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Thema: Coming Soon : Geithain RL811K1 "Das Tier"

  1. #71
    Hallo Schauki!
    Genau lesen bitte. Ich schrieb: "fulminanter Klangeindruck" - nicht, dass es gar nichts am Klang ändert. Aber diese leichte Verschiebung ist wurscht.
    Die entscheidenden Eindrücke dieses Lautsprechers lassen sich eh nicht an der Messung ablesen: die unbändige Kraft, Souveränität und klangliche Größe - und die betörend realistische Mitten- und Hochtonwiedergabe.
    Ich kann jedem nur empfehlen, sich das einmal anzuhören.

    Gruß!
    Rainer

  2. #72
    Moin moin,
    im Moment drängt sich mir der Verdacht auf das der HiFi Markt den Arbeitsmarkt wiederspiegelt.

    Da gibts die grosse Gruppe der Sternen Käufer und MP3 Fetischisten
    dann kommt eine ganze Weile fast nix bis kaum etwas gutes schönes
    und erst danach ist nur gut was auch teuer ist. je teuerer desto guter.
    Lautsprecher für 600.000 und bis sogar über eine Mio für den Heimuser,
    spiegelt das in der Spitze nur zu gut wieder. Oder ein Kabelsatz für 50.000 € !!!

    Wenn wir Produkte für den Markt ausgepreist haben, so war die erste Frage was können wir dafür maximal erzielen. Was ist der Kunde bereit zu zahlen.
    Dann haben wir geprüft ob wir das produkt mit unseren Gewinnvorstellungen Herstellen oder Kaufen können.
    Stimmte die Marge haben wir es gemacht.

    Wenn die Leute bereit sind überteuert einzukaufen, dann stimmt meine Beobachtung sicherlich dass HiFi auch und ganz besonders eine Prestige Sache ist.
    Ich hab die Kohle und kanns mir leisten. So what?

  3. #73
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Zitat Zitat von Nick Dollard Beitrag anzeigen

    Wenn die Leute bereit sind überteuert einzukaufen, dann stimmt meine Beobachtung sicherlich dass HiFi auch und ganz besonders eine Prestige Sache ist.
    Ich hab die Kohle und kanns mir leisten. So what?
    Also da muss ich bei MEG einsprechen. Die oben genannte Zielgruppe kauft kein MEG. Dazu sind die optisch als pure Zweckkisten schon nicht geeignet; zwar 1a verarbeitet, aber keinesfalls repräsentativ. MEGs Zielgruppe sind Profis und Musikliebhaber und keine reichen Russen (oder Amerikaner, bevor wieder einer mit Russenbashingvorwürfen hinterm Ofen vorkommt). Ich glaube, der Preis ist ein Ausdruck dafür, dass man nicht erwartet, allzuviele dieser Kisten zu verkaufen. Und da muss sich der Aufwand schon irgendwie rentieren. MEG bietet für kleineres Geld ausreichend viele wirklich tolle Lautsprecher.

  4. #74
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    Noch kurz OT, bzw. gilt es allgemein und nicht für die 811k im speziellen.

    Was misst man?
    1) Betriebschallpegel am Hörplatz.
    Darin ist ungefenstert alles enthalten was am Hörplatz während der Messdauer ankommt. Direktschall, frühe Reflexionen, späte Reflexionen und wenn vorhanden "echter" Diffusschall, und sämtliche Nebengeräusche.

    Man kann aus dieser Messung nicht auf einen Einzelnen Parameter schließen.

    2) man misst den Direktschall des Lautsprechers
    am besten im RAR, daheim hat man i.d.R. keinen daher kommt Nahfeld und/oder Fensterung in Frage.
    Das Ergebnis ist der vom Lautsprecher auf dieser Messachse abgegeben Schall.

    3) man misst Raum, Reflexionen,...
    über Fensterung bzw. Algorithmen lassen sich Rückschlüsse auf Raum oder Reflexionen ziehen.
    U.a. auch Nachhallzeit über die Frequenz unsw.


