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Thema: Weiter digital und analog...oder....

  1. #31
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Eine komplette RIAA Entzerrung mit DSP finde ich auch eher unattraktiv. Das TA Signal muss ohnehin verstärkt werden, um die Auflösung des AD auszunutzen. Aber es muss ja nicht genau RIAA entzerrt werden, ein simpler Tiefpass im VV würde die Kennlinie zumindest annähern, die Feinheiten würden dann den DSP nicht überfordern.
    Geändert von Bruce (05.09.2018 um 10:40 Uhr)

  2. #32
    Hi,
    für diejenigen, die viel alte Mono oder sogar Schellack hören, ist das schon genial.
    Ich habe es verworfen, wie du schon schreibst, verstärken muß man sowieso und ich wollte meine Phonovorstufe auch nicht mehr ersetzen.
    Die läuft zu gut und ich habe keinen mono TA. Die leichte Tieftonüberhöhung des Denon gleiche ich mit einem Phono-Hörplatzfilter aus.

  3. #33
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thelemonk
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    Hallo,

    zu den angesprochenen Nachteilen einer digitale RIAA-Entzerrung:

    Eine A/D-Wandlung muss man immer sorgfältig Ausgesteuert durchführen, lässt sich aber händeln, insbesondere wenn das Signal von LP kommt. Da sehe ich keine spezifischen Probleme bei dieser Aufgabenstellung.

    Die Mic-Eingänge sind hochomig, hier konkret 3,4kohm. Der Dynavector XX2 ist mit einem Innenwiederstand von 6Ohm angegeben. Empfohlen wird ein Abschluss mit 30ohm. Liegt hier eine Fehlanpassung vor? Welche Auswirkung ergibt sich daraus? Vielleicht mag jemand etwas dazu sagen.

    Wegen RIAA-Faltung und Auflösungsverlust, da würde ich mich gerne mal mit Hr. Brüggemann unterhalten wollen.

    Das Hauptproblem bei dem klassischen Ansatz bei mir war: statische Aufladung (Tellermatte klebt an LP), oder wahlweise Massebrummen bei Erdung. Jedenfalls hatte ich dann die Faxen dicke....

    Die Umstellung auf symmetrische Verkabelung (Tonanehmer an Mic-Eingang) hat die Probleme gelöst, jetzt hat‘s Ruh im Karton.

    Viele Grüße
    Thelemonk

  4. #34
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thelemonk
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    Zwischenzeitlich habe ich mich durch diverse Artikel/Beiträge bezüglich dem (klanglichen)Einfluss von Abschlusswiederständen, im Zusammenhang mit MC-Tonabnehmern durchgelesen. Eine wirklich einheitliche Meinung gibt es dazu nicht. Sicher zu sein scheint, dass je hochomiger der Abschluss, desto stärker die Dämpfung des Generators.
    Wirkt sich nun der hochomige Abschluss auf den XX2 negativ aus?

    Schwer zu sagen, spontan würde ich sagen nein, ohne dies allerdings objektiv belegen zu können.
    Dazu wäre es wohl notwendig zurück auf die konventionelle Phonovorstufe zugehen und eine Gegenüberstellung hochomig gegen Herstellervorgabe vorzunehmen. Dummerweise habe ich dies vor der Umstellung versäumt zu tun. Das Nachholen wäre jetzt wieder mit Löten verbunden.

    https://audiosaul.de/elektrischer-ab...-tonabnehmern/

    Viele Grüße
    Thelemonk

  5. #35
    Hallo Thelemonk
    sorry für die verspätete Reaktion.
    Also mit der Dämpfung verhält es sich anders herum, je kleiner der Lastwiederstand, um so stärker wird der Generator in seiner Bewegung "belastet".
    Die Ströme und Kräfte sind natürlich sehr klein, machen aber hörbare Einflüsse aus, im Zusammenspiel mit der effektiven Masse des Armes.
    Es verändert sich nicht viel, in deinem link ist es schön beschrieben, ab einer Grenze kippt das in Richtung Leerlauf, was eigentlich nur bedeutet, der Einfluss entfällt ab da komplett. Diese Grenze liegt sicher bei jedem Tonabnehmer an anderer Stelle.
    "Erhört" habe ich vor vielen Jahren für mein Denon einen Wert um 650Ohm, das wiederspricht dem Messblatt, das beigepackt wird, dort sind es 47kOhm die als Abschluss für die Messung genommen wurden. Was ja aber dem leerlauf entspricht.
    Als Empfehlung findet man 100 Ohm als kleinsten Abschluss und 40 Ohm bei Verwendung eines Übertragers.
    Ich nutze einen recht hochohmigen Übertrager, der an der Sekundärseite aber so abgeschlossen ist, daß das Denon an der Primärseite 650 Ohm "sieht". Es ist zu lange her, um genau beschreiben zu können, was da passiert ist. Es war wohl so, daß sich ein Gleichgewicht zwischen Tiefton und Hochton eingestellt hat. Also das "Bild der Energieverteilung" war mit 650 Ohm am ausgewogensten. So habe ich das in Erinnerung.

    Also es geht dabei nicht um die "Welten", aber es hatte schon Sinn gemacht, damit zu experimentieren.

    l.G.
    Detlef

    P.S.
    Mein Phonozweig wurde damals mit einer Testschallplatte auf Linearität geprüft, ich kann leider keine Vergleichsmessungen liefern, aber das gesammte Resultat war linearer, glatter als es der mitgelieferte Messschrieb des TAs vorgiebt. Nun ist es mir aber nachträglich nicht möglich, das mit dem Abschlusswiederstand, als Fakt, in Verbindung zu bringen.
    Noch ein paar Gedanken dazu:
    https://www.analog-forum.de/wbboard/...i-mc-systemen/
    Geändert von Alt Opel (12.10.2018 um 14:12 Uhr)

  6. #36
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thelemonk
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    Hallo Detlef,

    danke für deine Richtigstellung bezüglich des Zusammenhangs von Dämpfung und Lastwiederstand.
    In meiner aktuellen Konfiguration ist der Lastwiederstand mit 3,4 KOhm fest vorgegeben und nicht variabel wählbar, was sicherlich ein prinzipieller Nachteil ist. Damit läuft der Tonabnehmer im „Leerlauf“.

    Wie hier die Tonarmmasse mit inˋs Spiel kommt, damit muss ich mich mal auseinandersetzen.

    Viele Grüße
    Thelemonk

  7. #37
    Hallo Thelemonk
    "im Zusammenspiel mit der effektiven Masse", habe ich ungeschickt ausgedrückt.
    Der Dämpfungseffekt ist so klein, er hat keinen Einfluss auf die Resonanzfrequenz, die sich aus der Tonarmmasse und der Nadelnachgiebigkeit errechnet. Der TA stützt sich nur an ihr ab und je nach Zusammenspiel TA /Tonarm, verändert sich evt das Resonanzverhalten im kleinen.
    Also Anregung des Headchells , des Tonarmes, zum Mitschwingen.
    Der Nadelträger sollte stabil genug sein um sich von der Last die der Generator antreiben soll, nicht weiter beeindrucken zu lassen.
    Was da eigentlich genau im einzelnen vor sich geht, hat noch niemand genau untersucht.
    Ein verändeter Frequenzgang lässt sich aber schon nachweisen.
    l.G.
    Detlef

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