke erstrahlen.....

    Diese Prämissen hatten mich zuletzt dahin geführt im Bereich der Koppelkondensatoren und bei den Ausgangskondis auf was anerkannt ,durchlässiges´ zu setzen in Form von den V-Caps TFTF Teflon im Eingang und Mundorf Silber/Öl im Ausgang. Damit habe ich dann eine ganze Zeit recht zufrieden gehört nachdem die Caps eingespielt waren................

    Es drängte sich aber immer mehr der Eindruck auf das da etwas nicht ganz zusammenpasste speziell was die Mundorf Silber/Öl angeht. Sie erschaffen zwar ein wunderbar harmonisch, fließendes Klangbild mit excellenten Höhen. Gleichzeitig hatte ich immer mehr den Eindruck das sie im Gegenzug im Mittenbereich leicht übertrieben gesagt etwas wegnehmen und sogar leicht komprimieren. Die Mitten waren mit den Mundorf Silber/Öl nie so lebendig und präsent wie ich es mir gewünscht hätte. Ich halte sie sogar für ,Effekt´ Kondensatoren, die z.B. im Hochtonzweig einer LS Weiche super funktionieren können, FullRange betrieben aber in vielen Fällen einiges vermissen lassen.

    In den wohl bekannten Kondensatorentests im Netz (Humblehomemade Hifi usw.) fand ich dazu eine Beschreibung die es mA.nach sehr gut beschreibt. Dort werden die Mundorfs generell als ,third or 4th row´ Kondensatoren bezeichnet, was heißen soll das sie die Klangbühne eher etwas nach hinten aufbauen und den Hörer nicht sehr unmittelbar ans Geschehen bringen.

    Genau das war es was mich sehr gestört hat. Wenn sich die Klangbühne auch bei sehr direkt aufgenommenen Stücken sehr nach hinten aufbaut geht für mich ein großer Teil der Realitätsanmutung verloren. Dazu verliere ich den Eindruck von Präsenz und Unmittelbarkeit, Transparenz und Durchhörbarkeit des Klangbilds. Die Mundorfs bewirken durch ihre Betonung der Höhen erstmal einen tollen Eindruck von Transparenz und Offenheit welcher aber in meiner Empfindung andere Bereiche, speziell die Mitten eher unterbelichtet erscheinen lässt.

    Also begann die Suche nach Kondensatoren die eher ´Front row´ Kandidaten sind und mir den Eindruck von Präsenz zurückgeben. Denn Tiefe im Klangbild bilden meine grossen Dipole konstuktionsbedingt sowieso schon sehr gut ab.


    Gestartet bin ich dann erstmal jeweils mit 0,22uF Bypass Caps und zwar die mit den ,Miflex KPCU´ Kupferfolie Papier + Polypropylen Öl Kondensatoren. Diese Teile sind schonmal der Hammer für den aufgerufenen Preis !

    Sie ähneln im Aufbau mit der Kupferfolie den sehr gut beleumdeten Caps von Jupiter, Jensen oder auch Duelund, nur zu weit zivileren Kursen.


    Die Kupferfolie sorgt bei den Miflex KPCU für sehr schöne Klangfarben und Obertöne was ja ein wenig immer die Achillesferse bei reinen Foliencaps ist....... Dazu bauen sie wie bei Humblemade beschrieben sehr schön präsent ab, machen also den Eindruck nichts von der Energie der Musik wegzunehmen oder in der Raumtiefe zu ,verstecken´ wenn ihr wisst was ich meine.

    Die Richtung war also schonmal gut und so wanderte daraufhin ein weiteres Quartett (Vorstufe ist symmetrisch aufgebaut) in den Eingang... Das war aber dann des Guten zuviel den wenn es eine weitere Regel beim Kondensatoreneinsatz gibt dann das die Kombination zählt weil kein Cap perfekt für alles und an jedem Platz ist und darum mehrere auch schnell eine Richtung zu sstark betonen.........

    Also folgten weitere Versuche. Insgesamt habe ich wohl etwa 8 verschiedene Typen im Ausgang und Eingang getestet bis ich dann meine Kombi gefunden hatte.



    Als Eingangscaps werkelt jetzt ein Quartett von NOS Polystyrene Kondensatoren. Polystyrene ist ja das zweitbeste Dielektrikum nach Teflon und liefert super Werte ab, hat aber auch hinter Teflon die zweitgeringste elektrische Absorbtion.

    Polystyrene Casps sind nur normalerweise mit höheren Spannungsfestigkeiten und uF Werten relativ schwer zu finden. Dazu ist in Röhrenamps und beim Löten auf die geringe Temperaturfestigkeit von Polystyrene zu achten. Ich hatte aber das Glück sie mit je 0,22uF und 1000V Belastbarkeit zu bekommen für insgesamt 16 Euro !!
    Die Polystyrene Caps sind fast genauso ,durchlässig´ wie Teflon Kondensatoren. Es gibt aber bei den Teflon Caps auch zwei ,Camps´ was die Klangausrichtung angeht. Die eine Richtung zu der auch die V-Caps gehören geht eher in die Elektrostatrichtung, also sehr ,ätherisch´ aber auch weniger präsent in der Darstellung. Die andere Seite ist die ,Conefraktion´ die eher nach vorne abbildet. Letztere wäre meine Wahl.

