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Thema: Hörkultur und Audiotechnik

  1. #1
    Administrator Avatar von Plüschus
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    Hörkultur und Audiotechnik

    Beim

    Stöbern in einem anderen HiFi Forum bin ich über eine Überschrift gestolpert , die mich sehr verwundert hat : "Audiotechnik und Hörkultur"
    Ich habe mich gefragt , was der Autor mit dieser Begriffszusammenstellung meinen könnte .
    "Audiotechnik" müssen wir an dieser Stelle nicht diskutieren . "Hörkultur" zu erklären scheint dabei doch schon weitaus schwieriger. Beim Suchen im Netz werden mir eine Unzahl von Anzeigen von kommerziellen Anbietern gezeigt : HiFi Läden , Konzertveranstalter , Audiohersteller und ähnliches . Literatur dazu - Fehlanzeige ( vermutlich ließe sich bei intensiverer Suche doch etwas finden ) .
    Wikipedia liefert zu dem Begriff "Kultur" viel - https://de.wikipedia.org/wiki/Kultur - Hörkultur fehlt aber.
    Vielleicht meint der Autor des anderen Forums ja "kultiviert" . "Wir sind im hohen Grade durch Kunst und Wissenschaft cultivirt" heist es bei Kant. ( siehe den genannten Wikipedia Artikel )
    Wenn sich jetzt Audiotechnik und Kultur bzw Kultiviertheit zusammenfügen entsteht dabei bei mir der Verdacht , daß der Autor meint, daß das Benutzen von Audiotechnik - sprich Musikhören - in unterschiedlich kulturellen Ebenen stattfindet.
    Ist also das Musikhören mit einer hochwertigen HiFi Anlage "kulturell höherstehend" als des Gleichen mittels eines Ghettoblasters ?

    Fragen über Fragen

    Gruß Thomas
    Es kommt anders , wenn man denkt !

    Für das Können gibt es nur einen Beweis das Tun !
    Marie von Ebener Eschenbach




  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von RillenZebra
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    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kult...29?wprov=sfla1

    Hörkultur und Audiotechnik möchte ich keinen verschiedenen "Ebenen" zuschreiben, weil Ebenen als unterschiedlich höher oder niedriger angesiedelt betrachtet werden könnten.
    Ich sehe das als eher nebeneinander existierend an.

    Hörkultur ist mir das, was Künstler musikalisch, oder in einem Hörspiel zum Ausdruck bringen. Oder in einem Theater, wo die Autoren darauf achten, wie Inhalte auch zum Hören Form annehmen und das nicht ignoriert wird.

    Die Kultur der Audiotechnik scheint mir eine andere "Baustelle" zu sein, weniger Kunst, mehr Physik.

    Ob ich mit einem Kofferradio Musik höre oder mit einer aufwendiger konstruierten Anlage wäre mir als Musikliebhaber erstmal zweitrangig, will ich doch in erster Linie Musik hören.

    Daß sehr viele Musikfreunde sehr starken Wert auf hochwertige Anlagentechnik legen ist meiner Ansicht nach "Lifestyle" und wiederum ein spezieller, mehr individueller kultureller Ausdruck.

    Die Kultur sich gerne in einem prestigeträchtigen Umfeld zu präsentieren.

    Als Konsument darauf zu bestehen "Hörkultur" zu haben ist doch irgendwie ein Missverständnis, ein Irrtum, denn Kultur setzt einen aktiven Prozess einer Beteiligung an der Kultur voraus.

    Also Konsum wäre in meinen Augen noch kein zwingender Zugang zur Hörkultur.

    Kann natürlich sein, daß ein Konsument mit dicker Brieftasche in seiner Selbstwahrnehmung meint er stünde kulturell vorbildlich auf dem Platz.

    Meinetwegen.

    .

  3. #3
    Benutzer Avatar von DVC
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    Tja,

    das Sender/Empfänger-Modell. Und uns Deutschen ist immanent, alles zu sezieren bzw. grammatikalisch und nicht sinngemäß auszulegen.
    Den Artikel hast du nicht verlinkt; diesem hätte man ggfs. die Deutung des Verfassers ablesen können.

    Und um auch meinen Senf dazu zu geben:

    ich kann die beiden Begrifflichkeiten nicht trennen, weil vor allem die Technik die Kultur beeinflusst. So schwärmen die Vinylisten (wie ich) von dem Ritual des Auspackens, Auflegens, des Analogen etc.

    Der/die nächste tut das als vorsintflutlich ab. Da wird dann das digitale Zeitalter zelebriert.

    Was juckt es mich?

    Selbst wenn ich die Deutung des Autors kennen würde, so muss nicht alles nach meiner Fasson geschehen.

    Venti | Vero | RL901K

  4. #4
    Administrator Avatar von Plüschus
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    Grammatikalische

    Fehler kann ich der zitierten Überschrift nicht erkennen . Auch fehlt mir der Zusammenhang zum Sender - Empfänger - Kommunikationsmodell als besonders deutsches "Denkmodell".

    Vielleicht klärt es ja einwenig , wenn man sich versucht vorzustellen, was eine "Hörunklultur" sein könnte .

    Ich sehe in dem Begriff "Hörkultur" eher eine gewollte Überhöhung der Bedeutung von Musikhörens mittels einer HiFi Anlage .

    Gruß Thomas

    PS . Damit soll die persönliche Freude am Musikhören mit einer HiFi Anlage keineswegs infrage gestellt werden.
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    Marie von Ebener Eschenbach




  5. #5
    Hi Thomas
    Hörkultur, ich denke das ist so ein erfundener Begriff, den man gar nicht so einfach umschreiben kann.
    Schlechte Hörkultur, dazu fällt mir spontan nur eins ein, wenn jemand in die Musik quatscht, da könnte ich manchmal.............
    Aber das ist doch auch eher eine Sache des Benehmens.

    l.G.
    Detlef

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bruce
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    Also ich höre im Radio fast nur D-Radio Kultur!

    Also habe ich Hörkultur!

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