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Thema: Wie den Bass korrigieren?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thelemonk
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    Wie den Bass korrigieren?

    Hallo zusammen,

    wir haben ein neues Forum.
    Vielen Dank Thomas.

    Digitale Signalverarbeitung ist mittlerweile auch beim Hörer/Konsumenten weit verbreitet.
    So bietet beispielsweise der RME PRO per PEQ (https://www.delamar.de/musikprodukti...torial-1-2095/), den Frequenzgang beeinflußende Gestaltungsmöglichkeiten. SoftwarePlayer wie JRiver bringen eigene DSP Module mit.

    Ein mögliches Einsatzgebiet eines DSP/PEQ‘s ist die Linearisierung des Bassbereichs.
    Hier sind die Raumeinflüsse auf den Frequenzgang bedingt durch Begrenzungsflächen und Raummoden am größten.

    Für meine Frage definiere ich mal den Begriff „Bass“ als alles unter 100Hz.
    Aktuell gehe ich so vor, dass ich den Rechten und Linken Kanal getrennt korrigiere und das Ergebnis in Summe beurteile (Mono sozusagen). Dazu wird die korrigierte links/rechts Messung in der Software aufaddiert. Gemessen wird am Hörplatz. Ziel ist ein ausgeglichener (hier Bass) FQG allein am Hörplatz selbst.

    Haltet ihr dieses Vorgehen für sinnvoll?

    Viele Grüße
    Thelemonk

  2. #2
    Rastelli Avatar von claus B
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    Schönes Thema.

    Bin mal auf die Beiträge neugierig.
    "Ein Schwein, das nicht fett sein darf, ist eine arme Sau"
    Zitat: Franz Keller Koch

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rook
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    Hmmm... ein schwieriges Thema.
    Um die Sache kurz zu machen:
    Ich war sehr lang ein Anhänger und Befürworter von "aktiven" bzw. "vorgespannten" Signalveränderungen.
    Da mir irgendwann aber ziemlich sicher der Klang dermassen auf den Sack ging habe ich mich wieder den ursprünglichen Massnahmen zugewendet.
    NICHTS kann eine gute Raumakustik ersetzten. NICHTS!
    Gruß,
    Rüdiger

  4. #4
    Administrator Avatar von Plüschus
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    Für

    mich gibt es eigentlich nicht anderes mehr als mit einem DSP eingemessenen Lautsprecher zu hören. Ich habe hier lange berichtet , wie ich mit meinen Lautsprechern verfahren bin.

    Gruß Thomas
    Es kommt anders , wenn man denkt !




  5. #5
    Ich halte es auch so wie Rüdiger und versuche, den Raum nach Möglichkeit so zu optimieren, daß er sich akustisch nicht störend bemerkbar macht. DSP ist nicht meine Wahl.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rook
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    382
    Ich will niemanden abstreiten sein Glück in der DSP Welt zu suchen und zu finden.
    Sage ja ,- war auch schon lange dabei...
    Aber habe (MICH PERSÖNLICH) wieder dagegen entschieden.

    Gruß,
    Rüdiger

  7. #7
    Das eine tun, das andere nicht lassen...
    Ich hab ja oft genug gschrieben, für wie wichtig ich eine vernünftige Raumakustik halte.
    Damit geht es also los.
    Da viele aber beim Bass damit schnell an ihre Grenzen kommen, darf für den kleineren Rest gerne per digitaler Signalbearbeitung nachgeholfen werden.
    Die heutige Digitaltechnik erlaubt so "saubere" Bearbeitungen, das althergebrachte Vorurteile und die pauschale Ablehnung jeglicher Signalbearbeitung nicht mehr zeitgemäß sind.
    Natürlich sind besonders im Bass die Übersteuerungsgrenzen aller Komponenten zu beachten.

    Zur Frage der Messung:
    Ich messe immer die Kanäle getrennt und lege die Kurven aufeinander.
    Ziel ist eine weitestgehende Kanalgleichheit.
    Im Tiefbass ist die allerdings nicht mehr so wesentlich, da wir dort in Bereiche kommen, wo die Ortbarkeit physikalisch bedingt ohnehin leidet.
    Ob im Tiefbass ein LS etwas mehr macht als der andere, ist weitaus weniger wichtig als vergleichbare Differenzen in oberen Frequenzbereichen.

    In meinem Hörraum habe ich mit z.T. recht brutalen Raumakustik-Maßnahmen noch alles ohne DSP hingekriegt.
    So heftig kann und will aber kaum jemand in die Optik des Hörraums eingreifen.

    Gruß!
    Rainer

    Hier die aktuellen Messkurven (FG mit 1/3-Okt. Glättung, Nachhall mit Studiokorridor, Wasserfall)





    Geändert von Eusebius (05.02.2018 um 23:15 Uhr)

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Thelemonk Beitrag anzeigen
    Aktuell gehe ich so vor, dass ich den Rechten und Linken Kanal getrennt korrigiere und das Ergebnis in Summe beurteile (Mono sozusagen). Dazu wird die korrigierte links/rechts Messung in der Software aufaddiert. Gemessen wird am Hörplatz. Ziel ist ein ausgeglichener (hier Bass) FQG allein am Hörplatz selbst.

    Haltet ihr dieses Vorgehen für sinnvoll?
    Ja, mache ich auch so.
    Aber, wie andere auch sagen, das kann einen
    akustisch mangelhaften Raum nicht verbessern.
    Je mehr man versucht, in den übrigen Frequenz-
    bereichen 'herumzubiegen', je komischer wird
    nach meiner Erfahrung das Ergebnis klingen.

    Gruß Mart

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von reinwan1
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    Das Wasserfalldiagramm ist wirklich traumhaft
    __________________
    Gruß
    Andreas

    In vapore veritas!







    Ich bin immer noch verwirrt, aber jetzt auf deutlich höherem Niveau

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thelemonk
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    Hallo Rook,

    das mancher mit einem DSP-Eingriff nicht zufrieden ist ließt man immer wieder.
    Stammt deine negative Erfahrung aus der Zeit vor oder nach deiner raumakustischen Behandlung?
    Hast du eine Idee woran es gescheitert sein könnte?

    Viele Grüße
    Thelemonk

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