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Thema: Subwoofer-Amp

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Subwoofer-Amp

    Hier ein Bericht über mein kleines Verstärkerprojekt. Mein neuer AVR Receiver machte es notwendig, dass mein Subwoofer einen eigenen Verstärker bekommt. Dieser sollte aber in das vorhandene Regal passen. Ein Selbstbau war notwendig. Ich habe mir ein recht verbreitetes D-Amp Modul aus China kommen lassen,welches für einen Appel und Ei erhältlich ist.

    amo1.jpgamo2.jpg

    So ganz billig war es am Ende doch nicht, das erste Modul war kaputt, und auch nach sehr intensiver Fehlersuche nicht zum Funktionieren zu überreden. Deswegen habe ich ein neues bestellt, welches tadellos funktioniert. Das Modul basiert auf der Standardapplikation für den IRS 2092 Chip, welches ein interessanter Treiber ist. Elektor hat mit diesem Chip auch einen DAmp konstruiert, der aber deutlich teurer kommt.

    Versorgt wird das ganze von einem netten 400 Watt Ringkerntrafo aus meinem Fundus. Man könnte auch ein Schaltnetzteil verwenden, aber ich hatte den Trafo gerade übrig.
    Um den vorhandenen Platz möglichst auszunutzen, sind Trafo und Verstärker getrennt und über ein Super High End Kabel per Speakon Steckverbindung miteinander verbunden.

    Der Amp sollte vom Triggerausgang des AVR eingeschaltet werden, außerdem über Softstart verfügen. Habe ich mit ner kleinen Schaltung realisiert. Guckst Du:
    amo6.jpg
    Dann hatte ich noch einen High End Netzfilter in einer Kiste, der super ins Gehäuse passt. Da diese D-Amps ganz ordentlich ins Netz zurückfeuern können, wurde der auch verwurstet. Ein schönes Gehäuse (wird eh im Regal versteckt), und fertig ist die Laube.amo15.jpgamo16.jpgamo17.jpgamo19.jpg


    Das Modul verfügt über einen Gleichrichter und eher kleine Siebung. Das gefiel mir nicht so, ist schließlich für den Subwoofer und als solches eher Schwerarbeiter. Also Siebung aufstocken und bei der Gelegenheit den Gleichrichter durch ein potenteres Exemplar ersetzt. Außerdem Bypasskondis allenthalben gegen HF Müll. Die Anordnung orientiert sich an dem Gehäuse, welches aus einem Alu 4 Kantrohr besteht mit entsprechenden Fronten. Die Extrasiebung hatte ich, ihr ahnt es, „übrig“.amo5.jpgamo10.jpgamo11.jpgamo12.jpg


    Die Applikation versorgt den IC über eine einfache Z-Dioden Schaltung mit entsprechender Vorwiderständen. Diese werden in meinem Fall recht heiß, da der Trafo am oberen Ende der Versorgungsspannung arbeitet. Das riecht auf die Dauer etwas elektrisch und ist außerdem ne Energieverschwendung. Also werden diese Widerstände angepasst. Ich hatte schon ne Regelschaltung für den IC fertig, aber der Platz ist begrenzt und am Ende ist es ein Subwooferverstärker, da bleibt die Kirche im Dorf.


    A pro pos Subwooferverstärker: Di eBandbreite habe ich durch Veränderung des Eingangfilters dem Zweckangepasst. Was vorne nicht reinkommt, macht hinten keine Probleme.Guckst Du:Image1.jpg


    Das Ganze sieht dann so aus:amo13.jpgamo14.jpgamo18.jpg


    Die Front ist eine schöne Bodenfliese.Sieht ganz nett aus. Ach ja, die Lackierung des Gehäuses habe ich mit Unterbodenschutz gemacht. Ist eher suboptimal, aber wie gesagt man sieht sie eh nicht.
    Die Ausgangsfilterung des Moduls scheint „verbesserungswürdig“ zu sein. An einer ohmschen Last wird die Schaltfrequenz (400kHz) eher unzureichend ausgefiltert:amo9.jpg


    Nicht, dass das ein Lautsprecher wiedergeben könnte (die akustische Filterung des Lautsprechers lässt von dem Dreck nichts übrig), aber unschön ist das schon. Kommt allerdings eine kleine Induktivität hinzu, ist das Signal sauber. Die Schwingspuleninduktivität des Subwooferchassis reicht schon aus:amo8.jpg


    Bislang funktioniert das Teil, keine Störgeräusche, kein Gebrumm … mein Verdrahtungs- und Massekonzept scheint OK zu sein.


