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Ergebnis 821 bis 830 von 862

Thema: Sixpack

  1. #821
    Meine Hörerlebnisse lassen nur einen Schluss zu:
    Das FARAD Super 3 ist der Hammer!

  2. #822
    Erst war es nur ein Experiment.
    Jetzt bleibt es:

    Beim Thema Bassaufstellung kam mir der Gedanke, ob ich die Vorteile eines bündigen Wandeinbaus ("unendliche Schallwand") für meine Bassäule zumindest partiell ohne Wandeinbau herbeiführen könnte.
    Natürlich ist auch bei von mir der avisierten deutlichen Schallwandvergrößerung der Baffle Step für den Bass immer noch nicht tief genug.
    Trotzdem wollte ich mal wissen, messen und hören, was passiert, wenn ich die Schallwand meines Subturms auf ca 2 Quadratmeter vergrößere.

    Wie jeder hier weiß, bin ich der Meister der Zweckentfremdung.
    Als Schallwand-"Extensions" kamen deshalb die beiden langen Seitenwangen eines ausrangierten Bettstells zum Einsatz.
    Um die glatte Fläche in Höhe der Hauptlautsprecher im Sinne der Schallstreung aufzubrechen, habe ich Stücke von Fußbodenleisten zusammengesetzt, was der Schallwand in diesem Bereich eine gewissen 3-D-Struktur verleiht.

    Die ganze Konstruktion ist in Form eines U-Rahmens von oben über den Turm gehängt und liegt mit einer Dichtlippe eng an den Boxengehäusen an.
    Unter dem Säulenständer habe ich links und rechts fette Schraubhaken in die Wangen gedreht und diese dann mit einem Stück Drahtseil (Reste einer ausrangierten Seilzug-Deckenlampe) per Seilspanner auch unten an die Boxen herangezogen.

    Hellgrau lackiert sieht das gar nicht mal so übel aus.
    Wer meinen Hörraum betritt, ist ja optisch ohnehin Kummer gewöhnt.

    Natürlich habe ich Hörtests - und vor allem Messungen! - vorher und nachher durchgeführt.
    Was tut sich also?

    Beim ersten Hören dachte ich: Oh! Das klingt ja klasse! Könnte da was sein?
    Meine Messungen zeigten dann, dass der Basspegel über den gesamten Übertragungsbereich der Subwoofer, also bis ca 80 Hertz, gleichmäßig um ca 2 dB zunahm.
    Schweinereien gab es nicht. Ansonsten blieben Tonalität und Gesamt-FG des Systems völlig unbeeinträchtigt.

    Also habe ich die Pegel der Subwoofer an den rückwärtigen Pegelstellern um eben diese 2 dB abgesenkt.
    Sie müssen nun also weniger powern, was bei basslastigen Stücken die ohnehin geringen Verzerrungen im Bass noch etwas weiter absenkt.

    Der Höreindruck ist nun tatsächlich noch etwas klarer und konturierter im Bass.

    Dass sich da etwas tut, merke ich auch, wenn ich bei basslastigen Titeln den Kopf direkt hinter die Seitenwangen neben die Subs halte.
    Der Pegel nimmt dann sofort klar hörbar ab - und zwar noch deutlicher, als es wegen der Basniere bei den Subs ohnehin schon der Fall war.





    Gruß!
    Rainer

  3. #823
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
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    Beiträge
    101
    Da hat unser Forums MacGyver mal wieder zugeschlagen. Glückwunsch zum Ergebnis. Zeigen sich die Änderungen auch im Messschrieb? Willst du das auch bei den Hauptlautsprechern ausprobieren, da ja auch die 901 recht bassstark ist.

    Auf jeden Fall interessant, das es bei deinem ohnehin schon enormen Aufwand trotzdem noch Luft nach oben gibt.
    Grüße
    Fabian

  4. #824
    Hallo Fabian!

    Ich schrieb ja, dass ich auch gemessen habe. Daher die Aussage: 2 dB.
    Die 901k lass ich unberührt.
    Ist alles sehr schön so.

