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Thema: Aus einem Keller wird ein Hörraum

  1. #1

    Aus einem Keller wird ein Hörraum

    Nabend,

    ich habe mich in der letzten Zeit etwas meinem neuen Hörraum gewidmet. Mittlerweile ist er soweit fertig, das man zumindest Musik hören kann - auch wenn noch einiges an Arbeit und Feintuning und Restarbeiten nötig ist. Aber es macht erstmal Spaß nach all der Arbeit und nach über 3 Jahren ohne richtigen Hörraum endlich mal wieder vernünftig Musik hören zu können. Und die ersten Töne sind mMn sehr vielversprechend.

    So, was ist also passiert:

    Zum Rohbau:
    Maße: b/l/h 4,14 / 6,185 / 2,35m
    Decke: Stahlbeton
    Boden: Schwimmender Estrich
    Wände:
    - Die Wand mit der Tür besteht aus verputztem Mauerwerk
    - die Seitenwände sind Trockenbauwände 12,5cm, doppelt beplankt mit 60mm Mineralwolldämmung
    - Die Außenwand sowie die direkt anschließenden Wände (auf einer Länge von 1,75m) sind
    Stahlbetonwände unverputzt.

    Hier ein Plan von dem Raum.





    Das habe ich gemacht:
    Ich habe die gesamte Decke um ca. 15 cm abgehängt. Knapp 2 cm Luft, 100mm Kanu TP 440 Akustikdämmung und eine Lage Knauf Cleaneo 8/18R.Vor die beiden langen Seitenwände habe ich eine Trockenbauvorsatzschale aus Knauf Cleaneo 8/18R mit 50mm TP 440 Dämmung gebaut.
    Im gesamten Raum habe ich Teppich verlegt.
    Hinter den Lautsprechern (Fensterwand) habe ich Vicousticdämmung aufgehängt, welche ich noch hatte. Die vor dem Fenster kann ich zum Lüften runter nehmen.
    In die 4 Raumecken habe ich Basotec gestellt (ca. 45/45cm), da ich auch diese noch von früher hatte. Je nach dem, was die Messergebnisse sagen, tausche ich die ggf. noch gegen Steinwolle aus.
    An der Wand hinter dem Hörplatz habe ich CD-Regale aufgebaut. Die CDs sollen unterschiedlich weit herausragen, sodass ich eine Art Diffusor habe. Wenn nötige plane ich jedoch noch einen "echten" 2-d-Diffusor zu bauen.
    Ferner habe ich im Hörraum neue Stromleitungen für die Hifinutzung verlegt. Insgesamt sind vier Steckdosen mit vier separaten Leitungen vorhanden. Hier habe ich glaube ich alle Möglichkeiten - alle 4 Leitungen auf einen Automaten oder jede Steckdose separat abgesichert.







    Zur Anlage:
    Aufstellung: Ich favorisiere die klassische Variante an der kurzen Seite, um hinter den LS ausreichend Platz zu haben (habe damit in meinem alten Hörraum sehr gute Erfahrung gemacht). Die LS stelle ich vor der Wand mit dem Fenster und den Hörplatz somit zur Tür hin (Tür im Rücken).
    Musikrichtung: Wenig Klassik, keine Oper odgl., zunehmend Jazz, viel Country und Rock, gern Sara K. etc.
    Lautstärke: Ich höre eher leise bis zu gehobener Zimmerlautstärke. Konzertlautsärke gibt es bei mir quasi nie.
    Anlage: La Rosita Pi Connect, LS Newtronics Tempernde III aktiv sollen jedoch über kurz oder lang neu kommen, in der sehr engen Auswahl steht die 901K.

    Ziel:
    Ich mag trockene Räume. Mein Fokus liegt auf einer realistischen Bühne mit guter Tiefenstaffelung.

    So sieht es derzeit aus - Messungen habe heute nicht mehr geklappt, sollen aber folgen.



    Grüße
    Fabian

  2. #2
    Hallo Fabian!

    Das sieht schon mal sehr vielversprechend aus.
    Vermutlich wirst du noch die Tür in deinem Rücken mit einem porösen Absorber verkleiden müssen.
    Sonst kriegst du von hinten eine deutliche Reflexion.

    Bin auf die Messungen gespannt!

    Gruß!
    Rainer

    PS: Wie du in Anbetracht meiner Hifi-Vita verstehen wirst, kann ich dir nur wärmstens zur 901k raten!