    Mit den neuen Rearboxen ist die Wohnzimmeranlage jetzt komplett.

    Nachtrag: Für den Bau dieses Amps mussten keine Kabel leiden und kein Weihwasser wurde benötigt ...
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  2. #2
    Bei uns in der Seitenstraße liegen an den Müllcontainern Rattenfallen aus Alu-Vierkantrohr rum.
    Sehen so ähnlich aus.
    Klingen aber nicht.

    Im Ernst: Bin mal wieder beeindruckt von deinem Sachverstand und der Umsetzung!

    Gruß!
    Rainer

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Rattenfallen ...

    Danke fürs Kompliment. Man könnte das alles natürlich vorzeigbarer gestalten, aber in meiner spärlichen Freizeit lege ich den Fokus tatsächlich eher auf die Funktion, zumal man den Verstärker ja wirklich gar nicht sieht. Tatsächlich wird der Verstärker so gut wie gar nicht warm, dem Wirkungsgrad sei dank.

  4. #4
    Administrator Avatar von Plüschus
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    Moin moin,

    super Arbeit ! Zweckmäßigkeit ist Trumpf ! Die Idee mit der Fliese als Frontplatte ist Klasse !

    Der Amp scheint meinen L15D Verstärkern nicht unähnlich (meine sind ohne Siebung , Gleichrichter und Trafo ) . Diese kleinen Lxx15D Amps haben tatsächlich Power "ohne Ende" (bis 300W@4Ohm) und werden nur durch das Netzteil / Trafo begrenzt .

    Gruß Thomas

    PS. Ich kontakte dich nochmal zur Anpassung des Netzfilters .
    Es kommt anders , wenn man denkt !




  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Zitat Zitat von Plüschus Beitrag anzeigen
    Moin moin,

    super Arbeit ! Zweckmäßigkeit ist Trumpf ! Die Idee mit der Fliese als Frontplatte ist Klasse !
    Hab ich im Baumarkt gesehen und gedacht, das könnte passen. Ist allerdings Feinsteinzeug, muss man mit der Flex ran.

    Der Amp scheint meinen L15D Verstärkern nicht unähnlich (meine sind ohne Siebung , Gleichrichter und Trafo ) .
    Ja, die Grundschaltung ist die gleiche (Referenzdesign IRAUDAMP7D), ist nur noch ergänzt durch Netzteil und Schutzschaltung.


    PS. Ich kontakte dich nochmal zur Anpassung des Netzfilters .
    Gerne, aber da ist nichts angepasst. Ich hatte das Teil noch rumliegen und hab es einfach eingebaut

  6. #6
    Hallo Bruce!

    Du weißt, dass ich Zweckmäßigkeit - auch unter dem Aspekt Resteverwertung - sehr schätze.
    Da sind wir Brüder im Geiste, wobei du allerdings über einen beträchtlichen Wissensvorsprung verfügst.
    Meine Assoziation war sicher etwas derbe, ändert aber nichts an meiner Hochschätzung!
    In diesem Sinne mal wieder: Chapeau!

    Liebe Grüße!
    Rainer

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Hallo Rainer,

    das Kompliment gebe ich gerne zurück, Deine akustischen Maßnahmen sind auch sehr einfallsreich und noch dazu preiswert.

    Ich versuche, meinen Lagerbestand etwas zurückzufahren. Da hat sich im Laufe der Jahre so viel angesammelt, wovon ich dachte, da könnte man mal was mit machen. Leider hat sich das umgekehrt zu meiner Freizeit entwickelt. Deswegen habe ich viel ungenutzten Krempel rumliegen. Muss mal nen Flohmarkt machen

  8. #8
    Administrator Avatar von Plüschus
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    Und

    die Kanten polieren
    Hab ich im Baumarkt gesehen und gedacht, das könnte passen. Ist allerdings Feinsteinzeug, muss man mit der Flex ran.
    Das dauert und ist Nervarbarbeit

    LG Thomas
    Es kommt anders , wenn man denkt !




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