    Gruß!
    Rainer

  5. #825
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thelemonk
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    05.11.2015
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    624
    Hallo Rainer,

    das ist ein interessanter Sachverhalt. Aus dem Bauch raus hätte ich gesagt, dass die Schallwandverbreiterung für die Bassquelle schlicht nicht sichtbar, also keinen Einfluss hat auf de FQ-Gang hat.

    Allerdings handelt es sich hier um Cardioide und nicht um Monopole?
    dann würde sich die Laufzeit um den Lautsprecher herum geringfügig verschieben und ev. die Auslöschung beeinflussen.
    -> weniger Auslöschung mehre Schalldruck?
    (was wird hinter dem Lautsprecher gemessen?)

    Hinzu kommt, durch das vertikale Stacken wird ev. ein zusätzlicher Einfluss auf die Direktive eingeführt.
    Vielleicht kommt es auch hier zu einer Wechselwirkung mit deiner Verbreiterung der Schallwand.

    Aber das sind nur wilde Vermutungen meinerseits.
    Viel Spaß noch.

    Viele Grüße
    Thelemonk

  6. #826
    Hallo Thelemonk!

    In der Tat verhält es sich so, als ob mit der Verbreiterung der Schallwand etwas mehr Bass-Direktschall nach vorne abgeht und die Bassniere etwas weniger Rückwärts-Schall dämpfen muss.
    Erklären kann ich es mir auch nicht recht.
    Jedenfalls klingt es sehr schön.
    Hinter den LS gemessen habe ich nicht.
    Meine Ohren melden aber, dass es dort aber noch einen Ticken leiser ist als zuvor.
    Interessant war, dass die leichte Pegelerhöhung völlig gleichmäßig über den gesamten Frequenzbereich der Bässe verlief.

    Gruß!
    Rainer

  7. #827

    Nuc

    Hallo Rainer!
    Warum gießt Du die Platine des NUC nicht komplett mit einem Kunstharz-Turmalin Gemisch aus/ein?
    Oder anstelle von Kunstharz (evtl. zu aggressiv) kann man auch Kandydip Industrial Pur Flüssiggummi https://kandydip.de/ecom/prestashop/...industrial-pur einsetzen.
    Wenn man die Platine vorher mit dem Kandydip Sprühfertig einsprüht, kann man das Zeug wahrscheinlich auch wieder entfernen.
    Ich habe dazu schon seit ein paar Monaten ein Experiment mit einem alten TEAC WAP V6000 vorbereitet, habe es nur wg der Frickelei noch nicht umgesetzt.
    Das müßte theoretisch noch mehr bringen, als die Platine des NUC vor EMI von außen abzuschirmen.
    Zumindest wäre das mein Ansatz.
    Gruß!
    Kai


  8. #828
    Hallo Kai!

    Das wäre mir viel zu riskant, da ich u.A. nicht wüsste, ob es dann irgendwo auf der Platine
    zu "hotspots" kommen würde, die ihre Wärme nicht mehr abführen könnten.

    Gruß!
    Rainer

  9. #829
    Habe auf die Schnelle mal mit einem 50-Hertz-Sinus die Pegelunterschiede vorne/seitlich/hinten an den Bässen gemessen.
    Mikro-Abstand vorne/hinten jeweils 20 cm, seitlich hinter dem Brett ca 10 cm.

    Laut Mess-Schrieb auf der Geithain-Homepage beträgt der Unterschied vorne/hinten beim Basis 14k Subwoofer durch die Bassniere ca 15 dB.

    Bei mir sind es mit Schallwandverbreiterung ca 18 dB.
    schon direkt hinter der Vorsatzwand komme ich neben dem Gehäuse schon auf -12 dB.



    Gruß!
    Rainer

  10. #830
    Am erfolgreichen Ende meiner langen Suche nach dem guten Klang möchte ich einige Erkenntnisse zusammenfassen,
    die vielleicht für den einen oder anderen von Interesse sind.