    Was hat sich als "gut" herausgestellt?
    Harman (Olive, Toole,..) haben div. Untersuchungen durchgeführt die Lautsprecher vermessen (über viele Winkel) und über Hörtests mit hunderten Leuten ermittelt wie dieser Messdatensatz aussehen muss damit der Lautsprecher als "gut" klingend bezeichnet wird.
    Das funktioniert übrigens mit ~90%. D.h. hat man den Messsatz zweier Lautsprecher, dann kann man mit 90% sagen welcher der beiden als besser gewertet wird.
    Je größer die Unterschiede desto besser natürlich.


    Was hat das mit dem DSP oder einer Korrektur zu tun?
    Es hat sich herausgestellt, dass der Direktschall des Lautsprechers möglichst linear sein soll. Nicht nur (mess)technisch ist das so, sondern es gefällt den Hörern auch am besten (im Schnitt versteht sich).

    Es hat sich herausgestellt, dass der Betriebschallpegel am Hörplatz klanglich besser gefällt wenn er leicht (~10dB von 20Hz auf 20kHz) abfällt, entgegen einer (mess)technisch linearen Einstellung.

    Das Problem ist nun folgendes:
    Der Lautsprecher sollte einen linearen Direktschall haben, das ist die Aufgabe des Herstellers. Mit DSP ist das überhaupt kein Thema, da kann man nahezu beliebige Amplituden-FGs einstellen - natürlich auch linear.
    Jetzt kommt aber die Aufstellung, der Raum und das Abstrahlverhalten (was gibt der Lautsprecher unter anderen Winkeln ab) dazu.

    Sieht die Messung des Betriebschallpegels nun nicht so aus wie man will, dann hat man mit einem DSP nur die Möglichkeit das Eingangssignal in den Lautsprecher (bzw. ins Chassis bei DSP für jeden Weg) zu ändern um auf das gewünschte Ergebnis zu kommen.
    Dabei verändert man aber zwangsläufig den Direktschall des Lautsprechers.

    Und wenn der vorher linear war, dann ist er das nachher nicht mehr.
    Wie und wann das kritisch ist, ist auch Frequenzabhängig.


    (m)eine Vorgehensweise um aus einer bestehenden Anlage mit DSP das mögliche rauszuholen:
    1) Direktschall messen
    1a) Direktschall per DSP linear machen = entzerren
    2) Betriebschallpegel messen
    2a) wenn er passt -> fertig
    2b) wenn er nicht passt, per DSP bis ~120Hz "Holzhammer" entzerren (was technisch geht, also keine Löcher füllen), 120-500Hz leicht entzerren, ggfs. 1/2 oder 1/4. Über 500Hz nicht entzerren.
    2c) wenn er nicht passt, Raum so behandeln dass er in die gewünschte Richtung geht.


    Wenn es anders gemacht wird, dann interessiert mich die Motivation dahinter, weil es sein kann, dass ein anderer Weg der bessere ist und ich den gerne selbst gehen will.

    mfg

  5. #75
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Zitat Zitat von schauki Beitrag anzeigen


    (m)eine Vorgehensweise um aus einer bestehenden Anlage mit DSP das mögliche rauszuholen:
    1) Direktschall messen
    1a) Direktschall per DSP linear machen = entzerren
    2) Betriebschallpegel messen
    2a) wenn er passt -> fertig
    2b) wenn er nicht passt, per DSP bis ~120Hz "Holzhammer" entzerren (was technisch geht, also keine Löcher füllen), 120-500Hz leicht entzerren, ggfs. 1/2 oder 1/4. Über 500Hz nicht entzerren.
    2c) wenn er nicht passt, Raum so behandeln dass er in die gewünschte Richtung geht.
    So sehe und mache ich es auch ... aber:

    Wenn es anders gemacht wird, dann interessiert mich die Motivation dahinter, weil es sein kann, dass ein anderer Weg der bessere ist und ich den gerne selbst gehen will.

    mfg
    Es kommt natürlich auch drauf an, was man im Raum und an der Hörsituation überhaupt ändern kann und wie man gerne hört.