  3. #3
    Hi Rainer,

    ich bin noch am überlegen ob an die Tür wirklich ein Absorber oder ein Diffusor sinniger ist. Eigentlich will ich den Rückraum diffus ausbilden. An der Tür wäre aus Gewichtsgründen nur einer aus EPS machbar, welcher also nur bis ca. 1kHz runter geht. Rechts und links davon dann entweder mein "CD-Regal-Diffusor" falls der funktionieren sollte oder einer aus Holz, welcher dann auch tiefer reicht.

    Hast Recht, von dir hätte ich keine andere Empfehlung als die 901K erwartet....
    Grüße
    Fabian

  4. #4
    rubicon
    Gast
    Hallo Fabian,

    das sieht ja wirklich vielversprechend aus, drücke dir bei deiner weiteren Arbeit die Daumen. So ein dezidierter Hörraum wird dir nach getaner Mühe deinen Aufwand auch lohnen, egal, für welchen Lautsprecher du dich dann entscheiden wirst. Gerne komme ich mal bei dir dann vorbei, bin dir ja noch einen Gegenbesuch schuldig.

  5. #5
    Du bist, wie heute Vormittag schon besprochen, herzlich willkommen!
    Grüße
    Fabian

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Peter
    Registriert seit
    09.12.2011
    Ort
    Hessen-Süd
    Beiträge
    12.313

    Das ist ja mal eine sinnvolle Innovation!

    Ein Mikrofon am Hörplatz um oben Getränke zu bestellen! (letztes Bild)

    Du bist ein Fuchs!

    Nee, im Ernst. Das sieht alles sehr,sehr gut aus und wird bestimmt auch so klingen!
    Grüße: Peter


    Hessischer Meister im Vollkontaktblues 2005.



  7. #7
    Nabend,


    die erste Messung mit Acourate ist gemacht. 3 Fragen ergeben sich daraus für mich:








    1.) An die Nachhallzeit unterhalb von 120 Hz muss ich erwartungsgemäß ran. Dazu würde ich in den 4 Raumecken tiefe Absorber aus Steinwolle erstellen und das etwas zu verbessern. Kann mir hierzu jemand Tips geben?
    - Ausführung/Maße (Mir schweben 2x 60/40/200cm und 2x 80/60/200cm t/b/h Absorber vor)
    - Maßnahme damit ich oberhalb von 120 Hz nicht weiter absorbiere)
    2.) Ich habe bei 35 Hz ein Loch, in wie weit verschlimmert sich dieses durch die Maßnahmen unter 1.)?
    3.) Ich war eigentlich der Überzeugung, dass mein Raum sowie die Aufstellung sehr symmetrisch ist. Lt. Acourate liegt die Symmetrie in den ersten 10ms unter 80%. Meint Ihr dass dies an der unsymmetrischen Rückwand liegt (Tür außermittig und noch nicht bedämpft)?


    Danke und Gruß
    Fabian
    Grüße
    Fabian

  8. #8
    Hallo Fabian!

    Ad 1): ok!
    Ad 2): eine Verschlechterung ist nicht zu erwarten - eher das Gegenteil.
    Ad 3): Da ich accourate nicht kenne, kann ich zu dem Wert nichts sagen. Generell ist natürlich eine weitgehende Symmetrie anzustreben.

    Noch ein Bemerkung:

    Der Bereich um 300 Hertz ist für die Wärme und Sonorität im Klang wichtig. Ist bei dir etwas wenig.
    Zusätzlich hast du den Bereich 2 bis 3 kHz etwas hervorgehoben. Das kann zu Härten und Aggressivität im Klang führen.
    In beiden Frequenzbereichen würde ich entsprechend gegensteuern.

    Gruß!
    Rainer

  9. #9
    Danke für deine Einschätzung, Rainer. Deine Bemerkungen sind gute Hinweise. Darum kümmere ich mich im Feintuning - der Bassbereich fällt für mich noch unter Grobtuning.
    Grüße
    Fabian

  10. #10
    da sitzt einer ganz alleine im Keller...................
    in einem Raum der NULL Atmosphäre hat .................

    Macht HiFi einsam?


    PS: mir fehlt da der Platz für weitere Hörer, eine Bar, etwas was das Auge erfreut
    einfach ein Ambieten zum Feiern und gemütlichen Beisammensein.
    aber so ?
    Kannste vergessen.

    PPS: wo Menschen fröhlich Singen lass dich ruhig nieder - böse Menschen haben keine Lieder.

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