    Punkt 1:
    Mein Bemühen, den Diffusschall des Raumes soweit wie möglich zu reduzieren, hat mehrere klanglich Vorteile:
    Verständlichkeit und Klarheit (Texte, Feinheiten, Binnenstrukturen) gewinnen enorm.
    Da es kaum noch nacheilende Schallanteile gibt, gelangt der Klang weniger verfälscht und weniger verwaschen ans Ohr.
    Ebenso wichtig und kaum bekannt ist aber der Effekt, dass die Dynamik der Musik größer wird.
    Da Diffusschall prinzipbedingt immer verzögert am Ohr eintrifft, legt er sich als Füllmaterial in die Senken
    und ebnet so die dynamischen Gegensätze etwas ein – so wie Flugsand die Fußabdrücke am Strand verwischt.

    Punkt 2:
    Über die Wichtigkeit der Entstörung von Netz- und Signalströmen herrscht mittlerweile weitgehende Einigkeit.
    Es hält sich aber immer noch die Meinung, Netzfilter würden den Klang einbremsen oder „müde“ machen. Nach meiner Erfahrung ist das komplett falsch.
    Auch hier gilt analog zu Punkt 1: Entfällt der „Störteppich“, wird das Nutzsignal sauberer und kommt in seiner Klarheit und Dynamik besser zur Geltung.

    Punkt 3:
    Der gewinnbringende Einsatz von Netzfiltern erfordert zwingend die Kombination mit passenden ferritummantelten Netzkabeln.
    Nur so lässt sich erreichen, dass von der Anlage selbst erzeugte Verschmutzungen ebenfalls beseitigt werden.
    Da Netzfilter in beide Richtungen wirken, wären andernfalls die in der Anlage selbst erzeugten Schmutzanteile im System gefangen
    und könnten sich negativ auf den Klang auswirken. (Da dies bei weitem nicht jeder macht, könnte dort ein Grund für die Vorurteile gegen Netzfilter liegen.)

    Punkt 4:
    Auch wenn der Purismus früherer Jahre und Jahrzehnte heute nicht mehr so verbreitet ist, möchte ich doch noch einmal darauf hinweisen:
    Ein linearer Frequenzgang am Hörplatz gefällt kaum. In der Regel klingt das zu grell, zu dünn, zu blutarm.
    Ein zu den Höhen hin um mehrere dB abfallender Frequenzgang klingt sehr viel angenehmer und langzeittauglicher.

    Punkt 5:
    Ebenfalls veraltet ist die immer noch anzutreffende Meinung, Klangregler seien des Teufels.
    In Zeiten ausgereifter Digitaltechnik ist auch das falsch. Heutige digitale Signalprozessoren sind so gut und nebenwirkungsarm (wenn nicht sogar -frei),
    dass wohlüberlegte Eingriffe in das Originalsignal zu enormen Klangverbesserungen führen können.
    (Dazu gehört z.B. auch die Einstellung eines Frequenzgangs wie in Punkt 4.)

    Punkt 6:
    Immer wieder liest man als positives Kriterium, dass sich „der Klang (nun endlich!) komplett von den Lautsprechern löst.“
    Das ist banal und selbstverständlich und gehört zum kleinen Einmaleins jeder Anlage.
    Ist diese Minimalanforderung tatsächlich nicht erfüllt, liegt etwas ganz massiv im Argen.

    Punkt 7:
    Ich werde immer hellhörig, wenn es heißt, eine Produktion sei schlecht aufgenommen, (scharf, verzerrt, dröhnend u.Ä.).
    In der Regel sagt das mehr über die Mängel der Abhöranlage aus als über die Aufnahme.
    Beispiel: „Nachtfahrten“ von Michael Wollny. In einem Forum wurde bemängelt, dass diese Aufnahme verzerrt sei.
    Das ist falsch. Sie ist es nicht. Die Aufnahme ist sehr fett aufgenommen, aber absolut sauber.
    Das führt mich zu dem allgemeinen Punkt: In der Regel sind Musikproduktionen und Formate besser als viele Hörer sie einschätzen (können).
    Das gilt vor allem für das ganz normale und oft geschmähte 44.1 CD-Format.

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