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Thema: Bassdröhnen

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Bassdröhnen

    Meine Anlage dröhnt manchmal im Bass. Was könnte ich dagegen tun ohne gleich ein Vermögen für neue Lautsprecher auszugeben ?

    Danke im voraus !

  2. #2
    Hallo!

    Bassdröhnen entsteht durch "Moden", also stehende Wellen zwischen Begrenzungsflächen des Raumes. Je nachdem, ob man im "Tal" oder auf dem "Berg" einer solchen Welle hört, kann es zum Dröhnen oder auch zu Basslöchern kommen.

    Du könntest versuchen, Boxen und/oder Hörplatz soweit zu verschieben, bis sie nicht mehr im "Berg" einer solchen Welle stehen.
    Leider gibt es immer mehrere kritische Bass-Frequenzen, die sich unterschiedlich im Raum verteilen, so dass es passieren kann, dass man sich neue Dröhnfrequenzen einfängt, wenn man eine vermeidet.
    Also: Ausprobieren!

    Dem Bassdröhnen wie oben beschrieben aus dem Weg zu gehen, ist eine Möglichkeit.
    Die andere besteht darin, die Bassmoden selbst zu bekämpfen.
    Das erfordert beträchtlichen Aufwand und Materialeinsatz. Poröse Bassfallen z.B. müssen GROß sein!

    Als ersten Versuch, ob so etwas lohnen könnte, würde ich alle im Haus verfügbaren Matratzen, Kissen, Mäntel etc einfach in die Zimmerecken stopfen und dann hören, was passiert.

    In der Regel ist der Effekt schon ziemlich verblüffend.
    Wer da Blut geleckt hat, kann das Thema dann mit formschöneren Materialien angehen.
    Es muss dann nicht teuer sein.
    Viel hilft schon eine Gästematratze, die man beispielsweise hinter einem vorgezogenen Bücherregal verstauen kann.
    Grundsätzlich gilt: Je mehr Kissen, Polstermöbel, Teppiche u.Ä. im Hörraum, desto besser klingt es.

    Gruß!

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    15.10.2014
    Beiträge
    128
    Eine digitale Raumkorrektur (dsp) kann sehr hilfreich sein.
    Es geht bei einigen hundert Euro los, high end ist dann teurer.

    Gruß Mart

  4. #4
    Jepp,
    wenn man am Raum selbst nicht so viel machen kann (wie im Wohnzimmer üblich und verständlich), hilft es schon erschreckend deutlich, wenn man den stehenden Wellen die Energie entzieht. (ich mache das auch so, obwohl ich einen extra Hörraum habe, aber gerade die tief liegende Längenreso des Raumes bräuchte riesige Mengen an Dämmmaterial, welches ich auch wegen feuchter Kellerwände nicht anbringen kann.

    Mal viel Theorie dazu:
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-raum-moden.htm
    Und eine Möglichkeit dazu:
    http://www.ak-soundservices.de/am2dualcore.html

    Der Ausdruck Raumkorrektur hat sich eingebürgert, aber es handelt sich, wenn man auf diese Art eingreift, um eine Hörplatz-Frequenzgangkorrektur und die funktioniert auch nur da, wo man mit dem Mikro gemessen hat und die Kurve darauf einstellt.

    Anfangen, wie schon vorgeschlagen wurde, sollte man mit Veränderungen der Position der LS und der des Hörplatzes im Raum, wenn möglich.
    l.G.
    Geändert von Alt Opel (05.12.2015 um 16:42 Uhr)

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