  6. #76
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Eusebius Beitrag anzeigen
    ...
    Genau lesen bitte. Ich schrieb: "fulminanter Klangeindruck" - nicht, dass es gar nichts am Klang ändert. Aber diese leichte Verschiebung ist wurscht....
    Diese "leichte Verschiebung" von 1dB macht ~10° Verschiebung der Hörereignisrichtung aus.
    Also knapp 70cm bei 4m Hörabstand.
    Das zeigt die Messung, daher habe ich nachgefragt.

    Aber klar, wenn man sowas nicht hört, dann ist es wurscht.

    Zitat Zitat von Bruce Beitrag anzeigen
    Es kommt natürlich auch drauf an, was man im Raum und an der Hörsituation überhaupt ändern kann und wie man gerne hört.

    Klar und es kann ja auch ein Kompromiss sein, den Direktschall ein bisschen zu verbiegen, wenn man dafür deutlich Betriebschallpegel "besser" macht.
    Aber das will hier wohl nicht diskutiert werden. Ist für mich auch kein Problem, ich dachte halt ich schreibe das dazu was mir auffällt, weil vielleicht andere so wie ich sich über Inputs freuen - wollte keine "Gotteslästerung" betreiben.

    mfg

  7. #77
    Rastelli Avatar von claus B
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    Nur eins,

    Geithain ist keine Firma, die Lautsprecher extra teurer macht, nur weil es bekloppte High Ender gibt!!!
    Die 901k ist zum Beispiel eigentlich für das Gebotene viel zu günstig, das liegt aber daran, da ist eine richtige große Stückzahl dahinter, genauso 906 usw. Die großen Lautsprecher, die auch alle ihr Geld wert sind, da sind die Stückzahlen sehr klein.
    Die 811K wird ihren Weg gehen und die ist vom gebotenen,wie die 901K ein Sonderangebot. Ich habe selten Live in meinen Leben so gut gehört, wie mit dem Teil in meinem Studio. Dagegen ist vieles, was ich kenne, audiophiles Spielzeug.

    Der Claus
    "Die heutige politische Klasse ist gekennzeichnet durch ein Übermaß an Karrierestreben und Wichtigtuerei und durch ein Übermaß an Geilheit, in Talkshows aufzutreten."

    Zitat: Helmut Schmidt Altkanzler

  8. #78
    Zitat Zitat von Bruce Beitrag anzeigen
    So sehe und mache ich es auch ... aber:



    Es kommt natürlich auch drauf an, was man im Raum und an der Hörsituation überhaupt ändern kann und wie man gerne hört.
    Das ist ja wohl das Wichtigste überhaupt, warum man sich eine Anlage kauft.

  9. #79
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Zitat Zitat von schauki Beitrag anzeigen
    Diese "leichte Verschiebung" von 1dB macht ~10° Verschiebung der Hörereignisrichtung aus.
    Also knapp 70cm bei 4m Hörabstand.
    Das zeigt die Messung, daher habe ich nachgefragt.

    Aber klar, wenn man sowas nicht hört, dann ist es wurscht.
    Wie kommst Du darauf? Wenn ich den Sengspiegelrechner richtig bediene, sind das ca 17cm bei 4m Hörabstand, also 2m Mittelachse zu Lautsprecher, und das auch nur, wenn man den gesamten Frequenzbereich betrachtet.

    Korrektur, das Dreieck ist ein wenig größer, macht ca 19cm.

    Edit: und nach 4m Hörabstand sieht mir das Ganze sowieso nicht aus, eher 3m.
    Geändert von Bruce (14.06.2018 um 14:57 Uhr)

  10. #80
    Erfahrener Benutzer
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    @bruce
    du hast recht!
    Ich habe % mit ° verwechselt. Es sind ~10% nicht ~10°.
    18dB sind 100% Auslenkung, ~1dB sind ~10% Auslenkung.

    Ich habs aus diesem Diagramm:
    http://www.sengpielaudio.com/HoerereignRichtungDL.pdf

    Dann ist das natürlich weit weniger relevant.

    mfg

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