    Diese Klangausrichtung haben glücklicherweise aber auch die von mir eingesetzten NOS Polystyrene Kondensatoren. Jetzt heisst es nur noch die fast genauso lange ,Formungszeit´ wie bei den TeflonCaps hinter mich zu bringen......



    Als Ausgangscaps werkelt jetzt viermal ein Kombi aus je 2 x 1uF WIMA MKP10, jeweils ,gebypassed´ mit je einem 0,22uF Miflex KPCU und einem Silver Mica mit noch viel geringerem Wert.....


    Das I-Tüpfelchen von Lebendigkeit im Klangbild machen dabei die Silver Micas oder auch Silberglimmer Kondensatoren aus, welche als Bypass eingesetzt (wegen ihrer nur geringen Werte) den Glanz der Silber Öls von Mundorf in den Höhen komplett zurückbrachten. Es sind in meinem Fall russische Militärtypen geworden die sehr gut aufgebaut sind und excellent klingen. Und Silver Micas brauchen keine Einspielzeit...

    Weitere tolle Caps sind natürlich die Duelund CAST und speziell auch die von Audio Note als Silber- oder Kupferfolienversion wenn sie nicht dermassen abgehobene Preise hätten ! Bestellt hatte ich auch den Netzgeheimtip auf Teflongebiet, nämlich die russischen FT-3.

    Das Paket ist aber irgendwo verschollen, was sich letztlich als verschmerzbar herausgestellt hat, denn die Maße der FT-3 in 0,22uF Version sprengen als 4 er Pack dann doch etwas den Platz der mir an dieser Stelle in der Vorstufe zur Verfügung steht..................



    Ansonsten....

    Soviel erstmal zu meinen ausgiebigen Ausflügen in die faszinierende Welt des Kondensatorenklangs. Ich hoffe mal ein paar von Euch haben bis hierhin durchgehalten und haben evtl. sogar die Anregung zu eigenen Versuchen bekommen.

    Dazu kann ich bei entsprechendem Equipment und Lötkenntnissen nach den von mir gemachten Erfahrungen nur ermutigen. So ein größtenteils Point to Point verdrahteter Röhren Pre ist praktisch prädestiniert dafür durch ,Personalisieren´ der Kondensatoren als auch der Röhren das Optimum für sich herauszukitzeln !

    Mein ,aufgebohrter´ Röhrenpre gefällt mir nach den Umbauten klanglich nochmal deutlich besser und ich kanns kaum erwarten das die Polystyrene Kondensatoren endlich ihre lange Einspielphase komplett hinter sich bringen. in den ersten Tagen ändert sich bei frisch eingebauten Caps praktisch jeden Tag noch die eine oder andere Nuance...........



    Zum Schluß: Wer speziell zu den genannten Audio Mote Silver eigene Erfahrungen hat.... Gerne her damit !

    Bilder zum aktuellen Innenaufbau meiner Vorstufe stelle ich heute abend noch ein. Hab hier gerade keinen Zugriff darauf.



    Viele Grüße,
    Stefan

  6. #46
    Erfahrener Benutzer Avatar von Stefan
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    Nabend zusammen,


    wie angekündigt noch ein Bild vom aktuellen Tuningzustand der Röhren Vorstufe: Im Vordergrund hinter der Frontplatte sind noch ganz leicht die Polystyrene oder auch Styroflex Caps zu sehen. Wie gesagt mit je 1000V Belastbarkeit und je 0,22uF, was recht selten ist..... Optisch recht unscheinbare Teile die mir aber klanglich bisher super gefallen.

    Ich gebe zu das es mittlerweile recht ,ungeordnet´ im Inneren zugeht. Der Platz wird halt knapp. Ein wenig stolz bin ich auch darauf das bisher nach jeder Umbaumaßnahme die Vorstufe sofort wieder ohne Probleme spielte. Das macht echt Spaß..............





    Zum Vergleich vielleicht nochmal eine Ansicht wie spartanisch das Gerät mal im Inneren ausgesehen hat. Die symmetrische aber dennoch direkte Schaltung mit kurzen Wegen hat mir von Anfang an gefallen. Da steckt eine Menge Potenzial drin das entfesselt werden will.

    http://www.ys-audio.com/a2plus.htm


    So langsam bin ich aber am Ende der sinnvollen Maßnahmen angekommen.... Insgesamt blieb da bis zu den Röhren kaum ein Stein auf dem anderen. Die bisherige Historie des Umbaus sollte sich für Interessierte aus diesem thread ergeben.

    Absolute Tips für eventuell Tuninginterssierte sind für mich die Styroflexe, die Miflex KPCU und die russischen Silber Micas. Alles keine ,Boutique Caps´ zu sehr bezahlbaren Kursen und mit grandiosem Klang !


    Jetzt heißt es erstmal wieder jeden Tag mehr die Musik über die Vorstufe geniessen während die Caps sich langsam einspielen.



    Viele Grüße,
    Stefan
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